BHW steht auch für ökologisches Bauen
Hier finden Sie alle relevanten Begriffe rund ums Thema - kurz und informativ
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A
Absorption
Eine Absorption beschreibt die Aufnahme von Schall, Materie oder Strahlung z.B. Sonnenstrahlung, in eine andere Materie. Sonnenstrahlung wird von der absorbierenden Materie in Wärme umgewandelt. Hierbei absorbieren dunkle Flächen besser als helle.Abwasser
Regenwasser von Dach und Grundstück sowie durch den Gebrauch im Haushalt (Küche, Bad, WC, Waschmaschine etc.) verschmutztes Trinkwasser (Brauchwasser). Die Abwasserentsorgung erfolgt durch einen Anschluss an die öffentliche Kanalisation oder in einer eigenen Klärgrube.Acrylglas
Acrylglas, ein transparenter Kunststoff, auch unter dem Namen "Plexiglas" bekannt, wird häufig bei Dächern für Wintergärten verwendet. Es ist wetter- und lichtbeständig sowie durchlässig für UV-Strahlung, jedoch nicht kratz- und feuerfest und nicht lösungsmittelresistent.Adhäsion
Die Haftfähigkeit und Festigkeit von Klebstoffen, Farben etc. Diese ist von der Beschaffenheit des Untergrundes, der möglichst trocken, sauber und fettfrei sein sollte, sowie von der Zusammensetzung des Produktes abhängig.Altlasten
Sammelbezeichnung für verlassene oder stillgelegte Deponien und Müllkippen, aufgegebene Tankstellen, ehemalige Industrie- und auch militärisch genutzte Gewerbegebiete, die mit (noch) unbekannten Mengen von Schad- oder Giftstoffen versetzt sind. Die von ihnen ausgehende Gefahr für Boden und Grundwasser und damit für Menschen und Natur kann noch nicht abgeschätzt werden.Altlastenkataster
Amtliches Grundstücksverzeichnis über Grundstücke mit Altlasten (siehe oben), die entweder bereits durch Boden- oder Wasserproben belegt sind, oder Grundstücke, die durch frühere Nutzung als Deponien oder Standorte emittierender Industrien als Altlast-Grundstücke vermutet werden müssen.Aluminium
Aluminium ist ein leicht dehnbares Metall mit guter elektrischer Leitfähigkeit. Es kann durch Schweißen, Löten, Nieten oder Kleben miteinander verbunden werden.Aluminiumfenster
Sehr witterungsbeständige Fenster mit Einfach- und Doppelverglasung. Aluminiumfenster sind weitgehend wartungsfrei. Es gibt auch Verbundkonstruktionen aus Holz und Aluminium (Holzunterbau mit Aluminiumauflage). Hier ist auf sehr gute Qualität zu achten, da eingedrungenes Wasser den Holzkern rasch verrotten lässt.Anker
Anker sind - meist stabförmige - Bauelemente, die auf Zug beansprucht werden können und Bauteile zusammenhalten. Anker werden im Mauerwerk verwendet, wenn die aufzumauernden Wände nicht unmittelbar miteinander verbunden werden (können).Anthropogen
Durch den Menschen beeinflusst oder verursacht. Eine Klimaveränderung durch FCKW-Treibgase ist z.B. von Menschen verursacht, also anthropogen.atmende Baustoffe
Diffusionsoffene Baustoffe werden als "atmende" Baustoffe bezeichnet. Sie gewährleisten einen besseren Feuchte-Ausgleich, indem sie Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können. Ziegel und Porenbeton sind z.B. atmende Baustoffe.Atmungsaktivität
Luft- und Dampfdurchlässigkeit. Je dichter ein Baustoff, desto geringer ist seine Atmungsaktivität. "Atmungsaktive" Baustoffe fördern ein gutes und angenehmes Raumklima, da sie den Feuchtigkeitsaustausch zwischen Innenraum und Außenluft gewährleisten.Ausblühung
Ablagerung von Salzen auf Mauerwerk, Beton oder Mörtel. Während des Trocknungsprozesses von Salzlösungen steigen die Salze zur Oberfläche, wo das Wasser verdunstet und die Salzausscheidung als Ausblühung hinterlässt.Außenwand
Von entscheidender Bedeutung für den Energieverbrauch ist die Dämmung der Außenwand eines Hauses. Je besser die Dämmung, desto niedriger die Energiekosten. Die Wärmedämmfähigkeit wird als Wärmedurchgangskoeffizient angegeben.B
Bauabnahme
Die von der Baubehörde erteilte Erlaubnis zur Nutzung eines Gebäudes. Der Rohbau wird mit einem Zwischenbescheid baurechtlich abgenommen und zum Ausbau freigegeben. Der fertige Bau erhält dann den so genannten "Gebrauchs-Abnahmeschein".Baubiologie
Die Baubiologie ist die Lehre von den ganzheitlichen Beziehungen zwischen dem Menschen und der gebauten Umwelt. In der Baubiologie wird auf die Verwendung natürlicher Baumaterialien geachtet, vor allem wegen ihres günstigen Einflusses auf Wärmedämmung und Luftfeuchteregulation.Baufeuchte
Feuchte in Mauerwerk und Rohbau eines Neubaus. Baustoffe wie Mörtel, Putz, Estrich, Steine, Beton und die Witterung bringen erhebliche Feuchtigkeit in den Bau. Es dauert etwa zwei Heizperioden, bis diese Baufeuchte aus dem neugebauten Haus verdunstet ist. Deswegen ist es von Bedeutung, wie viel Feuchtigkeit in den Baustoffen ist und wie schnell diese Feuchtigkeit an die Außenluft abgegeben wird. Je niedriger die Baufeuchte, desto geringer der Energieverbrauch zum Trockenheizen und desto weniger wird die Gesundheit der Bewohner des Neubaus beeinträchtigt (siehe Austrocknung von Mauerwerk).Baugenehmigungsverfahren
Für die Errichtung, die Veränderung oder den Abriss von Gebäuden benötigt man die schriftliche Erklärung der zuständigen Baubehörde.Bebauungsplan
Im Bebauungsplan werden durch die Gemeinde Vorgaben zur baulichen Gestaltung rechtlich verbindlich festgelegt. Dies kann z.B. die Art der Nutzung, die Anzahl der Stockwerke, die Wahl der Baustoffe, der Fensterformate, die Dachneigung betreffen. Der freien Gestaltung sind somit Grenzen gesetzt, da jedes Bauvorhaben von den gemeindlichen Baubehörden unter anderem auf die Einhaltung des Bebauungsplans geprüft wird.Behaglichkeit
Ausgewogenes Verhältnis zwischen Raumlufttemperatur, innerer Oberflächen-Temperatur (siehe Innere Oberflächen-Temperatur) von Wand, Decke, Boden und der relativen Luftfeuchte.Bekiesung
Zum Schutz vor Sonneneinstrahlung und zum Ausgleich hoher Temperaturdifferenzen im Sommer wird die Dachpappe auf Flachdächern mit Kies abgedeckt.Belastung
Im Umweltschutz spricht man von einer Belastung bei: Verschmutzung von Luft, Boden und Wasser, wodurch Mensch und Umwelt gegebenenfalls geschädigt werden können. In der Akustik spricht man von einer Belastung bei Lärm (Arbeitsplatzlärm, Gewerbelärm, Straßenverkehrslärm, Flugzeuglärm), der Mensch und Tier betrifft.Beschichtetes Glas
Doppelscheiben, von denen eine mit einer Metallfolie beschichtet ist, garantieren ein hohes Maß an Wärmedämmung. Besonders gute Dämmung wird erreicht, wenn der Zwischenraum mit einem Dämmgas gefüllt ist (siehe Isolierverglasung).Beton
Beton wird aus Zement, Sand, Kies oder Splitt sowie Wasser hergestellt (siehe Leichtbeton). Ausgangsstoffe für den Zement sind Kalk und Ton, die bei hohen Temperaturen gebrannt und anschließend fein gemahlen werden.Betondachsteine
Betondachsteine werden durch Mischen von Zement, quarzhaltigem Sand und Wasser hergestellt. Die Oberfläche der meisten Dachsteine aus Beton ist mit einer Acrylatbeschichtung auf Wasserbasis veredelt. In die Farbe eingebettet sind wiederum Eisenoxydpigmente und mineralische Füllstoffe.Betonfertigteile
Fertigteile aus Beton werden in einer Fabrik hergestellt, dort gelagert, auf die Baustelle geliefert und dann montiert. Aus großformatigen Fertigteilen werden Decken, Wände und Dächer hergestellt. Fertigteile aus gefügedichtem Leichtbeton haben ein geringeres Gewicht, lassen sich leichter transportieren, sind wärmedämmend und leichter zu bearbeiten (siehe Leichtbeton).Bewehrung
Die Einlagen im Beton werden Bewehrung genannt. Diese sind aus Stahl und je nach Anforderung als Stäbe, Geflecht oder Matte ausgebildet. Die Bewehrung erhöht deutlich die Belastbarkeit der damit ausgestatteten Bauteile (siehe Faserzement).Biogas-Anlagen
Biogas wird in Vergärungsanlagen aus landwirtschaftlicher Gülle, Haushalts-Biomüll oder organischen Reststoffen der Lebensmittelindustrie gewonnen.Biologie
Die Lehre vom Leben der Menschen, Tiere, Pflanzen und der Mikroorganismen. Sie umfasst die Lehre von chemischen und physikalischen Vorgängen in der belebten Natur sowie das Studium von Verhaltensweisen.Biomasse-Anlagen
Energie aus Biomasse wird durch Verbrennung aus natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. Hierbei wird nicht mehr CO2 freigesetzt, als zuvor durch das Wachstum der Pflanzen gebunden wurde. Als natürliche Energieträger bieten sich Reststoffe aus der Land- und Forstwirtschaft an, wie Stroh und Gülle.Biomassefeuerungsanlagen
Siehe Biomasse-Anlagen.Brennwerttechnik
Bei normalen Kesseln verdampft das im Brennstoff enthaltene Wasser und zieht durch den Schornstein ungenutzt ab. Der Brennwertkessel nutzt zusätzlich die Kondensationswärme und erhöht damit den Wirkungsgrad der Verbrennung von Heizöl und Heizgas. So erreicht der Brennwertkessel einen Wirkungsgrad von 104% (siehe Thermischer Wirkungsgrad). Da das Kondensat abfließen muss, benötigt der Brennwertkessel neben dem Schornstein auch einen WasserabflussC
CO2
Chemische Formel für das Gas Kohlendioxid. CO2 entsteht u.a. durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe (Öl, Benzin, Gas) und als Treibhausgas für die Erwärmung der Erdatomsphäre verantwortlich.D
Dacheindeckung
Zur Dachdeckung verwendete Materialien sind:- Betondachsteine: Sie bestehen aus einer Mischung von Portlandzement, quarzhaltigem Sand und Wasser. Die Oberfläche ist meist mit einer Acrylatbeschichtung versehen.
