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Hier finden Sie alle relevanten Begriffe rund ums Thema - kurz und informativ

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A


Absorption

Eine Absorption beschreibt die Aufnahme von Schall, Materie oder Strahlung z.B. Sonnenstrahlung, in eine andere Materie. Sonnenstrahlung wird von der absorbierenden Materie in Wärme umgewandelt. Hierbei absorbieren dunkle Flächen besser als helle.

Abwasser

Regenwasser von Dach und Grundstück sowie durch den Gebrauch im Haushalt (Küche, Bad, WC, Waschmaschine etc.) verschmutztes Trinkwasser (Brauchwasser). Die Abwasserentsorgung erfolgt durch einen Anschluss an die öffentliche Kanalisation oder in einer eigenen Klärgrube.

Acrylglas

Acrylglas, ein transparenter Kunststoff, auch unter dem Namen "Plexiglas" bekannt, wird häufig bei Dächern für Wintergärten verwendet. Es ist wetter- und lichtbeständig sowie durchlässig für UV-Strahlung, jedoch nicht kratz- und feuerfest und nicht lösungsmittelresistent.

Adhäsion

Die Haftfähigkeit und Festigkeit von Klebstoffen, Farben etc. Diese ist von der Beschaffenheit des Untergrundes, der möglichst trocken, sauber und fettfrei sein sollte, sowie von der Zusammensetzung des Produktes abhängig.

Altlasten

Sammelbezeichnung für verlassene oder stillgelegte Deponien und Müllkippen, aufgegebene Tankstellen, ehemalige Industrie- und auch militärisch genutzte Gewerbegebiete, die mit (noch) unbekannten Mengen von Schad- oder Giftstoffen versetzt sind. Die von ihnen ausgehende Gefahr für Boden und Grundwasser und damit für Menschen und Natur kann noch nicht abgeschätzt werden.

Altlastenkataster

Amtliches Grundstücksverzeichnis über Grundstücke mit Altlasten (siehe oben), die entweder bereits durch Boden- oder Wasserproben belegt sind, oder Grundstücke, die durch frühere Nutzung als Deponien oder Standorte emittierender Industrien als Altlast-Grundstücke vermutet werden müssen.

Aluminium

Aluminium ist ein leicht dehnbares Metall mit guter elektrischer Leitfähigkeit. Es kann durch Schweißen, Löten, Nieten oder Kleben miteinander verbunden werden.

Aluminiumfenster

Sehr witterungsbeständige Fenster mit Einfach- und Doppelverglasung. Aluminiumfenster sind weitgehend wartungsfrei. Es gibt auch Verbundkonstruktionen aus Holz und Aluminium (Holzunterbau mit Aluminiumauflage). Hier ist auf sehr gute Qualität zu achten, da eingedrungenes Wasser den Holzkern rasch verrotten lässt.


Anker

Anker sind - meist stabförmige - Bauelemente, die auf Zug beansprucht werden können und Bauteile zusammenhalten. Anker werden im Mauerwerk verwendet, wenn die aufzumauernden Wände nicht unmittelbar miteinander verbunden werden (können).

Anthropogen

Durch den Menschen beeinflusst oder verursacht. Eine Klimaveränderung durch FCKW-Treibgase ist z.B. von Menschen verursacht, also anthropogen.

atmende Baustoffe

Diffusionsoffene Baustoffe werden als "atmende" Baustoffe bezeichnet. Sie gewährleisten einen besseren Feuchte-Ausgleich, indem sie Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können. Ziegel und Porenbeton sind z.B. atmende Baustoffe.

Atmungsaktivität

Luft- und Dampfdurchlässigkeit. Je dichter ein Baustoff, desto geringer ist seine Atmungsaktivität. "Atmungsaktive" Baustoffe fördern ein gutes und angenehmes Raumklima, da sie den Feuchtigkeitsaustausch zwischen Innenraum und Außenluft gewährleisten.

Ausblühung

Ablagerung von Salzen auf Mauerwerk, Beton oder Mörtel. Während des Trocknungsprozesses von Salzlösungen steigen die Salze zur Oberfläche, wo das Wasser verdunstet und die Salzausscheidung als Ausblühung hinterlässt.

Außenwand

Von entscheidender Bedeutung für den Energieverbrauch ist die Dämmung der Außenwand eines Hauses. Je besser die Dämmung, desto niedriger die Energiekosten. Die Wärmedämmfähigkeit wird als Wärmedurchgangskoeffizient angegeben.

B


Bauabnahme

Die von der Baubehörde erteilte Erlaubnis zur Nutzung eines Gebäudes. Der Rohbau wird mit einem Zwischenbescheid baurechtlich abgenommen und zum Ausbau freigegeben. Der fertige Bau erhält dann den so genannten "Gebrauchs-Abnahmeschein".

Baubiologie

Die Baubiologie ist die Lehre von den ganzheitlichen Beziehungen zwischen dem Menschen und der gebauten Umwelt. In der Baubiologie wird auf die Verwendung natürlicher Baumaterialien geachtet, vor allem wegen ihres günstigen Einflusses auf Wärmedämmung und Luftfeuchteregulation.

Baufeuchte

Feuchte in Mauerwerk und Rohbau eines Neubaus. Baustoffe wie Mörtel, Putz, Estrich, Steine, Beton und die Witterung bringen erhebliche Feuchtigkeit in den Bau. Es dauert etwa zwei Heizperioden, bis diese Baufeuchte aus dem neugebauten Haus verdunstet ist. Deswegen ist es von Bedeutung, wie viel Feuchtigkeit in den Baustoffen ist und wie schnell diese Feuchtigkeit an die Außenluft abgegeben wird. Je niedriger die Baufeuchte, desto geringer der Energieverbrauch zum Trockenheizen und desto weniger wird die Gesundheit der Bewohner des Neubaus beeinträchtigt (siehe Austrocknung von Mauerwerk).

Baugenehmigungsverfahren

Für die Errichtung, die Veränderung oder den Abriss von Gebäuden benötigt man die schriftliche Erklärung der zuständigen Baubehörde.

Bebauungsplan

Im Bebauungsplan werden durch die Gemeinde Vorgaben zur baulichen Gestaltung rechtlich verbindlich festgelegt. Dies kann z.B. die Art der Nutzung, die Anzahl der Stockwerke, die Wahl der Baustoffe, der Fensterformate, die Dachneigung betreffen. Der freien Gestaltung sind somit Grenzen gesetzt, da jedes Bauvorhaben von den gemeindlichen Baubehörden unter anderem auf die Einhaltung des Bebauungsplans geprüft wird.

Behaglichkeit

Ausgewogenes Verhältnis zwischen Raumlufttemperatur, innerer Oberflächen-Temperatur (siehe Innere Oberflächen-Temperatur) von Wand, Decke, Boden und der relativen Luftfeuchte.

Bekiesung

Zum Schutz vor Sonneneinstrahlung und zum Ausgleich hoher Temperaturdifferenzen im Sommer wird die Dachpappe auf Flachdächern mit Kies abgedeckt.

Belastung

Im Umweltschutz spricht man von einer Belastung bei: Verschmutzung von Luft, Boden und Wasser, wodurch Mensch und Umwelt gegebenenfalls geschädigt werden können. In der Akustik spricht man von einer Belastung bei Lärm (Arbeitsplatzlärm, Gewerbelärm, Straßenverkehrslärm, Flugzeuglärm), der Mensch und Tier betrifft.

Beschichtetes Glas

Doppelscheiben, von denen eine mit einer Metallfolie beschichtet ist, garantieren ein hohes Maß an Wärmedämmung. Besonders gute Dämmung wird erreicht, wenn der Zwischenraum mit einem Dämmgas gefüllt ist (siehe Isolierverglasung).

Beton

Beton wird aus Zement, Sand, Kies oder Splitt sowie Wasser hergestellt (siehe Leichtbeton). Ausgangsstoffe für den Zement sind Kalk und Ton, die bei hohen Temperaturen gebrannt und anschließend fein gemahlen werden.

Betondachsteine

Betondachsteine werden durch Mischen von Zement, quarzhaltigem Sand und Wasser hergestellt. Die Oberfläche der meisten Dachsteine aus Beton ist mit einer Acrylatbeschichtung auf Wasserbasis veredelt. In die Farbe eingebettet sind wiederum Eisenoxydpigmente und mineralische Füllstoffe.

Betonfertigteile

Fertigteile aus Beton werden in einer Fabrik hergestellt, dort gelagert, auf die Baustelle geliefert und dann montiert. Aus großformatigen Fertigteilen werden Decken, Wände und Dächer hergestellt. Fertigteile aus gefügedichtem Leichtbeton haben ein geringeres Gewicht, lassen sich leichter transportieren, sind wärmedämmend und leichter zu bearbeiten (siehe Leichtbeton).

Bewehrung

Die Einlagen im Beton werden Bewehrung genannt. Diese sind aus Stahl und je nach Anforderung als Stäbe, Geflecht oder Matte ausgebildet. Die Bewehrung erhöht deutlich die Belastbarkeit der damit ausgestatteten Bauteile (siehe Faserzement).

Biogas-Anlagen

Biogas wird in Vergärungsanlagen aus landwirtschaftlicher Gülle, Haushalts-Biomüll oder organischen Reststoffen der Lebensmittelindustrie gewonnen.

Biologie

Die Lehre vom Leben der Menschen, Tiere, Pflanzen und der Mikroorganismen. Sie umfasst die Lehre von chemischen und physikalischen Vorgängen in der belebten Natur sowie das Studium von Verhaltensweisen.

Biomasse-Anlagen

Energie aus Biomasse wird durch Verbrennung aus natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. Hierbei wird nicht mehr CO2 freigesetzt, als zuvor durch das Wachstum der Pflanzen gebunden wurde. Als natürliche Energieträger bieten sich Reststoffe aus der Land- und Forstwirtschaft an, wie Stroh und Gülle.

Biomassefeuerungsanlagen

Siehe Biomasse-Anlagen.

Brennwerttechnik

Bei normalen Kesseln verdampft das im Brennstoff enthaltene Wasser und zieht durch den Schornstein ungenutzt ab. Der Brennwertkessel nutzt zusätzlich die Kondensationswärme und erhöht damit den Wirkungsgrad der Verbrennung von Heizöl und Heizgas. So erreicht der Brennwertkessel einen Wirkungsgrad von 104% (siehe Thermischer Wirkungsgrad). Da das Kondensat abfließen muss, benötigt der Brennwertkessel neben dem Schornstein auch einen Wasserabfluss

C


CO2

Chemische Formel für das Gas Kohlendioxid. CO2 entsteht u.a. durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe (Öl, Benzin, Gas) und als Treibhausgas für die Erwärmung der Erdatomsphäre verantwortlich.

D


Dacheindeckung

Zur Dachdeckung verwendete Materialien sind:

Dachdurchdringung

Die Dachdurchdringung ist die Stelle, an der Antennen, Kamine, Solar-Anschlussleitungen oder Entlüftungsrohre über die Dachfläche hinaus ins Freie gehen.

Dachneigung

Die Dachneigung ist der Winkel zwischen Dach und horizontaler Linie des Hauses. Die Dachneigung wird in Grad oder Prozent angegeben. Von ihr ist das Dachdeckungsmaterial abhängig. Je flacher das Dach ist, desto dichter muss die Eindeckung sein, um zu verhindern, dass Wasser in die Unterkonstruktion eindringen kann.

Dachüberstand

Der Dachüberstand ist der Teil des Daches, der über die Außenwand herausragt. Er bietet besonders der Fassade Schutz vor Witterungseinflüssen. Ist der Dachüberstand weit genug, kann u.U. auf Holzschutzmittel für Türen, Fenster, Balkone etc. verzichtet werden.

Dampfdiffusion

Dampfdiffusion beschreibt die Wanderung des Dampfes durch einen Bauteil. Dampf wandert immer vom Warmen zum Kalten, also bei einem Haus von innen nach außen. Deshalb sollen Wände und Decken von innen dampfdichter sein als von außen (siehe Atmungsaktivität). Dampfdichte Baustoffe sind z.B. Glas, Stahl. Dampfdurchlässige Baustoffe sind z.B. Ziegel, Porenbeton, Leichtbeton.

Dampfdiffusionswiderstand

Jedes Material setzt der Wanderung des Dampfes einen Widerstand entgegen. Er wird mit der dimensionslosen Größe j£ gemessen. Luft hat die Dampfdiffusionszahl ~ = 1; Dicht verschweißte Aluminiumfolie hat die Dampfdiffusionszahl ~ = 0;

Dampfsperre

Diffusionsdichte Schicht zum Schutz von Bauteilen gegen eindringenden Wasserdampf.

Dämmstoffe

Ein Dämmstoff ist ein Stoff mit wärme- und / oder schalldämmenden Eigenschaften. Bei allen Dämmstoffen muss die Baustoffklasse für das Brandverhalten angegeben werden (Brandschutz). Außerdem werden noch Wärmeleitwerte und Eignungsmöglichkeiten der jeweiligen Materialien ausgewiesen.

Dehnfugen

Wenn starre Materialien wie beispielsweise Beton oder Estrich beim Abbinden ihr Volumen verringern, führt dies zu Rissbildungen, wobei große und massige Bauteile von Rissbildung stärker betroffen sind. Diese Risse bedeuten unter Umständen eine statische Beeinträchtigung, gewiss aber eine Undichtigkeit. Um ein unkontrolliertes Reißen zu verhindern, werden Dehnfugen angeordnet (siehe Rissbildung).

Dezibel

Dezibel ist die Maßeinheit für den vom menschlichen Ohr wahrnehmbaren Schalldruckpegel. Als Abkürzung für diese Einheit gilt dB(A). Wie viel Schall von Außenwänden oder anderen Gebäudeteilen geschluckt werden kann, drückt das Schalldämm-Maß aus, das ebenfalls in Dezibel angegeben wird.

Druck

Der für den Hausbau relevante Druck ist der Luftdruck. Auf Wetterkarten wird der Luftdruck in Millibar angegeben. Den Druckausgleich verspüren wir als Wind. Die Windstärke wiederum ist der entscheidende Wert für Wärmebedarf eines Hauses. Je höher das Gebäude, desto stärker nimmt der Wind Einfluss auf den Wärmebedarf (siehe Fugendurchlasskoeffizient). Deshalb ist es schon bei der Planung wichtig zu beachten, wie das Haus steht und welche Außenwände zur Windseite zeigen.

E


Einschalige Wand

Die einschalige oder auch monolithische Wand ist der klassische Wandaufbau, der Tragfunktionen, Statik, Schallschutz und Wärmedämmung in einem erfüllt. Die einschalige Wand wird vorwiegend aus Ziegelmauerwerk gebaut. Ökologisch ist die monolithische Wand nahezu ideal, weil sie aus nur einem Material besteht. Dies hat den Vorteil, neben guter Dampfdiffusion und einem idealen Raumklima auch im Falle eines Abrisses des Gebäudes problemlos wieder verwertbar zu sein. Mischmauerwerk oder mehrschichtiges Verbundsystem-Mauerwerk mit aufgebrachten Wärmedämmsystemen ist in der Entsorgung hingegen oftmals sehr kostenintensiv, da es als "Problemmüll" eingestuft werden muss (siehe Mischbauweise).

Elektrische Wärmepumpenanlage

Siehe Wärmepumpe.

Emission

Das Ablassen oder Ausströmen fester, flüssiger oder gasförmiger Stoffe aus Anlagen oder technischen Abläufen, welche die Luft, das Wasser oder andere Umweltbereiche verunreinigen. Hierunter wird auch die Freisetzung von Geräuschen und Erschütterungen sowie Licht-, Wärme- und radioaktiver Strahlung verstanden. Emissionen führen zu Immissionen (siehe Immission).

Entlüftungsziegel (Entlüfter)

Entlüftungsziegel oder Entlüfter sind Dachziegel mit Lüftungsöffnungen. Sie werden in die Dachfläche eingebaut, wenn der First vermörtelt ist und gewährleisten eine ausreichende Hinterlüftung der Dachkonstruktion sowie den Transport von Schwitzwasser und Feuchtigkeit nach draußen.

Engoben

sind natürliche und meistens farbige Tonschlämme, die vor dem Brennen auf Tondachziegel aufgesprüht werden und beim Brennvorgang eine unlösbare Verbindung mit dem Ziegel eingehen (siehe Tondachziegel). Engoben geben den sonst naturroten Tondachziegeln abriebfeste Oberflächen-Farben (Rotbraun, Kupferbraun, Schwarz, Grau etc.) und sind die "ökologische" Variante der Einfärbung von gebrannten Tondachziegeln. Durch ihre offenporige Struktur behält der Ziegel seine guten diffusionsoffenen Eigenschaften, wird aber widerstandsfähiger gegen sauren Regen, extreme Witterungen und UV-Strahlen. Der nächste Schritt zur Oberflächen-Veredelung von Tondachziegeln sind meist farbige Glasuren.

Estrich

Der Estrich ist der maßgebende Teil des Fußbodenaufbaus. Er gleicht Höhendifferenzen der Rohdecke aus und bildet einen ebenen Untergrund für den abschließenden Bodenbelag. Es wird nach Baustellen- und Fertigteil-Estrichen unterschieden. Beide Systeme haben ein mineralisches Gerüst und werden nach der Art des jeweils verwendeten Bindemittels unterteilt:

F


Faserzement

Faserzement ist ein künstliches Material, das aus pflanzlichen und glasigen (synthetischen) Faserstoffen besteht, dem steinige (mineralische) Bindemittel beigemengt werden. Es wird als Material für die Hausdacheindeckung und zur Wandverkleidung bei hinterlüfteten Fassaden verwendet. Faserzementplatten sind dicht, bruchsicher und leicht, aber nicht sehr alterungsbeständig.

Feuchteabgabe

Die Diffusion herstellungs- oder witterungsbedingter, innerer Feuchte an die Oberfläche (siehe Baufeuchte).

Feuchtepuffer

In einem Raum kann durch Duschen oder Kochen kurzzeitig hohe Raumfeuchte entstehen. Diese wird nicht sofort über Diffusion oder Lüftung abgebaut, sondern teilweise von Teppichen, Tapeten, Putzen, Möbeln etc aufgenommen. Da diese Feuchteaufnahme nur oberflächlich geschieht, wird die Feuchtigkeit bei nächster Gelegenheit durch Lüftung wieder an die Raumluft abgegeben.

Feuchtesperre

Als Feuchtesperre wird üblicherweise eine auf dem Fundament verlegte Bitumenbahn verwendet. Sie funktioniert als Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit von unten ins Mauerwerk, was Schimmelpilze, Salpeter, Stockflecken und schadhaftes Mauerwerk zur Folge haben würde. Auf die Bitumenbahn wird in einem Mörtelbett die erste Lage Mauersteine (Ziegel, Porenbeton, Kalksandstein) gemauert. Bitumenpappe wird auch bei Wänden auf der Geschossdecke eingelegt sowie beim Einbau von Fenstern und Rollladenkästen.

Feuerwiderstand

Baustoffe werden nach ihrem Brandverhalten in Feuerwiderstandsklassen eingeteilt. Dabei kann ein und derselbe Baustoff je nach seiner Verarbeitung und Dicke in verschiedene Feuerwiderstandsklassen eingestuft werden. Ziegel und Porenbeton-Bauteile sind z.B. in den Feuerwiderstandsklassen nicht brennbar, feuerbeständig und sogar hochfeuerbeständig zu finden.

First

First heißt der obere Abschluss des Steildaches eines Hauses, an dem die geneigten Dachflächen in einer Linie zusammenstoßen. Damit keine Feuchtigkeit in den Dachraum eindringen kann, wird der First mit speziell geformten Firstziegeln abgedeckt. Gleichzeitig muss eine gute Dachentlüftung gewährleistet sein.