- Bleche sind teuer in der Anschaffung, aber äußerst haltbar und quasi wartungsfrei. Kupferblech erhält im Laufe der Zeit (durch Oxidation) seine charakteristische grüne Patina.
- Tondachziegel werden als klassisches Dachdeckungsmaterial seit etwa zweitausend Jahren verwendet. Sie bestehen aus dem heimischen Rohstoff Ton (siehe Tondachziegel).
- Faserzement: Synthetische oder auch pflanzliche Fasern werden mit Zement vermengt und anschließend zu Faserzementteilen geformt (siehe Faserzement).
- Kies wird auf Flachdächern mit Dachpappe zum Schutz vor Sonneneinstrahlung und zum Ausgleich hoher Temperaturdifferenzen aufgebracht.
- Reet besitzt zwar eine hervorragende Wärmedämmung, ist allerdings nur etwa 50 Jahre haltbar. Dächer aus diesem Material erfordern besondere Brandschutz- und Versicherungsmaßnahmen.
- Schiefer: Das graue Naturgestein besteht aus Glimmer, Quarz und Ton. Die Glimmerlagen geben auch hohen Umweltbelastungen, wie saurem Regen, keine Chance und machen Schiefereindeckung sehr widerstandsfähig. Da die Eindeckung jedoch aufwendig ist, ist sie mit hohen Kosten verbunden.
- Schindeln: Brettchen aus Tannen-, Lärchen- oder Fichtenholz, die auf Dachlatten genagelt werden
Dachdurchdringung
Die Dachdurchdringung ist die Stelle, an der Antennen, Kamine, Solar-Anschlussleitungen oder Entlüftungsrohre über die Dachfläche hinaus ins Freie gehen.Dachneigung
Die Dachneigung ist der Winkel zwischen Dach und horizontaler Linie des Hauses. Die Dachneigung wird in Grad oder Prozent angegeben. Von ihr ist das Dachdeckungsmaterial abhängig. Je flacher das Dach ist, desto dichter muss die Eindeckung sein, um zu verhindern, dass Wasser in die Unterkonstruktion eindringen kann.Dachüberstand
Der Dachüberstand ist der Teil des Daches, der über die Außenwand herausragt. Er bietet besonders der Fassade Schutz vor Witterungseinflüssen. Ist der Dachüberstand weit genug, kann u.U. auf Holzschutzmittel für Türen, Fenster, Balkone etc. verzichtet werden.Dampfdiffusion
Dampfdiffusion beschreibt die Wanderung des Dampfes durch einen Bauteil. Dampf wandert immer vom Warmen zum Kalten, also bei einem Haus von innen nach außen. Deshalb sollen Wände und Decken von innen dampfdichter sein als von außen (siehe Atmungsaktivität). Dampfdichte Baustoffe sind z.B. Glas, Stahl. Dampfdurchlässige Baustoffe sind z.B. Ziegel, Porenbeton, Leichtbeton.Dampfdiffusionswiderstand
Jedes Material setzt der Wanderung des Dampfes einen Widerstand entgegen. Er wird mit der dimensionslosen Größe j£ gemessen. Luft hat die Dampfdiffusionszahl ~ = 1; Dicht verschweißte Aluminiumfolie hat die Dampfdiffusionszahl ~ = 0;Dampfsperre
Diffusionsdichte Schicht zum Schutz von Bauteilen gegen eindringenden Wasserdampf.Dämmstoffe
Ein Dämmstoff ist ein Stoff mit wärme- und / oder schalldämmenden Eigenschaften. Bei allen Dämmstoffen muss die Baustoffklasse für das Brandverhalten angegeben werden (Brandschutz). Außerdem werden noch Wärmeleitwerte und Eignungsmöglichkeiten der jeweiligen Materialien ausgewiesen.- Mineralwolle: Mineralwolle wird in Stein- und Glaswolle unterschieden. Steinwolle entsteht durch Schmelzen und anschließendes Zerfasern verschiedener Gesteinsarten. Glaswolle besteht zu 60 Prozent aus Altglas. Unter Zugabe von Kunstharzen wird das Material abgebunden und erhält so seine Formbeständigkeit. Sie werden zu Platten, Rollen, Streifen, Matten oder Filzen gepresst und verfügen über sehr niedrige Wärmeleitwerte von etwa 0,035 W/qmK (Wärmeleitfähigkeit).
- Polystyrol-Hartschaum ist ein harter, zäher Schaumstoff, der in zwei Varianten erhältlich ist: als Partikelschaum (Styropor) oder als Extruderschaum. Styropor entsteht durch Aufschäumen von Polystyrolgranulat, das sich aufgrund der Wärmeentwicklung verklebt. Dämm-Material aus Polystyrol-Hartschaum wird in Plattenform geliefert, weist eine sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit von etwa 0,03 W/qmK auf und ist gesundheitlich weitgehend unbedenklich.
- Polyurethan-Hartschaum wird mit FCKW-freien Treibmitteln aufgeschäumt. Auch hier sind die Wärmeleitwerte sehr niedrig (0,02 bis 0,03 W/qmK), allerdings ist das Brandverhalten nur als durchschnittlich zu bewerten.
- Schaumglas besteht vorwiegend aus Quarzsand. Dieser wird gemahlen, mit Kohlenstoff vermischt und unter Hitze geschmolzen. Der oxidierende Kohlenstoff bildet Gasblasen, die das Glas aufschäumen. Das in Platten gelieferte Schaumglas ist extrem druckfest, praktisch diffusionsdicht und verfügt über eine niedrige Wärmeleitfähigkeit (0,045 W/mk). Es wird in die höchste Baustoffklasse A1, also nicht brennbar, eingestuft.
- Perlit ist ein Schüttdämmstoff, der aus vulkanischem Gestein hergestellt wird. Der Rohstoff wird gemahlen, erhitzt und unter Dampfentwicklung auf das etwa 20-fache seines ursprünglichen Volumens expandiert. Das körnige Material wird zur Dämmung von Decken und Fußböden als Schüttung eingesetzt oder in Form von Verlegeplatten als Trockenestrich verwendet. Die Wärmeleitfähigkeit liegt nur im mittleren Bereich (zwischen 0,1 und 0,05 W/qmK), dafür ist Perlit umweltverträglich und nicht brennbar.
- Blähton ist ein körniger Schüttdämmstoff aus Ton. Die Tonkügelchen werden gebrannt und dehnen sich während des Brennvorgangs so weit, dass die Oberfläche schmilzt und dadurch eine schützende Außenhaut bildet. Die so entstandenen feinporigen, festen und trotzdem leichten Tonperlen, verfügen über eine mittlere Wärmeleitfähigkeit (0,08 bis 0,2 W/qmK). Blähton ist unbrennbar und baubiologisch empfehlenswert.
- Zellulosedämmstoff wird aus Altpapier gewonnen. Unter Zugabe von Borsalzen, die gegen den Befall mit Bakterien schützen, wird das Altpapier zerkleinert und anschließend verdichtet. Der Dämmstoff wird entweder offen auf Decken aufgeblasen oder über einen Luftschlauch in Hohlräume eingeblasen. Zur Dämmung von Leichtbauwänden können die Zelluloseflocken auch feucht in die Gefache gesprüht werden. Die Wärmeleitfähigkeit des Zellulosematerials ist niedrig (0,045 W/qmK) und das Material baubiologisch unbedenklich. Zwar sind Zellulosedämmstoffe nicht brennbar, doch da sie im Brandfall verkohlen werden sie in die Baustoffklasse normal entflammbar eingestuft.
- Schafwolle aus 100 Prozent Schurwolle wird zu Dämm- und Isoliermatten verarbeitet. Um Schädlingsbefall vorzubeugen, wird das Wollfett ausgewaschen. Dämm-Matten aus Schafwolle eignen sich besonders zur Wärme- und zur Schalldämmung von Trennwänden, Zwischenböden und Decken. Schafwoll-Matten haben eine niedrige Wärmeleitfähigkeit von 0,04 W/qmK.