Firstgratrolle

Die Firstgratrolle ist eine diffusionsoffene Kunststoffbahn zur Abdichtung des Firstes gegen Wasser und zur guten Entlüftung der Dachkonstruktion (siehe First).

Flachkollektoren

Siehe Solaranlagen: Flachkollektoren.

Frostgrenze

Eindringtiefe des Frostes in die Erde und in Bauteile bis zur Null-Grad-lsotherme. Die durchschnittliche Frosttiefe in Deutschland beträgt 80 cm, die maximale 1 m.

Fugendurchlasskoeffizient

Er gibt an, wie dicht eine Fenster- oder Türfuge sein muss. Je stärker der Winddruck ist, dem die Fuge ausgesetzt ist, desto mehr Wärme geht durch eine undichte Fuge verloren. Da der Winddruck mit der Höhe des Hauses zunimmt, müssen die Fugen von hohen Häusern besser gedichtet sein als bei niedrigen Häusern (siehe Druck).

Fußbodenheizungen im Trockenbau

Bei Fußbodenheizungen wird neben der systembedingt großen Wassermenge auch eine große Fläche aufgeheizt. Deshalb können diese Systeme i.d.R. nur langsam auf plötzliche Temperaturänderungen der Umgebung reagieren. Weniger stark wirkt sich dieser Effekt bei Fußbodenheizungen in Gebäuden mit Trockenbauweise aus. Sie reagieren rascher auf Temperaturveränderungen, weil hier der Estrich als Wärmespeicher wegfällt. Im Unterschied zu den klassischen Fußbodenheizungen werden, je nach Oberboden, statt des üblichen Fließ- oder Zementestrichs beispielsweise Trockenestrich-Elementplatten eingesetzt. Mit ungefähr 40 bis 60 mm inklusive Bodenbelag fällt die Aufbauhöhe deutlich niedriger aus als bei Systemen mit im Heizestrich integrierten Rohren.

Fundament

Das Fundament trägt das darauf errichtete Bauwerk und verhindert, dass Erdbewegungen Risse im Mauerwerk verursachen. Es muss gegen Grund- und Sickerwasser geschützt sein und unterhalb der Frostgrenze des Erdreichs liegen, um ein Zusammenziehen bei Frost und eine Ausdehnung bei Tauwetter zu vermeiden (siehe Frostgrenze).

G


Gaube

Ein Dachaufbau für ein stehendes Fenster ist eine Gaube (auch: Gaupe). Es gibt z.B. Fledermaus-, Satteldach-, Spitzdach- oder Walmdachgauben. Es ist zu bedenken, dass jeder zusätzliche Aufbau ohne geeignetes Deckmaterial komplizierte Eindeckungen nötig macht und einen Angriffspunkt für die komplexe Außenhaut darstellt.

Gipsbauplatten

Gipsbauplatten werden als Baumaterial für nichttragende Innenwände oder zur Verkleidung bei Renovierung, Um- oder Ausbau verwand. Neben ihrer unkomplizierten Montage ohne Spezialwerkzeug bieten sie eine Reihe weiterer Vorteile: Sie können sofort gestrichen, tapeziert oder gefliest werden, erlauben eine flexible Raumgestaltung und auch die Aufnahme von Ver- und Entsorgungsleitungen ist möglich.

Geothermische Anlagen

Die Erdwärme ist eine praktisch unerschöpfliche Energiequelle. Geothermische Anlagen nutzen die Erdwärme in der Regel zu Heizzwecken, aber auch zur Erzeugung elektrischer Energie. Eine in die Erde eingebrachte Sonde führt die Erdwärme zur Nutzung an die Oberfläche. Da die Temperatur der Erdkruste mit der Tiefe zunimmt, wird ab einer Sondentiefe von ca. 1000m keine Wärmepumpe mehr benötigt.

Gesundheitsgefährdung

Eine Gesundheitsgefährdung kann passiv und aktiv hervorgerufen werden. Passiv: z.B. durch Einatmen von gasförmigen, gesundheitsschädlichen Stoffen sowie von fibrosen Feinstäuben, durch die Nahrungsaufnahme, durch radioaktive Strahlung, durch allgemeinen Lärm, durch den Straßenverkehr. Aktiv: z.B. durch Freisetzung von gesundheitsschädlichen Gasen, Lösungen und anderen Produkten, durch Gewaltanwendung. All diesen Faktoren ist gemeinsam, dass sie äußere und/oder innere Schäden am Körper des Menschen verursachen können.

Gift

Unter Gift versteht man Stoffe, die im lebenden Organismus zu einer spezifischen Erkrankung (Vergiftung) mit Funktionsstörungen, bleibendem Gesundheitsschaden oder Todesfolge führen. Dabei ist die Gefahr, dass ein Stoff als Gift wirkt, in hohem Maße von der Dosis abhängig.

Glasvorbauten

Verglaste Windfänge oder Wintergärten werden als Glasvorbauten bezeichnet. Werden sie beheizt, so geht aufgrund der generell geringen Wärmedämmeigenschaft von Glas viel Wärme verloren. Bleiben sie jedoch unbeheizt, fungieren sie als Dämmung und senken die Wärmeverluste der dahinter liegenden Räume und nutzen tagsüber den Treibhauseffekt (siehe Treibhauseffekt).

Glasuren

Oberflächen-Glasuren bilden bei gebrannten Tondachziegeln eine glänzende Oberfläche. Sie bieten eine noch größere Resistenz der Dachziegel gegenüber aggressiven Umweltbelastungen, saurem Regen, Verschmutzungen (siehe Tondachziegel). Zudem verhindern sie eine schnelle Vermoosung und stoppen einen frühzeitigen Glanzabbau (siehe Engoben).

g-Wert

Er gibt an, wie viel Energie durch eine Glasscheibe dringt und wird in Prozent angegeben. g = 100 % ist ein offenes, unverglastes Fenster, g = 0 % eine geschlossene Wand. Die g-Werte unterschiedlicher Glaskonstruktionen können zwischen 44 % und 82 % schwanken. Der g-Wert ist wichtig für die Berechnung des äquivalenten k-Wertes. Er berücksichtigt sowohl den Wärmeverlust als auch den solaren Wärmegewinn einer Verglasung.

Grenzwert

Höchstgrenze für die als noch zumutbar erachtete und damit noch zulässige Schadstoffbelastungen der Umwelt und Belastungen des Menschen aufgrund gesundheitsgefährdender Einflüsse. Das Verfahren für die Festlegung von Grenzwerten ist ebenso umstritten wie viele Grenzwerte selbst, da z.B. Wissenschaftler unterschiedliche Einschätzungen der Schädlichkeit bestimmter Schadstoffe treffen.

Grauwassernutzung

Grauwassernutzung ist die Wiederverwendung des Brauchwassers (Handwasch-, Dusch-, Bade- und Waschmaschinenwasser) zur Toilettenspülung, um Trinkwasser zu sparen. Das Brauchwasser fließt über die separate Zuleitung in einen Speichertank, in welchem die mitgeführten Schmutz- und Schwebstoffe durch ein Filtrationsverfahren mechanisch entfernt werden. Das so vorgereinigte Wasser wird dann in den Vorratsbehälter befördert, in welchem ein Tauchstrahler mit einer speziellen UV-Strahlung fotobiologische bzw. fotochemische Prozesse auslöst, die zur Abtötung vorhandener Bakterien führen. Ein selbstreinigendes System gewährleistet eine dauerhaft hohe Strahlungsintensität der UV-Lampe. Bei Betätigung der WC- und Urinalspülung wird das filtrierte und keimbehandelte Wasser durch eine elektronisch gesteuerte Pumpe automatisch über die separate Zuleitung in die Spülkästen nachgespeist. Sowohl der Speichertank als auch der Vorratsbehälter werden durch ein vollautomatisches Rückspülverfahren gereinigt.

Grundwassergefährdung

Stoffe oder deren Reaktionsprodukte, die geeignet sind, das Grundwasser zu verunreinigen oder sonst wie in seinen Eigenschaften nachteilig zu verändern, stellen eine Grundwassergefährdung dar. Derart kontaminiertes Grundwasser entspricht nicht mehr den Anforderungen für Trinkwasser und kann nur noch als Brauchwasser benutzt werden.

H


Heizkörperregelung

Große Gebäude, deren Teile unterschiedlich genutzt werden, unterteilt man zur wirtschaftlichen und energiesparenden Beheizung in einzelne Heizkreise. Hierbei hat jeder Heizkreis einen eigenen Vor- und Rücklauf vom Heizkessel zu den Heizkörpern und lässt sich getrennt regeln.

Heizkostenabrechnung

Eine getrennte, verbrauchsorientierte Abrechnung ist bei Häusern mit mehreren Mietparteien vorgeschrieben.

Heizzahl

Der Wirkungsgrad von Wärmepumpen wird in der Heizzahl angegeben. Physikalisch korrekt ist ein Wirkungsgrad stets kleiner als 100%. Eine Wärmepumpe gibt aber mehr Wärme ab, als in der zugeführten Energie vorhanden ist. Gibt sie 50% mehr Wärme ab, als in der zugeführten Energie enthalten ist, so ist die Heizzahl 1,5 (siehe Wärmepumpe).

Hintermauerwerk

Beim zweischaligen Mauerwerk ist die hintere Mauer die tragende Wand, während die Vormauer (meist Klinkerziegel oder Verblender) den Witterungsschutz übernehmen. Zwischen beiden Wänden ist entweder ein Dämmstoff oder eine Luftschicht, die den Wärmeschutz übernimmt (siehe Kerndämmung).

Hohlblocksteine

Großformatige Mauersteine mit großen Lochungen, beispielsweise aus Leichtbeton oder Kalksandstein. Da sie einen geringen Wärmeschutz bieten, werden sie üblicherweise nicht im Wohnungsbau verwendet.