Dehnfugen
Wenn starre Materialien wie beispielsweise Beton oder Estrich beim Abbinden ihr Volumen verringern, führt dies zu Rissbildungen, wobei große und massige Bauteile von Rissbildung stärker betroffen sind. Diese Risse bedeuten unter Umständen eine statische Beeinträchtigung, gewiss aber eine Undichtigkeit. Um ein unkontrolliertes Reißen zu verhindern, werden Dehnfugen angeordnet (siehe Rissbildung).Dezibel
Dezibel ist die Maßeinheit für den vom menschlichen Ohr wahrnehmbaren Schalldruckpegel. Als Abkürzung für diese Einheit gilt dB(A). Wie viel Schall von Außenwänden oder anderen Gebäudeteilen geschluckt werden kann, drückt das Schalldämm-Maß aus, das ebenfalls in Dezibel angegeben wird.Druck
Der für den Hausbau relevante Druck ist der Luftdruck. Auf Wetterkarten wird der Luftdruck in Millibar angegeben. Den Druckausgleich verspüren wir als Wind. Die Windstärke wiederum ist der entscheidende Wert für Wärmebedarf eines Hauses. Je höher das Gebäude, desto stärker nimmt der Wind Einfluss auf den Wärmebedarf (siehe Fugendurchlasskoeffizient). Deshalb ist es schon bei der Planung wichtig zu beachten, wie das Haus steht und welche Außenwände zur Windseite zeigen.E
Einschalige Wand
Die einschalige oder auch monolithische Wand ist der klassische Wandaufbau, der Tragfunktionen, Statik, Schallschutz und Wärmedämmung in einem erfüllt. Die einschalige Wand wird vorwiegend aus Ziegelmauerwerk gebaut. Ökologisch ist die monolithische Wand nahezu ideal, weil sie aus nur einem Material besteht. Dies hat den Vorteil, neben guter Dampfdiffusion und einem idealen Raumklima auch im Falle eines Abrisses des Gebäudes problemlos wieder verwertbar zu sein. Mischmauerwerk oder mehrschichtiges Verbundsystem-Mauerwerk mit aufgebrachten Wärmedämmsystemen ist in der Entsorgung hingegen oftmals sehr kostenintensiv, da es als "Problemmüll" eingestuft werden muss (siehe Mischbauweise).Elektrische Wärmepumpenanlage
Siehe Wärmepumpe.Emission
Das Ablassen oder Ausströmen fester, flüssiger oder gasförmiger Stoffe aus Anlagen oder technischen Abläufen, welche die Luft, das Wasser oder andere Umweltbereiche verunreinigen. Hierunter wird auch die Freisetzung von Geräuschen und Erschütterungen sowie Licht-, Wärme- und radioaktiver Strahlung verstanden. Emissionen führen zu Immissionen (siehe Immission).Entlüftungsziegel (Entlüfter)
Entlüftungsziegel oder Entlüfter sind Dachziegel mit Lüftungsöffnungen. Sie werden in die Dachfläche eingebaut, wenn der First vermörtelt ist und gewährleisten eine ausreichende Hinterlüftung der Dachkonstruktion sowie den Transport von Schwitzwasser und Feuchtigkeit nach draußen.Engoben
sind natürliche und meistens farbige Tonschlämme, die vor dem Brennen auf Tondachziegel aufgesprüht werden und beim Brennvorgang eine unlösbare Verbindung mit dem Ziegel eingehen (siehe Tondachziegel). Engoben geben den sonst naturroten Tondachziegeln abriebfeste Oberflächen-Farben (Rotbraun, Kupferbraun, Schwarz, Grau etc.) und sind die "ökologische" Variante der Einfärbung von gebrannten Tondachziegeln. Durch ihre offenporige Struktur behält der Ziegel seine guten diffusionsoffenen Eigenschaften, wird aber widerstandsfähiger gegen sauren Regen, extreme Witterungen und UV-Strahlen. Der nächste Schritt zur Oberflächen-Veredelung von Tondachziegeln sind meist farbige Glasuren.Estrich
Der Estrich ist der maßgebende Teil des Fußbodenaufbaus. Er gleicht Höhendifferenzen der Rohdecke aus und bildet einen ebenen Untergrund für den abschließenden Bodenbelag. Es wird nach Baustellen- und Fertigteil-Estrichen unterschieden. Beide Systeme haben ein mineralisches Gerüst und werden nach der Art des jeweils verwendeten Bindemittels unterteilt:- Zement-Estrich besteht aus Zement, Wasser und Zuschlagstoff (Sand). Er wird bis zu einer Dicke von zehn Zentimetern aufgebracht, mit einer Richtlatte abgezogen und anschließend mit einem Reibebrett abgerieben. Bei größeren Flächen müssen Dehnfugen (siehe Dehnfugen) angeordnet werden.
- Anhydrit-Estrich setzt sich aus Anhydrit-Binder (Gips), Wasser und Zuschlagstoff, sowie Zementestrich zusammen. Beim Einsatz in Feuchträumen muss er aufgrund der hohen Wasseraufnahmefähigkeit des Anhydrits vor Feuchtigkeit geschützt werden.
- Gussasphalt-Estrich besteht aus Bitumen, Sand und Splitt als Zuschlagstoff sowie Füllstoffen. Er wird bei einer Temperatur von 220 bis 250 Grad Celsius eingebracht. Dieser Estrich ermöglicht geringe Einbaudicken und benötigt nur wenige Dehnfugen. Gussasphalt-Estrich ist feuchtigkeitsunempfindlich und kann nach dem Erkalten mit Belag versehen werden. Durch die hohen Einbautemperaturen können jedoch nicht alle Dämmstoffe eingesetzt werden.
- Alle Baustellenestriche lassen sich entsprechend der Art des Einbaus beziehungsweise des Aufbaus und der späteren Nutzung klassifizieren:
- Estrich auf Trennschicht bedeutet, dass zwischen Rohdecke und Estrich eine Trennschicht aus PE-Folie oder Bitumenpappe liegt.
- Schwimmender Estrich: unter dem Estrich liegt eine Dämmschicht. Sie werden durch einen Randdämmstreifen von den Wänden getrennt, wodurch keinerlei Verbindung zur Rohdecke und den Wänden (daher schwimmend) besteht.
- Heiz-Estrich ist ein beheizbarer schwimmender Estrich für den Einsatz bei Fußbodenheizungen.
- Fließ-Estrich nennt sich ein werkseitig vorgemischter Trockenmörtel auf Anhydritbasis, der aufgrund von werkseitig beigemischten Zusätzen plus Wasserzugabe auf der Baustelle eine fließfähige Konsistenz erhält. Fließestriche sind selbstnivellierend (d.h. sie verteilen sich selbsttätig gleichmäßig), wodurch das aufwendige Verteilen, Abziehen, Verdichten und Glätten der Estrichschicht entfällt.
- Fertigteil-Estriche, die zweite Gruppe der Estriche, wird auch als Trocken-Estrich bezeichnet und besteht aus vorgefertigten Platten oder Elementen, die auf der Baustelle miteinander verbunden werden. Übliche Materialien sind Gipsfaserplatten, Holzspanplatten und zementgebundene Platten, die eine schnelle Verlegung ermöglichen. Der Trocken-Estrich kann sofort mit einem Belag, wie Fliesen, Parkett oder Teppich versehen werden.
F
Faserzement
Faserzement ist ein künstliches Material, das aus pflanzlichen und glasigen (synthetischen) Faserstoffen besteht, dem steinige (mineralische) Bindemittel beigemengt werden. Es wird als Material für die Hausdacheindeckung und zur Wandverkleidung bei hinterlüfteten Fassaden verwendet. Faserzementplatten sind dicht, bruchsicher und leicht, aber nicht sehr alterungsbeständig.Feuchteabgabe
Die Diffusion herstellungs- oder witterungsbedingter, innerer Feuchte an die Oberfläche (siehe Baufeuchte).Feuchtepuffer
In einem Raum kann durch Duschen oder Kochen kurzzeitig hohe Raumfeuchte entstehen. Diese wird nicht sofort über Diffusion oder Lüftung abgebaut, sondern teilweise von Teppichen, Tapeten, Putzen, Möbeln etc aufgenommen. Da diese Feuchteaufnahme nur oberflächlich geschieht, wird die Feuchtigkeit bei nächster Gelegenheit durch Lüftung wieder an die Raumluft abgegeben.Feuchtesperre
Als Feuchtesperre wird üblicherweise eine auf dem Fundament verlegte Bitumenbahn verwendet. Sie funktioniert als Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit von unten ins Mauerwerk, was Schimmelpilze, Salpeter, Stockflecken und schadhaftes Mauerwerk zur Folge haben würde. Auf die Bitumenbahn wird in einem Mörtelbett die erste Lage Mauersteine (Ziegel, Porenbeton, Kalksandstein) gemauert. Bitumenpappe wird auch bei Wänden auf der Geschossdecke eingelegt sowie beim Einbau von Fenstern und Rollladenkästen.Feuerwiderstand
Baustoffe werden nach ihrem Brandverhalten in Feuerwiderstandsklassen eingeteilt. Dabei kann ein und derselbe Baustoff je nach seiner Verarbeitung und Dicke in verschiedene Feuerwiderstandsklassen eingestuft werden. Ziegel und Porenbeton-Bauteile sind z.B. in den Feuerwiderstandsklassen nicht brennbar, feuerbeständig und sogar hochfeuerbeständig zu finden.First
First heißt der obere Abschluss des Steildaches eines Hauses, an dem die geneigten Dachflächen in einer Linie zusammenstoßen. Damit keine Feuchtigkeit in den Dachraum eindringen kann, wird der First mit speziell geformten Firstziegeln abgedeckt. Gleichzeitig muss eine gute Dachentlüftung gewährleistet sein.Firstgratrolle
Die Firstgratrolle ist eine diffusionsoffene Kunststoffbahn zur Abdichtung des Firstes gegen Wasser und zur guten Entlüftung der Dachkonstruktion (siehe First).Flachkollektoren
Siehe Solaranlagen: Flachkollektoren.Frostgrenze
Eindringtiefe des Frostes in die Erde und in Bauteile bis zur Null-Grad-lsotherme. Die durchschnittliche Frosttiefe in Deutschland beträgt 80 cm, die maximale 1 m.Fugendurchlasskoeffizient