Holzschindeln

Schindeln aus natürlichem Holz zur Eindeckung von Gebäuden oder zur Verkleidung von Mauerwerk (auf Lattungen angebracht). Man findet sie vorwiegend im ländlichen Bereich bei Bauernhäusern, Almhütten, Ställen etc. Holzschindeln sind ein natürlicher Baustoff, aber bedürfen aufwendiger Pflege und Wartung, da sie schnell unter den aggressiven Einflüssen der Witterung leiden.

Holzwoll-Leichtbauplatten

Holzwolle wird, mit einem Bindemittel versetzt, zu leichten Platten im Format 0,5 x 2 m und bis zu 10 cm Dicke gepresst. Diese Platten sind ausgezeichnet als Wärmedämmung und zum Verputzen geeignet. Sie sind leicht zu verarbeiten und zu befestigen und werden vor allem im Außen-, Keller- und Dachbereich verwendet.

HülIfläche

Die Hüllfläche ist die Summe aller Böden, Decken, Dächer, Fenster und Außenwände, die ein Haus gegen Außenluft, Erdreich und unbeheizte Räume, (z.B. Keller, Garage) begrenzt.

Hüttensteine

Aus körniger Schlacke und Bindemitteln hergestellte Bausteine.

Hydrationswärme

Wärme, die in Putzen und Beton beim Abbinden des Zements durch den durch Wasserzusatz hervorgerufenen chemischen Vorgang der Hydration entsteht.

hydrophob

Zu den hydrophoben Materialien zählen alle wasserabweisenden und nicht in wasserlöslichen Materialien, z.B. Lasuren, Imprägnierungen, Fluate, Schlämme und Zementfarben.

hygroskopisch

Hygroskopische Baustoffe saugen Feuchtigkeit auf (speziell aus der Luft) und binden sie. Sie werden als Trockenmittel verwendet.

I


Immission

Als Immission wird der Übergang bzw. die Einwirkung von Luftverunreinigungen oder anderen Emissionen auf Menschen, Tiere, Pflanzen und Sachgüter bezeichnet (siehe Emission). Die auf die Objekte einwirkenden Konzentrationen werden allgemein als Immissionskonzentrationen bezeichnet.

Innenluft

Infolge des neuen Bewusstseins für die Notwendigkeit von Energiesparmaßnahmen wurden Fenster und Türen entwickelt, die so dicht schließen, dass im geschlossenen Zustand keinerlei Luftaustausch mehr stattfindet. Wird nicht ausreichend gelüftet, können sich in der Innenluft der Raumes deshalb Schadstoffe wie Chemikalien, Gase, Krankheitserreger und Rauch in so hohen Konzentrationen anreichern, dass sie unter Umständen gesundheitsschädlich wirken.

Innenputz

Innenputze haben eine glatte Oberfläche, sind durchlässig für Wasserdampf und geeignet für Innenanstriche sowie für das Anbringen von Tapeten. Der übliche Innenputz besteht aus einem Spritzbewurf, dem Unter- und dem Oberputz. Alternativ zum Verputzen können Gipskartonplatten verwendet werden, die wesentlich sauberer in der Verarbeitung sind und ein sofortiges Weiterarbeiten ermöglichen.

Infrarotheizung

Es gibt elektrische und Gas-Infrarotstrahler. Die Infrarotstrahlen wärmen, ohne die Luft aufzuheizen. Ihr Haupteinsatz liegt in Industrie und Gewerbe.

Innere Oberflächen-Temperatur

Sie ist relevant für das thermische Behaglichkeitsgefühl eines Menschen. Selbst eine sehr hohe Lufttemperatur von über 25 Grad Celsius reicht nicht aus, wenn man sich in der Nähe eines schlecht gedämmten Fensters oder einer schlecht gedämmten Wand aufhält. Die innere Oberflächen-Temperatur eines schlechten Dämmstoffs ist sehr viel niedriger als die Raumluft-Temperatur. Die Folge: Die kalte Fläche entzieht dem Menschen Wärme. Bei einer sehr gut gedämmten Außenwand ist die innere Oberflächen-Temperatur sehr nahe der Raumlufttemperatur.

Interner Wärmegewinn

Zahlreiche Geräte und Lampen verbrauchen Energie, die zunächst einmal nicht zur Heizenergie gerechnet wird, sich aber in Wärme verwandelt, welche dann das Haus beheizt. Bei gut gedämmten Passiv-Häusern (siehe Passiv-Haus) ist dieser interne Wärmegewinn sehr hoch. Er wird nach der neuesten Wärmeschutzverordnung deshalb auch berücksichtigt.

Isolierverglasung

Mit Isolierverglasung ist im Allgemeinen eine Mehrfachverglasung gemeint, die den Wärmeabfluss zwar hemmt, nicht aber verhindern kann. Isolierverglasung hat eine bessere Wärmedämmung als Einzelscheiben. Die Wärmedämmung lässt sich verbessern durch die Zahl der hintereinander angebrachten Scheiben, den Abstand der Scheiben zueinander, eine Beschichtung der Scheiben und eine Gasfüllung der Scheibenzwischenräume. Dreifachscheiben, bei denen zwei Scheiben beschichtet (siehe auch Reflexion) und beide Zwischenräume mit Dämmgas gefüllt sind, erreichen einen k-Wert (siehe k-Wert) von 0,8 oder sogar 0,7. Mitunter kann der k-Wert sogar negativ sein (siehe negativer k-Wert).

Isolierglas

Doppelscheiben werden häufig Isolierscheiben genannt. Physikalisch ist dieser Ausdruck nicht korrekt, da selbst Doppel- und Dreifachscheiben die Wärme nicht isolieren, sondern nur dämmen.

Isolierung

Wärme lässt sich nicht isolieren, sondern nur dämmen. Isolieren lassen sich Wasser oder elektrischer Strom.

J


Jahresheizwärmebedarf

Die neue Wärmeschutzverordnung beschränkt nicht nur die k-Werte der einzelnen Bauteile, sondern zusätzlich den zulässigen jährlichen Heizwärmebedarf. Sie berücksichtigt nicht nur die Wärmeverluste, sondern auch die Wärmegewinne aus Solarwärme und internen Wärmequellen, wie Licht, Elektrogeräten, Warmwasser (siehe interner Wärmegewinn). Zum Nachweis der Entsprechung der Wärmeschutzverordnung genügt eine theoretische Berechnung.

K


Kalksandstein

Kalksandstein wird unter Einsatz geringen Energiebedarfs aus den natürlichen Rohstoffen Kalk, Sand und Wasser hergestellt. Es gibt verschiedene Rohdichten und Druckfestigkeitsklassen für tragendes und nichttragendes Mauerwerk, vom Kleinformat über den großformatigen Systembau bis zu vorgefertigten Mauertafeln. Mit Handvermauerung oder Versetzhilfen kann das Kalksandstein-Mauerwerk rationell und kostengünstig errichtet werden.

Kapillarität

Zahlreiche Baustoffe (Ziegel, Beton, Kalksandstein, Holz, Dämm-Materialien, Natur- und Kunststein) enthalten Kapillaren genannte Poren, die Feuchtigkeit aufnehmen und weiterleiten können. Aufgrund dieser Kapillarität zeigen diese Stoffe hygroskopische (siehe hygroskopisch) Eigenschaften. Sie sind atmungsaktiv, dampfdurchlässig und diffusionsfähig. Glas und Metall hingegen wirken wie Dampfsperren und lassen den Wasserdampf kondensieren (siehe Kondensation).

Kelvin

Maßeinheit der absoluten Temperaturskala (K), benannt nach dem britischen Physiker Sir William Thonwon, Lord Kelvin of Largs. 0 Grad K = -273,15 Grad C. Wird in der Physik zum Berechnen von Temperaturdifferenzen benutzt.

Kerndämmung

So heißt die Dämmschicht zwischen zwei Mauern, z.B. beim "zweischaligen Mauerwerk", das ein Hintermauerwerk mit Klinkerverblendung besitzt (siehe Hintermauerwerk; siehe Verblendmauerwerk). Zwischen diesen beiden Wänden befindet sich die Kerndämmung. Als Dämm-Material kommen Stein- oder Mineralwollplatten oder entsprechendes Schüttgut in Frage.

Klebemörtel

Der mörtelartige Kunststoffkleber erlaubt das Verlegen von Fliesen, Natur- und Kunststeinen u.a. in einem vollständigen Bett, das auch Unebenheiten des Untergrunds ausgleicht. Gipsputze erhalten vor dem Mörtelauftrag eine Spezialgrundierung. Im Außenbereich oder bei ständig feuchten Flächen muss der Klebemörtel mit Zement versetzt werden.

Klimatisieren

Luftheizungen lassen sich als Klimaanlage ausbauen. Zur Klimatisierung gehört die Filterung der Luft, die Regelung der Luftfeuchte und gegebenenfalls die Kühlung der Luft.

Klinker

Klinker sind Ziegel, die bei besonders hohen Temperaturen gebrannt wurden und sich deshalb durch Härte und Dichtigkeit des Materials auszeichnen. Ihre Beständigkeit gegen Verwitterung begünstigt die Verwendung als Verblendmauerwerk (siehe Verblendmauerwerk). Als Vormauersteine können sie mit Mörtel direkt mit der Hausmauer verbunden werden. Klinker kann man aber auch als zusätzliche Schale mit einer etwa 6 cm dicken Luftschicht zwischen der Hausmauer und dem Verblendmauerwerk einsetzen. Wichtig ist, dass Öffnungen unten und oben im Verblendmauerwerk eine ausreichende Hinterlüftung ermöglichen. Klinker sind in Farbabstufungen von rot über braun bis violett erhältlich. Die Farben sind lichtbeständig, die unterschiedlichen Strukturen, besonders bei Handformsteinen, eröffnen individuelle, reizvolle Gestaltungsmöglichkeiten.

Koeffizient für solaren Wärmegewinn

Die Wärmeschutzverordnung berücksichtigt die solar erzeugte Wärme. Sie schreibt vor, mit welchem Wärmegewinn jeweils bei Süd-, Ost-, West- und Nordfenstern gerechnet werden kann. Die anzusetzenden Wärmegewinne werden in der neuen Wärmeschutzverordnung durch Koeffizienten ausgedrückt.

Konterlattung

Die Konterlattung ist bei einer Verkleidung der Wand oder Decke mit Bauplatten oder ähnlichem unbedingt erforderlich, um für eine Hinterlüftung zu sorgen und um eventuelle Unebenheiten ausgleichen zu können. Die Quereinlattung zum Einhängen der Dachpfannen heißt im Allgemeinen Sprachgebrauch auch Konterlattung.

Kondensat

Kondensat aus der Luft:
Trifft warme Luft auf kühlere Flächen, schlägt sich die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit an den Flächen als Kondensat nieder. Allgemein wird häufig der Begriff "Schwitzwasser" verwendet. Kondensat beim Heizen:
Zur Erhöhung der Energieeffizienz wird heute den Abgasen der Heizkessel Wasser (Kondensat) entzogen (siehe Brennwerttechnik)

Kondensation

Trifft feuchte, warme Luft auf kältere Flächen, schlägt sich die Feuchtigkeit nieder. Besonders gefährdete Räume sind Bad und Küche. Der Grad der Kondensation kann durch die Auswahl von Baustoffen mit hoher Atmungsaktivität gering gehalten werden (siehe "Atmende" Baustoffe). Besonders in der Heizperiode sollte man auf Kondensatbildung vor allem an den kühleren Außenwänden und in Zimmerecken achten, um Feuchtigkeitsschäden, evtl. durch Wärmebrücken (siehe Wärmebrücke), frühzeitig zu erkennen. Im Normalfall genügt es, täglich drei- bis viermal kräftig zu lüften.

Kondensationsschäden

Bei einem falschen Wandaufbau kann die Feuchte in oder auf der Oberfläche der Bauteile kondensieren. Als Folge lässt die Dämmwirkung nach, die Feuchtigkeit ist Nährboden für Schimmelbildung und die Feuchte kann zum Zersetzen des Baustoffes führen. Regelmäßiges Lüften genügt im Allgemeinen zur Verhinderung von Kondensationsschäden.

Konvektion

Im Unterschied zu Heizkörpern, die Wärme passiv abstrahlen, gibt es die Möglichkeit, die Raumluft aktiv am Heizkörper vorbeizuleiten. Durch Umwälzung der Raumluft wird dann der ganze Raum erwärmt. Voraussetzung für die Wirkung der Konvektion ist, dass Konvektoren unterhalb der Fenster oder in einem Schacht unterhalb der Balkon- oder Terrassentür angebracht werden. Nur dann nimmt die aufsteigende Warmluft die durch die Glasflächen einfallende kalte Luft mit nach oben und erwärmt sie zugleich.

Konvektorheizung

Heizungen, die den überwiegenden Teil ihrer Wärme durch Konvektion abgeben (s.o.).

Künstlicher Baustoff

Alle bekannten Außenwand-Baustoffe werden aus natürlichen Rohstoffen hergestellt. Durch Zuführung von Energie und den dabei ablaufenden chemischen Reaktionen entfernt sich der natürliche Rohstoff von seiner Ausgangsbasis und ist dann als künstlicher Baustoff einzuordnen.

k-Wert

Der Wärmedurchgangskoeffizient oder k-Wert dient der Beurteilung der Wärmedämmfähigkeit eines Bauteiles. Er wird zum Nachweis der Wärmeverluste eines Gebäudes herangezogen. Der k-Wert gibt an, wie groß die in Watt gemessene Wärmemenge ist, die durch einen Quadratmeter Wandfläche innerhalb einer Stunde tritt, wenn die Lufttemperatur zu beiden Seiten der Wand sich um ein Grad Celsius unterscheidet. Je kleiner der k-Wert, umso besser der Wärmeschutz und umso geringer die Heizkosten (siehe Passiv-Haus). Wenn ein Bauteil mehr Wärme aufnimmt als abgibt, ist der k-Wert negativ (siehe negativer K-Wert).

kWh

Kilowattstunde, gibt den Energieverbrauch in Kilowatt pro Stunde an.

kWp

kilo Watt peak: Mit kWp wir die Leistung einer Photovoltaik-Anlage angegeben. Mit den derzeit handelsüblichen Photovoltaik-Anlagen erreicht man in Deutschland einen durchschnittlichen jährlichen Energieertrag von ca. 700-800 kWh pro kWp installierter Photovoltaik-Leistung. Mit einer 3-kWp-Anlage können also pro Jahr etwa 2.100 - 2.400 kWh Strom erzeugt werden.

kW

Kilowatt ist der Wert zur Bemessung der Energieleistung eines Heizkessels oder eines elektrischen Gerätes.

L


Lambda

Die wichtigste Größe zur wärmetechnischen Beurteilung von Außenwänden ist neben dem Wärmedurchgangskoeffizienten (k-Wert) die Wärmeleitzahl Lambda. Lambda gibt an, welche Wärmemenge in Watt stündlich durch einen Quadratmeter einer 1 Meter dicken Materialschicht geleitet wird, wenn beide Oberflächen einen Temperaturunterschied von einem Grad Celsius aufweisen. Je niedriger der Wert ist, desto besser ist der Wärmeschutz.

Lehm

Lehm ist nach Holz einer der ältesten Bauwerkstoffe. Er besteht aus Tonerde und Sand sowie feinen Gesteinsteilen. Aus gebranntem Lehm entstehen Ziegel oder Tondachziegel

Leichtbetonblocksteine, -vollsteine

Ein aus Bims, Schlacke, Blähton und Ziegelsplitt gefertigter Stein. Seine feinen Poren begünstigen die Wärmedämmung, sein geringes Raumgewicht ermöglicht das Verbauen in großen Blöcken. Hohlblocksteine haben zwei oder drei Luftkammern und können bei Innen- oder Außenmauern verbaut werden. Je nach Druckfestigkeit sind sie auch für Tragemauern geeignet. Vollsteine verwendet man bei Tragemauern und nicht tragendem Mauerwerk sowie im Fachwerkbau und zum Ausgleich bei Mauerwerk aus Hohlblocksteinen.

Leichtbauplatten

Die in der Hauptsache aus Bims- oder Gasbeton, Holzfasern, Holzspänen, Holzwolle, Hartschaum sowie Gips und Karton bestehenden Platten mit geringem Raumgewicht werden für Verkleidungen, Dämmungen und Zwischenwände ohne Tragefunktion verwendet.

Leichtbaustoffe

Die Verwendung von Leichtbaustoffen verringert den Materialaufwand und hilft so, die Baukosten zu senken. Ein weiterer Vorteil ist die gute Wärmedämmeigenschaft, ein Nachteil allerdings ist die schlechte Schalldämmung. In der modernen Bautechnologie werden Leichtbaustoffe eingesetzt, ohne dadurch Statik und Stabilität des Bauwerks zu beeinflussen. Zu den tragfähigen Materialien zählen u.a. Bims, Porenziegel und Gasbeton.

Leichtbeton

Dem Leichtbeton verleihen seine vielen Lufteinschlüsse ein besonders leichtes Gewicht. Lufteinschlüsse können durch Zuschlagstoffe wie Bims, Blähton oder Blähschiefer erzielt werden (siehe Zuschlagstoffe).

Haufwerksporiger Leichtbeton

wird vorwiegend zu Betonwaren und Fertigteilen wie Hohlblocksteinen, Wandbauplatten verarbeitet.
Porenbeton
wird z.B. als Gasbeton und Schaumbeton zu wärmedämmenden und frostbeständigen Deckenplatten verarbeitet.
Gefügedichter Leichtbeton
mit porigen Zuschlägen wird z.B. als Stahl- und Spannleichtbeton im konstruktiven Ingenieurbau verwendet.

Leichtmauermörtel

Ein spezieller Mauermörtel mit porösen Zuschlägen, der die Wärmedämmung des Mauerwerks verbessert.

Leichtziegel

Zur Gruppe der Leichtziegel zählen Porenziegel (porosierte Ziegel) sowie Hochlochziegel.

Luft

Je nachdem, woher sie kommt, wohin sie geht, was mit ihr gemacht wird, wie ihre Beschaffenheit ist etc. wird Luft unterschiedlich benannt.

Lüftung

Lüftung ist erforderlich zum Austausch verbrauchter gegen frische Luft. Die relativ hohe Luftfeuchte kalter Luft wird durch Erwärmung herabgesetzt. Beim Lüften von kalten Räumen im Sommer schlägt sich warme Außenluft als Tauwasser an Wänden, Boden und Decke, sowie an Gegenständen nieder. Deshalb sollte Kellerräume bei hoher Außenlufttemperatur und hoher Luftfeuchte nicht gelüftet werden.

Lüftungswärmebedarf

Wärme, die notwendig ist, um im Winter die kühle Frischluft auf Raumtemperatur aufzuwärmen. Der Lüftungswärmebedarf lässt sich durch die Wärmerückgewinnung (siehe Wärmerückgewinnung) wesentlich senken.

M


Massivbauweise

Unter Massivbauweise versteht man das Bauen mit Beton- und Leichtbetonfertigteilen, Transportbeton und Mauerwerk aus Ziegel, Kalksandstein, Beton- und Leichtbetonsteinen. Gebäude in Massivbauweise haben eine lange Lebensdauer sowie eine hohe Wertbeständigkeit.

Mechanische Lüftung

Um den Lüftungswärmebedarf zu senken, wurden mechanisch betriebene Lüftungssysteme, zum Teil mit Wärmerückgewinnung, entwickelt. Da die Mechanik jedoch ihrerseits elektrische Energie kostet, begrenzt die Wärmeschutzverordnung den zulässigen Stromverbrauch solcher Anlagen (siehe Wärmerückgewinnung).