Er gibt an, wie dicht eine Fenster- oder Türfuge sein muss. Je stärker der Winddruck ist, dem die Fuge ausgesetzt ist, desto mehr Wärme geht durch eine undichte Fuge verloren. Da der Winddruck mit der Höhe des Hauses zunimmt, müssen die Fugen von hohen Häusern besser gedichtet sein als bei niedrigen Häusern (siehe Druck).Fußbodenheizungen im Trockenbau
Bei Fußbodenheizungen wird neben der systembedingt großen Wassermenge auch eine große Fläche aufgeheizt. Deshalb können diese Systeme i.d.R. nur langsam auf plötzliche Temperaturänderungen der Umgebung reagieren. Weniger stark wirkt sich dieser Effekt bei Fußbodenheizungen in Gebäuden mit Trockenbauweise aus. Sie reagieren rascher auf Temperaturveränderungen, weil hier der Estrich als Wärmespeicher wegfällt. Im Unterschied zu den klassischen Fußbodenheizungen werden, je nach Oberboden, statt des üblichen Fließ- oder Zementestrichs beispielsweise Trockenestrich-Elementplatten eingesetzt. Mit ungefähr 40 bis 60 mm inklusive Bodenbelag fällt die Aufbauhöhe deutlich niedriger aus als bei Systemen mit im Heizestrich integrierten Rohren.Fundament
Das Fundament trägt das darauf errichtete Bauwerk und verhindert, dass Erdbewegungen Risse im Mauerwerk verursachen. Es muss gegen Grund- und Sickerwasser geschützt sein und unterhalb der Frostgrenze des Erdreichs liegen, um ein Zusammenziehen bei Frost und eine Ausdehnung bei Tauwetter zu vermeiden (siehe Frostgrenze).G
Gaube
Ein Dachaufbau für ein stehendes Fenster ist eine Gaube (auch: Gaupe). Es gibt z.B. Fledermaus-, Satteldach-, Spitzdach- oder Walmdachgauben. Es ist zu bedenken, dass jeder zusätzliche Aufbau ohne geeignetes Deckmaterial komplizierte Eindeckungen nötig macht und einen Angriffspunkt für die komplexe Außenhaut darstellt.Gipsbauplatten
Gipsbauplatten werden als Baumaterial für nichttragende Innenwände oder zur Verkleidung bei Renovierung, Um- oder Ausbau verwand. Neben ihrer unkomplizierten Montage ohne Spezialwerkzeug bieten sie eine Reihe weiterer Vorteile: Sie können sofort gestrichen, tapeziert oder gefliest werden, erlauben eine flexible Raumgestaltung und auch die Aufnahme von Ver- und Entsorgungsleitungen ist möglich.Geothermische Anlagen
Die Erdwärme ist eine praktisch unerschöpfliche Energiequelle. Geothermische Anlagen nutzen die Erdwärme in der Regel zu Heizzwecken, aber auch zur Erzeugung elektrischer Energie. Eine in die Erde eingebrachte Sonde führt die Erdwärme zur Nutzung an die Oberfläche. Da die Temperatur der Erdkruste mit der Tiefe zunimmt, wird ab einer Sondentiefe von ca. 1000m keine Wärmepumpe mehr benötigt.Gesundheitsgefährdung
Eine Gesundheitsgefährdung kann passiv und aktiv hervorgerufen werden. Passiv: z.B. durch Einatmen von gasförmigen, gesundheitsschädlichen Stoffen sowie von fibrosen Feinstäuben, durch die Nahrungsaufnahme, durch radioaktive Strahlung, durch allgemeinen Lärm, durch den Straßenverkehr. Aktiv: z.B. durch Freisetzung von gesundheitsschädlichen Gasen, Lösungen und anderen Produkten, durch Gewaltanwendung. All diesen Faktoren ist gemeinsam, dass sie äußere und/oder innere Schäden am Körper des Menschen verursachen können.Gift
Unter Gift versteht man Stoffe, die im lebenden Organismus zu einer spezifischen Erkrankung (Vergiftung) mit Funktionsstörungen, bleibendem Gesundheitsschaden oder Todesfolge führen. Dabei ist die Gefahr, dass ein Stoff als Gift wirkt, in hohem Maße von der Dosis abhängig.Glasvorbauten
Verglaste Windfänge oder Wintergärten werden als Glasvorbauten bezeichnet. Werden sie beheizt, so geht aufgrund der generell geringen Wärmedämmeigenschaft von Glas viel Wärme verloren. Bleiben sie jedoch unbeheizt, fungieren sie als Dämmung und senken die Wärmeverluste der dahinter liegenden Räume und nutzen tagsüber den Treibhauseffekt (siehe Treibhauseffekt).Glasuren
Oberflächen-Glasuren bilden bei gebrannten Tondachziegeln eine glänzende Oberfläche. Sie bieten eine noch größere Resistenz der Dachziegel gegenüber aggressiven Umweltbelastungen, saurem Regen, Verschmutzungen (siehe Tondachziegel). Zudem verhindern sie eine schnelle Vermoosung und stoppen einen frühzeitigen Glanzabbau (siehe Engoben).g-Wert
Er gibt an, wie viel Energie durch eine Glasscheibe dringt und wird in Prozent angegeben. g = 100 % ist ein offenes, unverglastes Fenster, g = 0 % eine geschlossene Wand. Die g-Werte unterschiedlicher Glaskonstruktionen können zwischen 44 % und 82 % schwanken. Der g-Wert ist wichtig für die Berechnung des äquivalenten k-Wertes. Er berücksichtigt sowohl den Wärmeverlust als auch den solaren Wärmegewinn einer Verglasung.Grenzwert
Höchstgrenze für die als noch zumutbar erachtete und damit noch zulässige Schadstoffbelastungen der Umwelt und Belastungen des Menschen aufgrund gesundheitsgefährdender Einflüsse. Das Verfahren für die Festlegung von Grenzwerten ist ebenso umstritten wie viele Grenzwerte selbst, da z.B. Wissenschaftler unterschiedliche Einschätzungen der Schädlichkeit bestimmter Schadstoffe treffen.Grauwassernutzung
Grauwassernutzung ist die Wiederverwendung des Brauchwassers (Handwasch-, Dusch-, Bade- und Waschmaschinenwasser) zur Toilettenspülung, um Trinkwasser zu sparen. Das Brauchwasser fließt über die separate Zuleitung in einen Speichertank, in welchem die mitgeführten Schmutz- und Schwebstoffe durch ein Filtrationsverfahren mechanisch entfernt werden. Das so vorgereinigte Wasser wird dann in den Vorratsbehälter befördert, in welchem ein Tauchstrahler mit einer speziellen UV-Strahlung fotobiologische bzw. fotochemische Prozesse auslöst, die zur Abtötung vorhandener Bakterien führen. Ein selbstreinigendes System gewährleistet eine dauerhaft hohe Strahlungsintensität der UV-Lampe. Bei Betätigung der WC- und Urinalspülung wird das filtrierte und keimbehandelte Wasser durch eine elektronisch gesteuerte Pumpe automatisch über die separate Zuleitung in die Spülkästen nachgespeist. Sowohl der Speichertank als auch der Vorratsbehälter werden durch ein vollautomatisches Rückspülverfahren gereinigt.Grundwassergefährdung
Stoffe oder deren Reaktionsprodukte, die geeignet sind, das Grundwasser zu verunreinigen oder sonst wie in seinen Eigenschaften nachteilig zu verändern, stellen eine Grundwassergefährdung dar. Derart kontaminiertes Grundwasser entspricht nicht mehr den Anforderungen für Trinkwasser und kann nur noch als Brauchwasser benutzt werden.H
Heizkörperregelung
Große Gebäude, deren Teile unterschiedlich genutzt werden, unterteilt man zur wirtschaftlichen und energiesparenden Beheizung in einzelne Heizkreise. Hierbei hat jeder Heizkreis einen eigenen Vor- und Rücklauf vom Heizkessel zu den Heizkörpern und lässt sich getrennt regeln.Heizkostenabrechnung
Eine getrennte, verbrauchsorientierte Abrechnung ist bei Häusern mit mehreren Mietparteien vorgeschrieben.Heizzahl
Der Wirkungsgrad von Wärmepumpen wird in der Heizzahl angegeben. Physikalisch korrekt ist ein Wirkungsgrad stets kleiner als 100%. Eine Wärmepumpe gibt aber mehr Wärme ab, als in der zugeführten Energie vorhanden ist. Gibt sie 50% mehr Wärme ab, als in der zugeführten Energie enthalten ist, so ist die Heizzahl 1,5 (siehe Wärmepumpe).Hintermauerwerk
Beim zweischaligen Mauerwerk ist die hintere Mauer die tragende Wand, während die Vormauer (meist Klinkerziegel oder Verblender) den Witterungsschutz übernehmen. Zwischen beiden Wänden ist entweder ein Dämmstoff oder eine Luftschicht, die den Wärmeschutz übernimmt (siehe Kerndämmung).Hohlblocksteine
Großformatige Mauersteine mit großen Lochungen, beispielsweise aus Leichtbeton oder Kalksandstein. Da sie einen geringen Wärmeschutz bieten, werden sie üblicherweise nicht im Wohnungsbau verwendet.Holzschindeln
Schindeln aus natürlichem Holz zur Eindeckung von Gebäuden oder zur Verkleidung von Mauerwerk (auf Lattungen angebracht). Man findet sie vorwiegend im ländlichen Bereich bei Bauernhäusern, Almhütten, Ställen etc. Holzschindeln sind ein natürlicher Baustoff, aber bedürfen aufwendiger Pflege und Wartung, da sie schnell unter den aggressiven Einflüssen der Witterung leiden.Holzwoll-Leichtbauplatten
Holzwolle wird, mit einem Bindemittel versetzt, zu leichten Platten im Format 0,5 x 2 m und bis zu 10 cm Dicke gepresst. Diese Platten sind ausgezeichnet als Wärmedämmung und zum Verputzen geeignet. Sie sind leicht zu verarbeiten und zu befestigen und werden vor allem im Außen-, Keller- und Dachbereich verwendet.HülIfläche
Die Hüllfläche ist die Summe aller Böden, Decken, Dächer, Fenster und Außenwände, die ein Haus gegen Außenluft, Erdreich und unbeheizte Räume, (z.B. Keller, Garage) begrenzt.Hüttensteine
Aus körniger Schlacke und Bindemitteln hergestellte Bausteine.Hydrationswärme
Wärme, die in Putzen und Beton beim Abbinden des Zements durch den durch Wasserzusatz hervorgerufenen chemischen Vorgang der Hydration entsteht.hydrophob