Mehrfachscheiben

Um die schlechten Dämmeigenschaften von Glas auszugleichen, ist mindestens eine Doppelverglasung vorgeschrieben. Spitzenwerte lassen sich mit einer Kombination aus Dreifachverglasung, Beschichtung und Dämmgas erreichen (siehe Isolierverglasung).

Mischbauweise

Bei einem in Mischbauweise gefertigten Haus bestehen die Bauteile des Rohbaus aus verschiedenen Baustoffen. Wenn die Baustoffe nicht exakt aufeinander abgestimmt sind und insbesondere die Verbindungen der verschiedenen Materialien nicht fachgerecht ausgeführt werden, können Baumängel oder Bauschäden die Folge sein. Es besteht auch die Gefahr der Entstehung von Wärmebrücken (siehe Wärmebrücke), Rissen, Putzabplatzungen, Feuchtstellen und Schimmel, da alle Bauteile verschiedene bauphysikalische Eigenschaften haben und sich im Lauf der Zeit anders verhalten können. Es ist deshalb ratsam, das ganze Haus, zumindest aber die Wände, immer aus nur einem Baustoff zu fertigen (siehe einschalige Wand).

Mitbauhaus

siehe Ausbauhaus

monolithisches Mauerwerk

siehe einschalige Wand

Mörtel

Mörtel ist ein Gemisch aus Sand und Bindemittel (Kalk oder Zement), das unter Zusatz von Wasser angerührt wird. Verarbeitet wird Mörtel bei Mauerwerk, Estrich und Putz. Mauermörtel (Fugenmörtel) stellt zwischen den einzelnen Mauersteinen (Ziegel) eine auf Druck und Biegung belastbare Verbindung her und gleicht Unebenheiten der Mauersteine aus.

N


Nachtspeicherofen

Siehe Speicherheizgeräte.

Nachweisgrenze

Grenze, bis zu der ein Stoff, eine Strahlung oder eine Veränderung exakt nachweisbar ist. Lässt sich etwas nicht exakt nachweisen, so bedeutet es nicht, dass es nicht vorhanden ist. Die Nachweisbarkeit hängt unmittelbar vom stand der technischen Möglichkeiten ab. Deshalb ist es oftmals nur eine Frage der Zeit, bis auch Stoffe nachweisbar sind, die heute noch nicht messbar sind.

Natürlicher Baustoff

siehe: künstlicher Baustoff.

Negativer k-Wert

Der k-Wert gibt den Wärmeverlust an (siehe k-Wert). z.B. bei Südfenstern ist bei einigen Glaskonstruktionen der Wärmegewinn des Fensters höher als der Wärmeverlust (siehe Isolierverglasung). In diesem Fall ist der k-Wert negativ (siehe Passiv-Haus).

Neubau-Feuchte

siehe: Baufeuchte.

Neutralisation

Bei Brennwertkesseln wird ein Teil der im Abgas enthaltenen Schadstoffe im Kondensat festgehalten. Deshalb wird das Kondensat noch im Kessel neutralisiert, d.h. von den Schadstoffen befreit. Erst danach darf das Kondensat in den Gully abgeleitet werden (siehe Brennwerttechnik

Niedertemperaturheizung

Heizung mit einer oberen Vorlauftemperatur von 55 Grad Celsius. Dies führt zu geringeren Wärmeverlusten der Heizelemente.

Niedertemperatur-Heizkessel

Siehe Niedertemperaturheizung.

Niedrig-Energie-Haus

Der Heizwärmebedarf, der benötigt wird, um ein Gebäude auf einer gewünschten Temperatur zu halten, muss mindestens 25 Prozent unter den Vorgaben der Wärmeschutzverordnung liegen (siehe Wärmeschutzverordnung). Diese Verordnung schreibt einen Jahres-Heizwärmebedarf von maximal 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter vor. Demnach dürfen Niedrig-Energie-Häuser nur 75 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter im Jahr verbrauchen.

O


Oberflächentemperatur

siehe: Innere Oberflächentemperatur.

Ökobilanz

Die Ökobilanz berücksichtigt möglichst umfassend die Umweltauswirkungen von Produkten, Produktgruppen, Systemen (auch Bausystemen), Verfahren oder Verhaltensweisen. Sie dient dem Vergleich funktionell äquivalenter Produkte und ist Basis für die Verbesserung der Umwelteigenschaften (wie auch von Baumaterialien) und bietet Entscheidungshilfe für umweltpolitische Maßnahmen.

Ökologie

Wissenschaft, die sich mit den Wechselbeziehungen der Organismen und ihrer unbelebten und belebten Umwelt befasst sowie mit dem Soff- und Energiehaushalt der Biosphäre und ihrer Untereinheiten (z.B. Ökosysteme).

Ortbeton

Ortbeton wird auf der Baustelle, also vor Ort, gemischt (siehe Beton). Als Frischbeton gelangt er dort in seine endgültige Lage und härtet aus. Nach dem Erhärten wird ausgeschalt und die Wand steht fertig da (Gegensatz siehe Transportbeton).

P


Passivhaus

Das Besondere an einem Passivhaus ist, dass durch höchste Qualität von Gebäudehülle und Haustechnik der Wärmebedarf so weit verringert wurde, dass neben einer hoch effizienten Wärmerückgewinnung durch ein komfortables Lüftungssystem die kostenlosen Energiebeiträge ausreichen, um das Gebäude angenehm warm zu halten. Kostenlose Energiebeiträge sind: Eingestrahlte Sonnenenergie, Eigenwärme der Personen im Haus, Wärmeabgabe von Räumen und Geräten. Der geringfügig verbleibende Heizwärmebedarf kann über eine Nacherwärmung der Zuluft oder durch gespeicherte Sonnenwärme gedeckt werden. Die folgenden, wesentlichen Merkmale eines Passivhauses genügen, um den Passivhaus-Standard zu erreichen:
 
Passivhäuser sind optimal nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet: das bedeutet, dass große Fenster nach Süden zeigen, um möglichst viel Sonnenenergie im Winter einzufangen, kleine Fenster kommen nach Norden und werden eventuell sogar noch mit besserer Wärmeschutzverglasung ausgestattet (siehe Isolierverglasung).
 
Passivhäuser sind "supergedämmt" mit extrem niedrigen Wärmedurchgangskoeffizienten (siehe k-Wert) für alle Außenbauteile (Bodenplatte, Kellerdecke, Außenwände, Fenster, Türen und Dach). Wenn mit zusätzlichen Dämmstoffen gearbeitet wird, sind diese zwischen 25 und 40 cm und wärmebrückenfrei sowie luftdicht.
 
Dreifachverglasungen mit zwei Beschichtungen sorgen für passiv solare Gewinne, welche die Wärmeverluste sogar in den Wintermonaten übersteigen (siehe negativer k-Wert).
 
Eine Komfortlüftung (automatische Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung) holt 80% der Wärme aus der verbrauchten Luft wieder zurück (z.B. aus dem Bad, dem Wohnzimmer, der Garage, dem Keller etc.) und sorgt zugleich für immer frische Zuluft von außen im ganzen Haus (siehe Wärmerückgewinnung).
 
Im Vergleich zu Häusern im Bestand, die im Jahr nicht selten bis zu 400 kWh Heizwärme pro Quadratmeter Wohnfläche benötigen, oder auch modernen Niedrig-Energie-Häusern mit einem Bedarf von weniger als 70 kWh/(m2a) beläuft sich der zusätzliche Heizwärmebedarf für ein Passivhaus auf maximal 15 kWh/(m2a).
 
Da beim Passivhaus damit auf den Einbau einer herkömmlichen Heizung verzichtet werden kann, werden die beim Bau höheren Kosten für die besondere Wärmedämmung, eine Lüftungsanlage und die Solarwärmenutzung zum Teil kompensiert (siehe Solaranlagen). Außerdem macht sich die anfängliche Mehrinvestition im Laufe der Jahre durch die eingesparten Heizkosten bald bezahlt. Zugleich verringert sich die Umweltbelastung durch weniger Verbrauch von fossiler oder anderer Energie und durch weniger Ausstoß von Heizabgasen.
 
Das Passivhaus ist eine Weiterentwicklung des Niedrig-Energie-Hauses und bietet kostengünstiges, umweltfreundliches und behagliches Wohnen.

Photovoltaik-Anlagen

Siehe Solaranlagen: Photovoltaikanlagen.

Plansteine (Porenbeton)

Die Porenbetonsteine (siehe auch unter Leichtbeton) werden mit Dünnbettmörtel versetzt. So entstehen Mörtelfugen von etwa 1 mm bis 3 mm Dicke, die für eine bessere Dämmung gegenüber einer Vermauerung in Normal- oder Leichtmauermörtel sorgen.

Planziegel

Planziegel sind gebrannte Tonziegel, die an beiden Auflageflächen (oben und unten) millimetergenau plangeschliffen werden. Sie werden mit Dünnbettmörtel verarbeitet. Der Mörtel wird mit einer Mörtelwalze aufgetragen oder die Ziegel werden in einer Mörtelwanne einzeln in den Mörtel eingetaucht. Die Fugen eines Planziegel-Mauerwerks sind nur ca. 1 mm dick.

Planziegelmauerwerk

Planziegel können schneller und einfacher verarbeitet werden als normales Mauerwerk. Die bautechnischen Vorteile liegen in der guten Wärmedämmung der kompakten Wand, einer hohen Druckfestigkeit sowie der nahezu trockenen Bauweise und der deswegen sehr geringen Bau-Feuchte. Da ca. 90 % des Mörtels gegenüber herkömmlichen Mauern eingespart werden, wird kein Mörtelsilo benötigt.