Zu den hydrophoben Materialien zählen alle wasserabweisenden und nicht in wasserlöslichen Materialien, z.B. Lasuren, Imprägnierungen, Fluate, Schlämme und Zementfarben.hygroskopisch
Hygroskopische Baustoffe saugen Feuchtigkeit auf (speziell aus der Luft) und binden sie. Sie werden als Trockenmittel verwendet.I
Immission
Als Immission wird der Übergang bzw. die Einwirkung von Luftverunreinigungen oder anderen Emissionen auf Menschen, Tiere, Pflanzen und Sachgüter bezeichnet (siehe Emission). Die auf die Objekte einwirkenden Konzentrationen werden allgemein als Immissionskonzentrationen bezeichnet.Innenluft
Infolge des neuen Bewusstseins für die Notwendigkeit von Energiesparmaßnahmen wurden Fenster und Türen entwickelt, die so dicht schließen, dass im geschlossenen Zustand keinerlei Luftaustausch mehr stattfindet. Wird nicht ausreichend gelüftet, können sich in der Innenluft der Raumes deshalb Schadstoffe wie Chemikalien, Gase, Krankheitserreger und Rauch in so hohen Konzentrationen anreichern, dass sie unter Umständen gesundheitsschädlich wirken.Innenputz
Innenputze haben eine glatte Oberfläche, sind durchlässig für Wasserdampf und geeignet für Innenanstriche sowie für das Anbringen von Tapeten. Der übliche Innenputz besteht aus einem Spritzbewurf, dem Unter- und dem Oberputz. Alternativ zum Verputzen können Gipskartonplatten verwendet werden, die wesentlich sauberer in der Verarbeitung sind und ein sofortiges Weiterarbeiten ermöglichen.Infrarotheizung
Es gibt elektrische und Gas-Infrarotstrahler. Die Infrarotstrahlen wärmen, ohne die Luft aufzuheizen. Ihr Haupteinsatz liegt in Industrie und Gewerbe.Innere Oberflächen-Temperatur
Sie ist relevant für das thermische Behaglichkeitsgefühl eines Menschen. Selbst eine sehr hohe Lufttemperatur von über 25 Grad Celsius reicht nicht aus, wenn man sich in der Nähe eines schlecht gedämmten Fensters oder einer schlecht gedämmten Wand aufhält. Die innere Oberflächen-Temperatur eines schlechten Dämmstoffs ist sehr viel niedriger als die Raumluft-Temperatur. Die Folge: Die kalte Fläche entzieht dem Menschen Wärme. Bei einer sehr gut gedämmten Außenwand ist die innere Oberflächen-Temperatur sehr nahe der Raumlufttemperatur.Interner Wärmegewinn
Zahlreiche Geräte und Lampen verbrauchen Energie, die zunächst einmal nicht zur Heizenergie gerechnet wird, sich aber in Wärme verwandelt, welche dann das Haus beheizt. Bei gut gedämmten Passiv-Häusern (siehe Passiv-Haus) ist dieser interne Wärmegewinn sehr hoch. Er wird nach der neuesten Wärmeschutzverordnung deshalb auch berücksichtigt.Isolierverglasung
Mit Isolierverglasung ist im Allgemeinen eine Mehrfachverglasung gemeint, die den Wärmeabfluss zwar hemmt, nicht aber verhindern kann. Isolierverglasung hat eine bessere Wärmedämmung als Einzelscheiben. Die Wärmedämmung lässt sich verbessern durch die Zahl der hintereinander angebrachten Scheiben, den Abstand der Scheiben zueinander, eine Beschichtung der Scheiben und eine Gasfüllung der Scheibenzwischenräume. Dreifachscheiben, bei denen zwei Scheiben beschichtet (siehe auch Reflexion) und beide Zwischenräume mit Dämmgas gefüllt sind, erreichen einen k-Wert (siehe k-Wert) von 0,8 oder sogar 0,7. Mitunter kann der k-Wert sogar negativ sein (siehe negativer k-Wert).Isolierglas
Doppelscheiben werden häufig Isolierscheiben genannt. Physikalisch ist dieser Ausdruck nicht korrekt, da selbst Doppel- und Dreifachscheiben die Wärme nicht isolieren, sondern nur dämmen.Isolierung
Wärme lässt sich nicht isolieren, sondern nur dämmen. Isolieren lassen sich Wasser oder elektrischer Strom.J
Jahresheizwärmebedarf
Die neue Wärmeschutzverordnung beschränkt nicht nur die k-Werte der einzelnen Bauteile, sondern zusätzlich den zulässigen jährlichen Heizwärmebedarf. Sie berücksichtigt nicht nur die Wärmeverluste, sondern auch die Wärmegewinne aus Solarwärme und internen Wärmequellen, wie Licht, Elektrogeräten, Warmwasser (siehe interner Wärmegewinn). Zum Nachweis der Entsprechung der Wärmeschutzverordnung genügt eine theoretische Berechnung.K
Kalksandstein
Kalksandstein wird unter Einsatz geringen Energiebedarfs aus den natürlichen Rohstoffen Kalk, Sand und Wasser hergestellt. Es gibt verschiedene Rohdichten und Druckfestigkeitsklassen für tragendes und nichttragendes Mauerwerk, vom Kleinformat über den großformatigen Systembau bis zu vorgefertigten Mauertafeln. Mit Handvermauerung oder Versetzhilfen kann das Kalksandstein-Mauerwerk rationell und kostengünstig errichtet werden.Kapillarität
Zahlreiche Baustoffe (Ziegel, Beton, Kalksandstein, Holz, Dämm-Materialien, Natur- und Kunststein) enthalten Kapillaren genannte Poren, die Feuchtigkeit aufnehmen und weiterleiten können. Aufgrund dieser Kapillarität zeigen diese Stoffe hygroskopische (siehe hygroskopisch) Eigenschaften. Sie sind atmungsaktiv, dampfdurchlässig und diffusionsfähig. Glas und Metall hingegen wirken wie Dampfsperren und lassen den Wasserdampf kondensieren (siehe Kondensation).Kelvin
Maßeinheit der absoluten Temperaturskala (K), benannt nach dem britischen Physiker Sir William Thonwon, Lord Kelvin of Largs. 0 Grad K = -273,15 Grad C. Wird in der Physik zum Berechnen von Temperaturdifferenzen benutzt.Kerndämmung
So heißt die Dämmschicht zwischen zwei Mauern, z.B. beim "zweischaligen Mauerwerk", das ein Hintermauerwerk mit Klinkerverblendung besitzt (siehe Hintermauerwerk; siehe Verblendmauerwerk). Zwischen diesen beiden Wänden befindet sich die Kerndämmung. Als Dämm-Material kommen Stein- oder Mineralwollplatten oder entsprechendes Schüttgut in Frage.Klebemörtel
Der mörtelartige Kunststoffkleber erlaubt das Verlegen von Fliesen, Natur- und Kunststeinen u.a. in einem vollständigen Bett, das auch Unebenheiten des Untergrunds ausgleicht. Gipsputze erhalten vor dem Mörtelauftrag eine Spezialgrundierung. Im Außenbereich oder bei ständig feuchten Flächen muss der Klebemörtel mit Zement versetzt werden.Klimatisieren
Luftheizungen lassen sich als Klimaanlage ausbauen. Zur Klimatisierung gehört die Filterung der Luft, die Regelung der Luftfeuchte und gegebenenfalls die Kühlung der Luft.Klinker
Klinker sind Ziegel, die bei besonders hohen Temperaturen gebrannt wurden und sich deshalb durch Härte und Dichtigkeit des Materials auszeichnen. Ihre Beständigkeit gegen Verwitterung begünstigt die Verwendung als Verblendmauerwerk (siehe Verblendmauerwerk). Als Vormauersteine können sie mit Mörtel direkt mit der Hausmauer verbunden werden. Klinker kann man aber auch als zusätzliche Schale mit einer etwa 6 cm dicken Luftschicht zwischen der Hausmauer und dem Verblendmauerwerk einsetzen. Wichtig ist, dass Öffnungen unten und oben im Verblendmauerwerk eine ausreichende Hinterlüftung ermöglichen. Klinker sind in Farbabstufungen von rot über braun bis violett erhältlich. Die Farben sind lichtbeständig, die unterschiedlichen Strukturen, besonders bei Handformsteinen, eröffnen individuelle, reizvolle Gestaltungsmöglichkeiten.Koeffizient für solaren Wärmegewinn
Die Wärmeschutzverordnung berücksichtigt die solar erzeugte Wärme. Sie schreibt vor, mit welchem Wärmegewinn jeweils bei Süd-, Ost-, West- und Nordfenstern gerechnet werden kann. Die anzusetzenden Wärmegewinne werden in der neuen Wärmeschutzverordnung durch Koeffizienten ausgedrückt.Konterlattung
Die Konterlattung ist bei einer Verkleidung der Wand oder Decke mit Bauplatten oder ähnlichem unbedingt erforderlich, um für eine Hinterlüftung zu sorgen und um eventuelle Unebenheiten ausgleichen zu können. Die Quereinlattung zum Einhängen der Dachpfannen heißt im Allgemeinen Sprachgebrauch auch Konterlattung.Kondensat
Kondensat aus der Luft:Trifft warme Luft auf kühlere Flächen, schlägt sich die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit an den Flächen als Kondensat nieder. Allgemein wird häufig der Begriff "Schwitzwasser" verwendet. Kondensat beim Heizen:
Zur Erhöhung der Energieeffizienz wird heute den Abgasen der Heizkessel Wasser (Kondensat) entzogen (siehe Brennwerttechnik)
Kondensation
Trifft feuchte, warme Luft auf kältere Flächen, schlägt sich die Feuchtigkeit nieder. Besonders gefährdete Räume sind Bad und Küche. Der Grad der Kondensation kann durch die Auswahl von Baustoffen mit hoher Atmungsaktivität gering gehalten werden (siehe "Atmende" Baustoffe). Besonders in der Heizperiode sollte man auf Kondensatbildung vor allem an den kühleren Außenwänden und in Zimmerecken achten, um Feuchtigkeitsschäden, evtl. durch Wärmebrücken (siehe Wärmebrücke), frühzeitig zu erkennen. Im Normalfall genügt es, täglich drei- bis viermal kräftig zu lüften.Kondensationsschäden
Bei einem falschen Wandaufbau kann die Feuchte in oder auf der Oberfläche der Bauteile kondensieren. Als Folge lässt die Dämmwirkung nach, die Feuchtigkeit ist Nährboden für Schimmelbildung und die Feuchte kann zum Zersetzen des Baustoffes führen. Regelmäßiges Lüften genügt im Allgemeinen zur Verhinderung von Kondensationsschäden.Konvektion