Planfüllziegel

Planfüllziegel sind im Planziegelverfahren (siehe oben) hergestellte Mauerziegel mit Hohlräumen. Die Ziegel werden im Planziegelmauerwerk (siehe oben) ganz normal mit dem anderen Mauerwerk vom Maurer verarbeitet und anschließend mit Beton verfüllt. Das kann beim Betonieren der Decke erfolgen. Planfüllziegel eignen sich zur Erstellung von Schallschutzwänden, Haustrennmauern (Doppel- u. Reihenhäuser) oder bei schallschützenden Treppenhaus-Ummauerungen.

Plattenheizkörper

Flache Heizkörper, die mittels Konvektion (siehe Konvektion) heizen.

Porenbeton

siehe: Leichtbeton.
siehe: Plansteine.

R


Radon

Das Edelgas Radon entsteht aus zerfallendem Radium. Der Ausgangsstoff Radium findet sich im Boden und in vielen Baustoffen. Er gelangt über Risse, Leitungen und Fugen ins Haus und damit in die Atemluft. Da eine erhöhte Radonkonzentration eine Lungenkrebserkrankung verursachen kann, sollte man auf die Auswahl von Baustoffen mit geringem Radiumgehalt achten und vor allem immer für gute Lüftungsmöglichkeiten sorgen.

Reaktionszeit

In der Wärmetechnologie: Zeitraum zwischen Einschalten eines Wärmeerzeugers und dem Spürbarwerden der Wärme. Luftheizungen wie Autoheizungen haben eine kurze Reaktionszeit. Speicherheizungen wie Kachelöfen haben eine lange Reaktionszeit.

Reduktionsfaktoren

Die Wärmeschutzverordnung beschränkt auch den k-Wert (siehe k-Wert) von Decken unter unbeheizten Dachräumen und über unbeheizten Kellern. Bei der Berechnung des jährlichen Heizenergiebedarfes darf jedoch der anzusetzende Wärmeverlust dieser Decken durch einen Reduktionsfaktor vermindert werden. Mit diesem Faktor berücksichtigt die Wärmeschutzverordnung die Temperaturen in unbeheizten Dachräumen und Kellern, die im Winter stets höher liegen als die Außenlufttemperatur.

Reflexion

Zurückwerfen von Strahlung. Eine Spezialbeschichtung auf Fensterscheiben - eine hauchdünne Metallschicht - reflektiert die Wärmestrahlen, die von innen nach außen strahlen. Durch dieses Verfahren wird der Wärmeverlust durch Fenster deutlich gesenkt (siehe auch Isolierverglasung).

Rissbildung

Damit Mauerwerk nicht durch Witterungseinflüsse geschädigt werden kann, muss man immer auf rissfreien Putz achten. Risse entstehen durch Bau- und Planungsfehler.
Setzrisse entstehen aufgrund von Setzung einzelner Gebäudeteile. Die Ursache liegt bei einer mangelhaften Ausführung oder gar Planung des Fundaments. Setzrisse treten auch in ehemaligen Bergbaugebieten auf.
Wurden bei der Planung nicht ausreichend oder an den falschen Stellen Arbeits- oder Dehnfugen berücksichtigt, kann es durch Bewegungen in der Bausubstanz zu Rissen kommen.
Wurden Fugen nicht oder mit zu schmalen Fugendeckstreifen überklebt, kann es zu Rissen kommen.
Wenn Putz oder Mörtel in Fugen zu schnell abbinden, kann es zum Schwinden des Materials und damit zu Rissen führen.
Stoßen Baustoffe mit unterschiedlichem Ausdehnungsverhalten bei Temperaturschwankungen aufeinander, müssen Arbeitsfugen (siehe Dehnfugen) eingeplant und sorgfältig verarbeitet werden.

Rohdichte (Festigkeit von Mauersteinen)

Mauersteine werden in Rohdichteklassen zwischen 0,4 und 2,0. angeboten. Sie werden außerdem in Festigkeitsklassen 2, 4, 6, 8, 10, 12 oder 20 eingestuft. Aus der Festigkeitsklasse ergibt sich die Belastbarkeit der Steine. Festigkeitsklasse 8 bedeutet z.B., dass jeder Stein mindestens 8 MN/m2 aushalten kann, ohne zu zerbrechen.

Rohrisolierung

Isolierung gegen Wärmeverlust: Heizungs- und Warmwasserrohre müssen gegen Wärmeverlust ausreichend isoliert werden. Die damit verbundenen Kosten amortisieren sich durch die Einsparung bei den Heizkosten. Durch die Isolierung wird zudem verhindert, dass sich an den Rohren Kondenswasser bildet und zu Schäden führt. Isolierung gegen Schall: Rohre wirken als Schallträger. Das Rauschen des Wassers in Druckleitungen, alle Geräusche des Abwassers wie auch das Knacken in den Leitungen bei Temperaturänderungen belästigen erheblich. Rohre, die zum Beispiel in Kellerräumen frei aufgehängt werden, können mit Hartschaumhalbschalen, die mit einer PVC-Schicht oder Bitumenpapier verkleidet sind, ummantelt werden. Schlitze für im Mauerwerk verlaufende Leitungen können mit Kunstharz ausgeschäumt werden. Rohre, die in der Erde verlegt werden, können mit Leichtbitumen oder einer Trockenschüttung isoliert werden.

S


Sanierung

Im Bauwesen bedeutet Sanierung die Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen durch Progression des Zustandes eines Gebäudes.

Schadstoffe

In der Umwelt vorhandene oder in die Umwelt eingebrachte chemische Stoffe, die auf Menschen, Tiere, Pflanzen und Sachgüter schädlich oder ungünstig wirken (siehe Immission).

Schallschutzsteine

Steine aus Kalksandstein oder Ziegel, die durch ihr hohes Gewicht (1500 bis 2000 kg/Kubikmeter ) einen besonders guten Schallschutz gewährleisten.

Schamotte

Schamotte ist ein feuerfester Werkstoff (formbeständig bis zu einer Temperatur von 1500 Grad Celsius), mit dem der Feuerraum von Kaminen, Schornsteinen oder Brennkammern ausgekleidet wird.

Schimmel

Schimmelpilze, heterogen zusammengesetzte Gruppe von Kleinpilzen, die auf organischer Materie siedeln, z.B. auf Lebensmitteln, Textilien, Holz, Farben, Papier (Tapeten), Leim, Gummi. Schimmelpilze können krankheitserregend sein, Ihre Sporen können Allergien erzeugen.

Schiefer

siehe: Dacheindeckung.

Schornstein

Durch den Luftauftrieb im Schornstein entsteht im Feuerraum ein Unterdruck, der die notwendige Verbrennungsluft ansaugt. Gleichzeitig werden die beim Verfeuern entstehenden Abgase ins Freie abgeführt. Die alten Schornsteinquerschnitte waren zum Teil zu groß dimensioniert, außerdem wurden alte Schornsteine durch den Einbau kleinerer Heizkessel generell zu groß. Zur Sanierung alter Schornsteine werden neue Abgasleitungen aus Kunststoff, Edelstahl und Aluminium oder Glas eingesetzt.

Sichtmauerwerk

Dem tragenden Hintermauerwerk (siehe Hintermauerwerk ) vorgelagerte Mauer. Wie Sichtbeton kann auch unverputztes Mauerwerk zur Gestaltung von Flächen eingesetzt werden. Im Außenbereich müssen die Werkstoffe beständig gegen Frost und frei von Rissen sein. Eine dünne Putzschlämme und ein anschließender Anstrich lassen die Struktur der Mauer sichtbar, bieten aber einen guten Wetterschutz. Hierfür sind Kalksandstein und Klinker (siehe Klinker) geeignet.

Sickergrube

Die Sickergrube ist ein Bestandteil der Klärgrube, die man einplanen muss, wenn ein Anschluss an die öffentliche Kanalisation nicht möglich ist. Über die Sickergrube werden Regenwasser und die überlaufende Flüssigkeit aus der Faulgrube abgeleitet. Die Sickergrube muss so tief in das Erdreich reichen, bis sie auf eine wasserdurchlässige Schicht trifft.

Silikone

Um Beton, Putz oder Klinker gegen eindringende Feuchtigkeit zu schützen, kann ein Anstrich mit Silikon erfolgen. Die Atmungsaktivität der Mauer wird durch einen Silikonanstrich nicht beeinträchtigt.

Skelettbau

Weit verbreitet ist die Skelettbauweise beim Fachwerk. Der moderne Skelettbau verwendet Stütz- und Trägerelemente aus Stahl oder Beton. Ausgefacht wird mit Mauerwerk oder Sandwichplatten.

Solaranlagen

Solaranlagen werden unterschieden in Anlagen für die Solarthermik, welche die Erwärmung von Brauchwasser mit Solarkollektoren ermöglichen, und in Anlagen für die Stromerzeugung, die so genannte Photovoltaik.
 
Solarthermische Anlagen werden in das System der Zentralheizung mit zentraler Warmwasserversorgung integriert. Im Sommer springt der Brenner für die Heißwasserbereitung nur kurzzeitig an. Mit Sonnenkollektoren kann die Heißwasserbereitung im Sommer ausschließlich mit Sonnenenergie betrieben und der Brenner ganz abgestellt werden. Im Winter dienen sie zur Vorwärmung des Wassers. Im Sonnenkollektor fallen die Sonnenstrahlen auf eine dafür vorgesehene Fläche, die Energie wird absorbiert, in Wärme umgewandelt und an ein Wärmeträgermedium - meist Wasser - abgegeben. Es werden verschiedene Kollektortypen für die Brauchwassererwärmung angeboten:
 
Solarkollektoren mit Absorbermatten (siehe Absorption) werden für die Beheizung von Schwimmbädern eingesetzt, die das Schwimmbadwasser direkt erwärmen.
 