Im Unterschied zu Heizkörpern, die Wärme passiv abstrahlen, gibt es die Möglichkeit, die Raumluft aktiv am Heizkörper vorbeizuleiten. Durch Umwälzung der Raumluft wird dann der ganze Raum erwärmt. Voraussetzung für die Wirkung der Konvektion ist, dass Konvektoren unterhalb der Fenster oder in einem Schacht unterhalb der Balkon- oder Terrassentür angebracht werden. Nur dann nimmt die aufsteigende Warmluft die durch die Glasflächen einfallende kalte Luft mit nach oben und erwärmt sie zugleich.Konvektorheizung
Heizungen, die den überwiegenden Teil ihrer Wärme durch Konvektion abgeben (s.o.).Künstlicher Baustoff
Alle bekannten Außenwand-Baustoffe werden aus natürlichen Rohstoffen hergestellt. Durch Zuführung von Energie und den dabei ablaufenden chemischen Reaktionen entfernt sich der natürliche Rohstoff von seiner Ausgangsbasis und ist dann als künstlicher Baustoff einzuordnen.k-Wert
Der Wärmedurchgangskoeffizient oder k-Wert dient der Beurteilung der Wärmedämmfähigkeit eines Bauteiles. Er wird zum Nachweis der Wärmeverluste eines Gebäudes herangezogen. Der k-Wert gibt an, wie groß die in Watt gemessene Wärmemenge ist, die durch einen Quadratmeter Wandfläche innerhalb einer Stunde tritt, wenn die Lufttemperatur zu beiden Seiten der Wand sich um ein Grad Celsius unterscheidet. Je kleiner der k-Wert, umso besser der Wärmeschutz und umso geringer die Heizkosten (siehe Passiv-Haus). Wenn ein Bauteil mehr Wärme aufnimmt als abgibt, ist der k-Wert negativ (siehe negativer K-Wert).kWh
Kilowattstunde, gibt den Energieverbrauch in Kilowatt pro Stunde an.kWp
kilo Watt peak: Mit kWp wir die Leistung einer Photovoltaik-Anlage angegeben. Mit den derzeit handelsüblichen Photovoltaik-Anlagen erreicht man in Deutschland einen durchschnittlichen jährlichen Energieertrag von ca. 700-800 kWh pro kWp installierter Photovoltaik-Leistung. Mit einer 3-kWp-Anlage können also pro Jahr etwa 2.100 - 2.400 kWh Strom erzeugt werden.kW
Kilowatt ist der Wert zur Bemessung der Energieleistung eines Heizkessels oder eines elektrischen Gerätes.L
Lambda
Die wichtigste Größe zur wärmetechnischen Beurteilung von Außenwänden ist neben dem Wärmedurchgangskoeffizienten (k-Wert) die Wärmeleitzahl Lambda. Lambda gibt an, welche Wärmemenge in Watt stündlich durch einen Quadratmeter einer 1 Meter dicken Materialschicht geleitet wird, wenn beide Oberflächen einen Temperaturunterschied von einem Grad Celsius aufweisen. Je niedriger der Wert ist, desto besser ist der Wärmeschutz.Lehm
Lehm ist nach Holz einer der ältesten Bauwerkstoffe. Er besteht aus Tonerde und Sand sowie feinen Gesteinsteilen. Aus gebranntem Lehm entstehen Ziegel oder TondachziegelLeichtbetonblocksteine, -vollsteine
Ein aus Bims, Schlacke, Blähton und Ziegelsplitt gefertigter Stein. Seine feinen Poren begünstigen die Wärmedämmung, sein geringes Raumgewicht ermöglicht das Verbauen in großen Blöcken. Hohlblocksteine haben zwei oder drei Luftkammern und können bei Innen- oder Außenmauern verbaut werden. Je nach Druckfestigkeit sind sie auch für Tragemauern geeignet. Vollsteine verwendet man bei Tragemauern und nicht tragendem Mauerwerk sowie im Fachwerkbau und zum Ausgleich bei Mauerwerk aus Hohlblocksteinen.Leichtbauplatten
Die in der Hauptsache aus Bims- oder Gasbeton, Holzfasern, Holzspänen, Holzwolle, Hartschaum sowie Gips und Karton bestehenden Platten mit geringem Raumgewicht werden für Verkleidungen, Dämmungen und Zwischenwände ohne Tragefunktion verwendet.Leichtbaustoffe
Die Verwendung von Leichtbaustoffen verringert den Materialaufwand und hilft so, die Baukosten zu senken. Ein weiterer Vorteil ist die gute Wärmedämmeigenschaft, ein Nachteil allerdings ist die schlechte Schalldämmung. In der modernen Bautechnologie werden Leichtbaustoffe eingesetzt, ohne dadurch Statik und Stabilität des Bauwerks zu beeinflussen. Zu den tragfähigen Materialien zählen u.a. Bims, Porenziegel und Gasbeton.Leichtbeton
Dem Leichtbeton verleihen seine vielen Lufteinschlüsse ein besonders leichtes Gewicht. Lufteinschlüsse können durch Zuschlagstoffe wie Bims, Blähton oder Blähschiefer erzielt werden (siehe Zuschlagstoffe).Haufwerksporiger Leichtbeton
wird vorwiegend zu Betonwaren und Fertigteilen wie Hohlblocksteinen, Wandbauplatten verarbeitet.Porenbeton
wird z.B. als Gasbeton und Schaumbeton zu wärmedämmenden und frostbeständigen Deckenplatten verarbeitet.
Gefügedichter Leichtbeton
mit porigen Zuschlägen wird z.B. als Stahl- und Spannleichtbeton im konstruktiven Ingenieurbau verwendet.
Leichtmauermörtel
Ein spezieller Mauermörtel mit porösen Zuschlägen, der die Wärmedämmung des Mauerwerks verbessert.Leichtziegel
Zur Gruppe der Leichtziegel zählen Porenziegel (porosierte Ziegel) sowie Hochlochziegel.Luft
Je nachdem, woher sie kommt, wohin sie geht, was mit ihr gemacht wird, wie ihre Beschaffenheit ist etc. wird Luft unterschiedlich benannt.- Außenluft: Aus dem Freien einströmende Luft.
- Abluft: Aus dem Raum abströmende Luft.
- Zuluft: Dem Raum zuströmende Luft.
- Fortluft: Die ins Freie abgeführte Luft.
- Umluft: Abluft, die als Zuluft wieder verwendet wird.
- Raumumluft: Die zum Zwecke der Luftbehandlung im Raum über ein Gerät geführte Luft.
- Mischluft: Luft verschiedenen Ursprungs, zum Beispiel Außen- und Umluft.
- Frischluft: Nicht regelgerechte Bezeichnung von Außenluft.
- Luftbehandlung: Technisch erzwungene Veränderung des Zustandes der Luft, z. B. Temperatur, absolute Feuchte, Staubgehalt, Keimzahl.
- Filtern: Abscheiden von Luftverunreinigungen aus Luftströmen.
- Heizen/Kühlen: Zu- bzw. Abführen von sensibler Wärme.
- Befeuchten/Entfeuchten: Erhöhen/Verringern der absoluten Feuchte.
- Wärmerückgewinnung: Maßnahme zur Nutzung des Energiegehaltes eines Luftstromes. Der Fortluft wird Wärme entzogen. Damit wird die Außenluft vorgewärmt.
Lüftung
Lüftung ist erforderlich zum Austausch verbrauchter gegen frische Luft. Die relativ hohe Luftfeuchte kalter Luft wird durch Erwärmung herabgesetzt. Beim Lüften von kalten Räumen im Sommer schlägt sich warme Außenluft als Tauwasser an Wänden, Boden und Decke, sowie an Gegenständen nieder. Deshalb sollte Kellerräume bei hoher Außenlufttemperatur und hoher Luftfeuchte nicht gelüftet werden.Lüftungswärmebedarf
Wärme, die notwendig ist, um im Winter die kühle Frischluft auf Raumtemperatur aufzuwärmen. Der Lüftungswärmebedarf lässt sich durch die Wärmerückgewinnung (siehe Wärmerückgewinnung) wesentlich senken.M
Massivbauweise
Unter Massivbauweise versteht man das Bauen mit Beton- und Leichtbetonfertigteilen, Transportbeton und Mauerwerk aus Ziegel, Kalksandstein, Beton- und Leichtbetonsteinen. Gebäude in Massivbauweise haben eine lange Lebensdauer sowie eine hohe Wertbeständigkeit.Mechanische Lüftung
Um den Lüftungswärmebedarf zu senken, wurden mechanisch betriebene Lüftungssysteme, zum Teil mit Wärmerückgewinnung, entwickelt. Da die Mechanik jedoch ihrerseits elektrische Energie kostet, begrenzt die Wärmeschutzverordnung den zulässigen Stromverbrauch solcher Anlagen (siehe Wärmerückgewinnung).Mehrfachscheiben
Um die schlechten Dämmeigenschaften von Glas auszugleichen, ist mindestens eine Doppelverglasung vorgeschrieben. Spitzenwerte lassen sich mit einer Kombination aus Dreifachverglasung, Beschichtung und Dämmgas erreichen (siehe Isolierverglasung).Mischbauweise
Bei einem in Mischbauweise gefertigten Haus bestehen die Bauteile des Rohbaus aus verschiedenen Baustoffen. Wenn die Baustoffe nicht exakt aufeinander abgestimmt sind und insbesondere die Verbindungen der verschiedenen Materialien nicht fachgerecht ausgeführt werden, können Baumängel oder Bauschäden die Folge sein. Es besteht auch die Gefahr der Entstehung von Wärmebrücken (siehe Wärmebrücke), Rissen, Putzabplatzungen, Feuchtstellen und Schimmel, da alle Bauteile verschiedene bauphysikalische Eigenschaften haben und sich im Lauf der Zeit anders verhalten können. Es ist deshalb ratsam, das ganze Haus, zumindest aber die Wände, immer aus nur einem Baustoff zu fertigen (siehe einschalige Wand).Mitbauhaus
siehe Ausbauhausmonolithisches Mauerwerk
siehe einschalige WandMörtel
Mörtel ist ein Gemisch aus Sand und Bindemittel (Kalk oder Zement), das unter Zusatz von Wasser angerührt wird. Verarbeitet wird Mörtel bei Mauerwerk, Estrich und Putz. Mauermörtel (Fugenmörtel) stellt zwischen den einzelnen Mauersteinen (Ziegel) eine auf Druck und Biegung belastbare Verbindung her und gleicht Unebenheiten der Mauersteine aus.N
Nachtspeicherofen
Siehe Speicherheizgeräte.Nachweisgrenze
Grenze, bis zu der ein Stoff, eine Strahlung oder eine Veränderung exakt nachweisbar ist. Lässt sich etwas nicht exakt nachweisen, so bedeutet es nicht, dass es nicht vorhanden ist. Die Nachweisbarkeit hängt unmittelbar vom stand der technischen Möglichkeiten ab. Deshalb ist es oftmals nur eine Frage der Zeit, bis auch Stoffe nachweisbar sind, die heute noch nicht messbar sind.Natürlicher Baustoff
siehe: künstlicher Baustoff.Negativer k-Wert
Der k-Wert gibt den Wärmeverlust an (siehe k-Wert). z.B. bei Südfenstern ist bei einigen Glaskonstruktionen der Wärmegewinn des Fensters höher als der Wärmeverlust (siehe Isolierverglasung). In diesem Fall ist der k-Wert negativ (siehe Passiv-Haus).Neubau-Feuchte
siehe: Baufeuchte.Neutralisation
Bei Brennwertkesseln wird ein Teil der im Abgas enthaltenen Schadstoffe im Kondensat festgehalten. Deshalb wird das Kondensat noch im Kessel neutralisiert, d.h. von den Schadstoffen befreit. Erst danach darf das Kondensat in den Gully abgeleitet werden (siehe BrennwerttechnikNiedertemperaturheizung
Heizung mit einer oberen Vorlauftemperatur von 55 Grad Celsius. Dies führt zu geringeren Wärmeverlusten der Heizelemente.Niedertemperatur-Heizkessel
Siehe Niedertemperaturheizung.Niedrig-Energie-Haus
Der Heizwärmebedarf, der benötigt wird, um ein Gebäude auf einer gewünschten Temperatur zu halten, muss mindestens 25 Prozent unter den Vorgaben der Wärmeschutzverordnung liegen (siehe Wärmeschutzverordnung). Diese Verordnung schreibt einen Jahres-Heizwärmebedarf von maximal 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter vor. Demnach dürfen Niedrig-Energie-Häuser nur 75 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter im Jahr verbrauchen.O
Oberflächentemperatur
siehe: Innere Oberflächentemperatur.Ökobilanz
Die Ökobilanz berücksichtigt möglichst umfassend die Umweltauswirkungen von Produkten, Produktgruppen, Systemen (auch Bausystemen), Verfahren oder Verhaltensweisen. Sie dient dem Vergleich funktionell äquivalenter Produkte und ist Basis für die Verbesserung der Umwelteigenschaften (wie auch von Baumaterialien) und bietet Entscheidungshilfe für umweltpolitische Maßnahmen.Ökologie
Wissenschaft, die sich mit den Wechselbeziehungen der Organismen und ihrer unbelebten und belebten Umwelt befasst sowie mit dem Soff- und Energiehaushalt der Biosphäre und ihrer Untereinheiten (z.B. Ökosysteme).Ortbeton
Ortbeton wird auf der Baustelle, also vor Ort, gemischt (siehe Beton). Als Frischbeton gelangt er dort in seine endgültige Lage und härtet aus. Nach dem Erhärten wird ausgeschalt und die Wand steht fertig da (Gegensatz siehe Transportbeton).P
Passivhaus
Das Besondere an einem Passivhaus ist, dass durch höchste Qualität von Gebäudehülle und Haustechnik der Wärmebedarf so weit verringert wurde, dass neben einer hoch effizienten Wärmerückgewinnung durch ein komfortables Lüftungssystem die kostenlosen Energiebeiträge ausreichen, um das Gebäude angenehm warm zu halten. Kostenlose Energiebeiträge sind: Eingestrahlte Sonnenenergie, Eigenwärme der Personen im Haus, Wärmeabgabe von Räumen und Geräten. Der geringfügig verbleibende Heizwärmebedarf kann über eine Nacherwärmung der Zuluft oder durch gespeicherte Sonnenwärme gedeckt werden. Die folgenden, wesentlichen Merkmale eines Passivhauses genügen, um den Passivhaus-Standard zu erreichen:Passivhäuser sind optimal nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet: das bedeutet, dass große Fenster nach Süden zeigen, um möglichst viel Sonnenenergie im Winter einzufangen, kleine Fenster kommen nach Norden und werden eventuell sogar noch mit besserer Wärmeschutzverglasung ausgestattet (siehe Isolierverglasung).
Passivhäuser sind "supergedämmt" mit extrem niedrigen Wärmedurchgangskoeffizienten (siehe k-Wert) für alle Außenbauteile (Bodenplatte, Kellerdecke, Außenwände, Fenster, Türen und Dach). Wenn mit zusätzlichen Dämmstoffen gearbeitet wird, sind diese zwischen 25 und 40 cm und wärmebrückenfrei sowie luftdicht.
Dreifachverglasungen mit zwei Beschichtungen sorgen für passiv solare Gewinne, welche die Wärmeverluste sogar in den Wintermonaten übersteigen (siehe negativer k-Wert).
Eine Komfortlüftung (automatische Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung) holt 80% der Wärme aus der verbrauchten Luft wieder zurück (z.B. aus dem Bad, dem Wohnzimmer, der Garage, dem Keller etc.) und sorgt zugleich für immer frische Zuluft von außen im ganzen Haus (siehe Wärmerückgewinnung).
Im Vergleich zu Häusern im Bestand, die im Jahr nicht selten bis zu 400 kWh Heizwärme pro Quadratmeter Wohnfläche benötigen, oder auch modernen Niedrig-Energie-Häusern mit einem Bedarf von weniger als 70 kWh/(m2a) beläuft sich der zusätzliche Heizwärmebedarf für ein Passivhaus auf maximal 15 kWh/(m2a).
Da beim Passivhaus damit auf den Einbau einer herkömmlichen Heizung verzichtet werden kann, werden die beim Bau höheren Kosten für die besondere Wärmedämmung, eine Lüftungsanlage und die Solarwärmenutzung zum Teil kompensiert (siehe Solaranlagen). Außerdem macht sich die anfängliche Mehrinvestition im Laufe der Jahre durch die eingesparten Heizkosten bald bezahlt. Zugleich verringert sich die Umweltbelastung durch weniger Verbrauch von fossiler oder anderer Energie und durch weniger Ausstoß von Heizabgasen.
Das Passivhaus ist eine Weiterentwicklung des Niedrig-Energie-Hauses und bietet kostengünstiges, umweltfreundliches und behagliches Wohnen.
Photovoltaik-Anlagen
Siehe Solaranlagen: Photovoltaikanlagen.Plansteine (Porenbeton)
Die Porenbetonsteine (siehe auch unter Leichtbeton) werden mit Dünnbettmörtel versetzt. So entstehen Mörtelfugen von etwa 1 mm bis 3 mm Dicke, die für eine bessere Dämmung gegenüber einer Vermauerung in Normal- oder Leichtmauermörtel sorgen.Planziegel
Planziegel sind gebrannte Tonziegel, die an beiden Auflageflächen (oben und unten) millimetergenau plangeschliffen werden. Sie werden mit Dünnbettmörtel verarbeitet. Der Mörtel wird mit einer Mörtelwalze aufgetragen oder die Ziegel werden in einer Mörtelwanne einzeln in den Mörtel eingetaucht. Die Fugen eines Planziegel-Mauerwerks sind nur ca. 1 mm dick.Planziegelmauerwerk
Planziegel können schneller und einfacher verarbeitet werden als normales Mauerwerk. Die bautechnischen Vorteile liegen in der guten Wärmedämmung der kompakten Wand, einer hohen Druckfestigkeit sowie der nahezu trockenen Bauweise und der deswegen sehr geringen Bau-Feuchte. Da ca. 90 % des Mörtels gegenüber herkömmlichen Mauern eingespart werden, wird kein Mörtelsilo benötigt.Planfüllziegel
Planfüllziegel sind im Planziegelverfahren (siehe oben) hergestellte Mauerziegel mit Hohlräumen. Die Ziegel werden im Planziegelmauerwerk (siehe oben) ganz normal mit dem anderen Mauerwerk vom Maurer verarbeitet und anschließend mit Beton verfüllt. Das kann beim Betonieren der Decke erfolgen. Planfüllziegel eignen sich zur Erstellung von Schallschutzwänden, Haustrennmauern (Doppel- u. Reihenhäuser) oder bei schallschützenden Treppenhaus-Ummauerungen.Plattenheizkörper
Flache Heizkörper, die mittels Konvektion (siehe Konvektion) heizen.Porenbeton
siehe: Leichtbeton.siehe: Plansteine.
R
Radon
Das Edelgas Radon entsteht aus zerfallendem Radium. Der Ausgangsstoff Radium findet sich im Boden und in vielen Baustoffen. Er gelangt über Risse, Leitungen und Fugen ins Haus und damit in die Atemluft. Da eine erhöhte Radonkonzentration eine Lungenkrebserkrankung verursachen kann, sollte man auf die Auswahl von Baustoffen mit geringem Radiumgehalt achten und vor allem immer für gute Lüftungsmöglichkeiten sorgen.Reaktionszeit
In der Wärmetechnologie: Zeitraum zwischen Einschalten eines Wärmeerzeugers und dem Spürbarwerden der Wärme. Luftheizungen wie Autoheizungen haben eine kurze Reaktionszeit. Speicherheizungen wie Kachelöfen haben eine lange Reaktionszeit.Reduktionsfaktoren
Die Wärmeschutzverordnung beschränkt auch den k-Wert (siehe k-Wert) von Decken unter unbeheizten Dachräumen und über unbeheizten Kellern. Bei der Berechnung des jährlichen Heizenergiebedarfes darf jedoch der anzusetzende Wärmeverlust dieser Decken durch einen Reduktionsfaktor vermindert werden. Mit diesem Faktor berücksichtigt die Wärmeschutzverordnung die Temperaturen in unbeheizten Dachräumen und Kellern, die im Winter stets höher liegen als die Außenlufttemperatur.Reflexion
Zurückwerfen von Strahlung. Eine Spezialbeschichtung auf Fensterscheiben - eine hauchdünne Metallschicht - reflektiert die Wärmestrahlen, die von innen nach außen strahlen. Durch dieses Verfahren wird der Wärmeverlust durch Fenster deutlich gesenkt (siehe auch Isolierverglasung).Rissbildung
Damit Mauerwerk nicht durch Witterungseinflüsse geschädigt werden kann, muss man immer auf rissfreien Putz achten. Risse entstehen durch Bau- und Planungsfehler.Setzrisse entstehen aufgrund von Setzung einzelner Gebäudeteile. Die Ursache liegt bei einer mangelhaften Ausführung oder gar Planung des Fundaments. Setzrisse treten auch in ehemaligen Bergbaugebieten auf.
Wurden bei der Planung nicht ausreichend oder an den falschen Stellen Arbeits- oder Dehnfugen berücksichtigt, kann es durch Bewegungen in der Bausubstanz zu Rissen kommen.
Wurden Fugen nicht oder mit zu schmalen Fugendeckstreifen überklebt, kann es zu Rissen kommen.
Wenn Putz oder Mörtel in Fugen zu schnell abbinden, kann es zum Schwinden des Materials und damit zu Rissen führen.
Stoßen Baustoffe mit unterschiedlichem Ausdehnungsverhalten bei Temperaturschwankungen aufeinander, müssen Arbeitsfugen (siehe Dehnfugen) eingeplant und sorgfältig verarbeitet werden.
Rohdichte (Festigkeit von Mauersteinen)
Mauersteine werden in Rohdichteklassen zwischen 0,4 und 2,0. angeboten. Sie werden außerdem in Festigkeitsklassen 2, 4, 6, 8, 10, 12 oder 20 eingestuft. Aus der Festigkeitsklasse ergibt sich die Belastbarkeit der Steine. Festigkeitsklasse 8 bedeutet z.B., dass jeder Stein mindestens 8 MN/m2 aushalten kann, ohne zu zerbrechen.Rohrisolierung
Isolierung gegen Wärmeverlust: Heizungs- und Warmwasserrohre müssen gegen Wärmeverlust ausreichend isoliert werden. Die damit verbundenen Kosten amortisieren sich durch die Einsparung bei den Heizkosten. Durch die Isolierung wird zudem verhindert, dass sich an den Rohren Kondenswasser bildet und zu Schäden führt. Isolierung gegen Schall: Rohre wirken als Schallträger. Das Rauschen des Wassers in Druckleitungen, alle Geräusche des Abwassers wie auch das Knacken in den Leitungen bei Temperaturänderungen belästigen erheblich. Rohre, die zum Beispiel in Kellerräumen frei aufgehängt werden, können mit Hartschaumhalbschalen, die mit einer PVC-Schicht oder Bitumenpapier verkleidet sind, ummantelt werden. Schlitze für im Mauerwerk verlaufende Leitungen können mit Kunstharz ausgeschäumt werden. Rohre, die in der Erde verlegt werden, können mit Leichtbitumen oder einer Trockenschüttung isoliert werden.S
Sanierung
Im Bauwesen bedeutet Sanierung die Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen durch Progression des Zustandes eines Gebäudes.Schadstoffe
In der Umwelt vorhandene oder in die Umwelt eingebrachte chemische Stoffe, die auf Menschen, Tiere, Pflanzen und Sachgüter schädlich oder ungünstig wirken (siehe Immission).Schallschutzsteine
Steine aus Kalksandstein oder Ziegel, die durch ihr hohes Gewicht (1500 bis 2000 kg/Kubikmeter ) einen besonders guten Schallschutz gewährleisten.Schamotte
Schamotte ist ein feuerfester Werkstoff (formbeständig bis zu einer Temperatur von 1500 Grad Celsius), mit dem der Feuerraum von Kaminen, Schornsteinen oder Brennkammern ausgekleidet wird.Schimmel
Schimmelpilze, heterogen zusammengesetzte Gruppe von Kleinpilzen, die auf organischer Materie siedeln, z.B. auf Lebensmitteln, Textilien, Holz, Farben, Papier (Tapeten), Leim, Gummi. Schimmelpilze können krankheitserregend sein, Ihre Sporen können Allergien erzeugen.Schiefer
siehe: Dacheindeckung.Schornstein
Durch den Luftauftrieb im Schornstein entsteht im Feuerraum ein Unterdruck, der die notwendige Verbrennungsluft ansaugt. Gleichzeitig werden die beim Verfeuern entstehenden Abgase ins Freie abgeführt. Die alten Schornsteinquerschnitte waren zum Teil zu groß dimensioniert, außerdem wurden alte Schornsteine durch den Einbau kleinerer Heizkessel generell zu groß. Zur Sanierung alter Schornsteine werden neue Abgasleitungen aus Kunststoff, Edelstahl und Aluminium oder Glas eingesetzt.Sichtmauerwerk
Dem tragenden Hintermauerwerk (siehe Hintermauerwerk ) vorgelagerte Mauer. Wie Sichtbeton kann auch unverputztes Mauerwerk zur Gestaltung von Flächen eingesetzt werden. Im Außenbereich müssen die Werkstoffe beständig gegen Frost und frei von Rissen sein. Eine dünne Putzschlämme und ein anschließender Anstrich lassen die Struktur der Mauer sichtbar, bieten aber einen guten Wetterschutz. Hierfür sind Kalksandstein und Klinker (siehe Klinker) geeignet.Sickergrube
Die Sickergrube ist ein Bestandteil der Klärgrube, die man einplanen muss, wenn ein Anschluss an die öffentliche Kanalisation nicht möglich ist. Über die Sickergrube werden Regenwasser und die überlaufende Flüssigkeit aus der Faulgrube abgeleitet. Die Sickergrube muss so tief in das Erdreich reichen, bis sie auf eine wasserdurchlässige Schicht trifft.Silikone
Um Beton, Putz oder Klinker gegen eindringende Feuchtigkeit zu schützen, kann ein Anstrich mit Silikon erfolgen. Die Atmungsaktivität der Mauer wird durch einen Silikonanstrich nicht beeinträchtigt.Skelettbau
Weit verbreitet ist die Skelettbauweise beim Fachwerk. Der moderne Skelettbau verwendet Stütz- und Trägerelemente aus Stahl oder Beton. Ausgefacht wird mit Mauerwerk oder Sandwichplatten.Solaranlagen
Solaranlagen werden unterschieden in Anlagen für die Solarthermik, welche die Erwärmung von Brauchwasser mit Solarkollektoren ermöglichen, und in Anlagen für die Stromerzeugung, die so genannte Photovoltaik.Solarthermische Anlagen werden in das System der Zentralheizung mit zentraler Warmwasserversorgung integriert. Im Sommer springt der Brenner für die Heißwasserbereitung nur kurzzeitig an. Mit Sonnenkollektoren kann die Heißwasserbereitung im Sommer ausschließlich mit Sonnenenergie betrieben und der Brenner ganz abgestellt werden. Im Winter dienen sie zur Vorwärmung des Wassers. Im Sonnenkollektor fallen die Sonnenstrahlen auf eine dafür vorgesehene Fläche, die Energie wird absorbiert, in Wärme umgewandelt und an ein Wärmeträgermedium - meist Wasser - abgegeben. Es werden verschiedene Kollektortypen für die Brauchwassererwärmung angeboten:
Solarkollektoren mit Absorbermatten (siehe Absorption) werden für die Beheizung von Schwimmbädern eingesetzt, die das Schwimmbadwasser direkt erwärmen.
Flachkollektoren bestehen aus den Bauteilen Absorber, transparente Abdeckung, Gehäuse und Wärmedämmung. Als transparente Abdeckung kommt meistens eisenarmes Solarsicherheitsglas zum Einsatz. Gleichzeitig gelangt nur wenig der Wärmeabstrahlung vom Absorber durch die Glasabdeckung hindurch (siehe Treibhauseffekt). Außerdem verhindert die Abdeckung den Wärmeentzug vom Absorber durch vorbeistreichende kältere Luft (siehe Konvektion). Durch die Wärmedämmung auf der Rückseite des Absorbers und an den Seitenwänden werden Wärmeverluste vermindert. Um Konvektionsverluste im Kollektorkasten zu reduzieren, besteht auch die Möglichkeit, die im Kollektor vorhandene Luft aus dem Innenraum herauszupumpen. Diese Kollektoren nennt man Vakuum-Flachkollektoren. Sie müssen etwa alle ein bis drei Jahre neu evakuiert werden.
Beim Vakuum-RöhrenKollektor befindet sich der Absorberstreifen in einer evakuierten, druckfesten Glasröhre. Die Wärmeflüssigkeit durchströmt den Absorber direkt in einem U-Rohr oder im Gegenstrom in einem Rohr-im-Rohr-System. Mehrere einzelne hintereinander geschaltete bzw. über eine Sammelleitung verbundene Röhren bilden den Sonnenkollektor. Beim Heat-Pipe-Röhrenkollektor befindet sich eine schon bei geringen Temperaturen verdampfende Flüssigkeit in einem Wärmerohr. Der Flüssigkeitsdampf steigt im Wärmerohr auf und gibt die aufgenommene Wärme über einen Wärmetauscher an die das Sammelrohr durchfließende Wärmeträgerflüssigkeit ab. Die kondensierte Flüssigkeit fließt anschließend wieder an das Wärmerohrende zurück. Damit der beschriebene Verdampfungs- und Kondensierungsprozess ablaufen kann, müssen die Röhren mit einer Mindestneigung von der Horizontalen aufgebaut sein.
Bei Photovoltaikanlagen treffen Sonnenstrahlen auf das Halbleitermaterial Silicium, welches das Licht absorbiert. Dabei entsteht Spannung. Um für die unterschiedlichen Anwendungsbereiche geeignete Spannungen bzw. Leistungen bereitstellen zu können, werden einzelne Solarzellen zu größeren Einheiten miteinander verschaltet. Eine Serienschaltung der Zellen hat eine höhere Spannung zur Folge, eine Parallelschaltung einen höheren Strom. Die miteinander verschalteten Solarzellen werden meist in transparentem Ethylen-Vinyl-Acetat eingebettet, mit einem Rahmen aus Aluminium oder Edelstahl versehen und frontseitig transparent mit Glas abgedeckt. Die typischen Nennleistungen solcher Solarmodule liegen zwischen 10 Wpeak und 100 Wpeak. Die Kenndaten der Solarmodule beziehen sich auf die Standardtestbedingungen von 1000 W/m² Sonneneinstrahlung bei 25 °C Zelltemperatur. Die von den Herstellern angegebenen Garantiezeiten sind mit in der Regel 10 Jahren recht hoch und bezeugen den hohen Qualitätsstandard und die hohe Lebenserwartung heutiger Produkte.