Flachkollektoren bestehen aus den Bauteilen Absorber, transparente Abdeckung, Gehäuse und Wärmedämmung. Als transparente Abdeckung kommt meistens eisenarmes Solarsicherheitsglas zum Einsatz. Gleichzeitig gelangt nur wenig der Wärmeabstrahlung vom Absorber durch die Glasabdeckung hindurch (siehe Treibhauseffekt). Außerdem verhindert die Abdeckung den Wärmeentzug vom Absorber durch vorbeistreichende kältere Luft (siehe Konvektion). Durch die Wärmedämmung auf der Rückseite des Absorbers und an den Seitenwänden werden Wärmeverluste vermindert. Um Konvektionsverluste im Kollektorkasten zu reduzieren, besteht auch die Möglichkeit, die im Kollektor vorhandene Luft aus dem Innenraum herauszupumpen. Diese Kollektoren nennt man Vakuum-Flachkollektoren. Sie müssen etwa alle ein bis drei Jahre neu evakuiert werden.
 
Beim Vakuum-RöhrenKollektor befindet sich der Absorberstreifen in einer evakuierten, druckfesten Glasröhre. Die Wärmeflüssigkeit durchströmt den Absorber direkt in einem U-Rohr oder im Gegenstrom in einem Rohr-im-Rohr-System. Mehrere einzelne hintereinander geschaltete bzw. über eine Sammelleitung verbundene Röhren bilden den Sonnenkollektor. Beim Heat-Pipe-Röhrenkollektor befindet sich eine schon bei geringen Temperaturen verdampfende Flüssigkeit in einem Wärmerohr. Der Flüssigkeitsdampf steigt im Wärmerohr auf und gibt die aufgenommene Wärme über einen Wärmetauscher an die das Sammelrohr durchfließende Wärmeträgerflüssigkeit ab. Die kondensierte Flüssigkeit fließt anschließend wieder an das Wärmerohrende zurück. Damit der beschriebene Verdampfungs- und Kondensierungsprozess ablaufen kann, müssen die Röhren mit einer Mindestneigung von der Horizontalen aufgebaut sein.
 
Bei Photovoltaikanlagen treffen Sonnenstrahlen auf das Halbleitermaterial Silicium, welches das Licht absorbiert. Dabei entsteht Spannung. Um für die unterschiedlichen Anwendungsbereiche geeignete Spannungen bzw. Leistungen bereitstellen zu können, werden einzelne Solarzellen zu größeren Einheiten miteinander verschaltet. Eine Serienschaltung der Zellen hat eine höhere Spannung zur Folge, eine Parallelschaltung einen höheren Strom. Die miteinander verschalteten Solarzellen werden meist in transparentem Ethylen-Vinyl-Acetat eingebettet, mit einem Rahmen aus Aluminium oder Edelstahl versehen und frontseitig transparent mit Glas abgedeckt. Die typischen Nennleistungen solcher Solarmodule liegen zwischen 10 Wpeak und 100 Wpeak. Die Kenndaten der Solarmodule beziehen sich auf die Standardtestbedingungen von 1000 W/m² Sonneneinstrahlung bei 25 °C Zelltemperatur. Die von den Herstellern angegebenen Garantiezeiten sind mit in der Regel 10 Jahren recht hoch und bezeugen den hohen Qualitätsstandard und die hohe Lebenserwartung heutiger Produkte.
 


Solarkollektoranlage

Siehe Solaranlagen.

Sonnenenergie - Nutzung

Man unterscheidet aktive und passive Nutzung von Sonnenenergie. Die aktive Nutzung erfolgt über Geräte, zum Beispiel Sonnenkollektoren (siehe Solaranlagen), Solarzellen, Wärmepumpen, Energieabsorber. Die passive Nutzung ist ohne Geräte durch einzelne Bauteile, zum Beispiel Südfenster, gegeben.

Sparren

Die in den Falllinien liegenden Hölzer des Daches, welche die Dachhaut und die Dachlatten tragen.

Sparverblender

Sparverblender sind eine Alternative zur Verblendung mit Klinker. Mit Ihnen wird derselbe Schutz der Mauer gegen Witterungseinflüsse erzielt. Fassaden aus Vormauerwerk und Sparverblender sind optisch nicht voneinander zu unterscheiden.

Speicherheizgeräte

Das Speicherheizgerät speichert Wärme im Keramikmaterial und verteilt sie über Konvektion im Raum. Die meisten Elektroheizanlagen sind aus wirtschaftlichen Gründen als Nachtstromspeicherung konzipiert. Kosteneinsparung entsteht durch günstigen Nachtstrom und nicht benötigte Einrichtungen wie Brennstoffraum oder Schornstein. Aus ökologischen Gründen sollte langfristig auf elektrische Heizgeräte verzichtet werden.

Steinwolle

siehe: Dämmstoffe - Mineralwolle.

Steinzeug

Im Gegensatz zu Steingut ist Steinzeug sehr lange und hart gebrannter Ton. Es entsteht ein Werkstoff, der sich durch besondere Festigkeit und Dichte auszeichnet und daher frostbeständig ist. Steinzeug wird als Material für Rohre, Fliesen und sanitäre Einrichtungen wie Waschbecken eingesetzt.

Sturz

Alle Öffnungen und Durchbrüche in sowohl tragendem als auch nichttragendem Mauerwerk werden nach oben hin durch ein quer liegendes Bauteil abgesichert. Der Sturz besteht aus armiertem Beton oder, bei großen Öffnungen, aus T- oder Doppel-T-Stahlträgern. Bei Fenstern kann der Rollladenkasten die Funktion des Sturzes erfüllen, sofern er ausreichend stabil konstruiert ist.

Sturmklammer

Rostfreie Metall-Klammern zur Sicherung der Dachziegel gegen starke Windsogkräfte und gegen ein Abheben der Ziegel bei Sturm. Sturmklammern müssen bei der Dachdeckung nach genau festgelegter Menge je nach Windzone eingebaut werden. Deutschland ist in 4 Windzonen eingeteilt, nach denen Dachdecker Sturmklammern ins Dach einbauen.

Solarer Wärmegewinn

Auch geringe Sonnenwärme beeinflusst den Wärmeverbrauch eines Hauses. Die neue Wärmeschutzverordnung berücksichtigt diesen solaren Wärmegewinn. Bei einem Passiv-Haus ist der Wärmebedarf so gering, dass der solare Wärmegewinn deutlich spürbar und messbar ist (siehe Passiv-Haus).

Solarkollektoren

Schwarze Absorberflächen zur Montage auf dem Hausdach oder an der Sonne nach ausgerichteten Wänden. Sie absorbieren und wandeln Sonnenstrahlen in Wärme um.

Solarzellen

Solarkollektoren, die Sonnenlicht unmittelbar in Strom umwandeln. Zurzeit noch in der Entwicklung und Praxiserprobung.

Sonnenenergie-Nutzung

Man unterscheidet aktive und passive Nutzung von Sonnenenergie. Die aktive Nutzung erfolgt über Geräte, zum Beispiel Sonnenkollektoren (siehe Solaranlagen), Solarzellen, Wärmepumpen (siehe Wärmepumpen), Energieabsorber. Die passive Nutzung ist ohne Geräte durch einzelne Bauteile, zum Beispiel Südfenster, gegeben.

Sonnenschutzgläser

Fensterglasscheiben mit verringerter Durchlässigkeit der Sonnenstrahlen. Die Absorptionsgläser sind meist grau oder bronzefarben getönt. Die Erwärmung dieser Gläser führt zur Wärmeabgabe an den Raum.

T


Tageslicht

Tageslicht als natürliche Lichtquelle hilft nicht nur, Energie für Beleuchtung zu sparen, es ist auch zum Wohlbefinden des Menschen notwendig. Helle Wand- und Deckenflächen tragen zur Helligkeit eines Raumes bei. Die Fensterfläche sollte mindestens ein Achtel der Raumgrundfläche betragen.

Taupunkt

Der Taupunkt ist erreicht, wenn, die relative Luftfeuchtigkeit 100% beträgt.

Taupunktstemperatur

Temperatur, bei der in einem Gas-Dampf-Gemisch das Gas mit dem Dampf gerade gesättigt ist. Bei Abkühlung unter den Taupunkt tritt Kondensation des Dampfes infolge Übersättigung ein. Es entsteht Tauwasser (Schwitzwasser, Kondenswasser).

Taupunktberechnung

Bei Außenwandkonstruktionen aus verschiedenen Materialien kann es in der Wand zu Feuchtigkeitsschäden kommen. Eine Taupunktberechnung ermöglicht einen konstruktiv richtigen Aufbau der Wand, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Bei einer homogenen Außenwand z.B. aus Ziegel (siehe einschaliges Mauerwerk) können Feuchtigkeitsschäden praktisch nicht auftreten.

Thermische Behaglichkeit

Die vom Menschen empfundene thermische Behaglichkeit wird nicht nur durch die eigentliche Raumlufttemperatur beeinflusst. Entscheidend ist außerdem die Oberflächentemperatur der Außenwände und Fenster (siehe innere Oberflächen-Temperatur).

Thermischer Wirkungsgrad

Der thermische Wirkungsgrad gibt an, wie viel Prozent der zugeführten Wärme in Arbeit umwandelbar ist. Er wird bei allen Heizkesseln auf den unteren Heizwert bezogen. Dadurch sind die Kesselwirkungsgrade vergleichbar.

Thermostat

Gerät, das die Temperatur konstant hält. Es misst die umgebende Lufttemperatur und gibt bei einer eingestellten Temperatur ein Signal an ein Steuergerät, um die Temperatur zu drosseln oder zu erhöhen. Es gibt verschiedene Thermostate. Sie werden entweder nach dem Messpunkt bezeichnet (Außenthermostat, Innenthermostat) oder nach dem Gerät, das sie regeln (Kesselthermostat, Vorlaufthermostat, Ventilthermostat am Heizkörperventil).

Thermostatventile

Ventile am Heizkörper, die thermostatisch geregelt werden. Sie ermöglichen eine individuelle Regulierung der Temperatur für jeden einzelnen Raum. Diese Ventile sind heute in Deutschland vorgeschrieben.

Tondachziegel

Tondachziegel sind Diffusionsoffen, d.h. sie nehmen durch die kapillaren Poren im Material Feuchtigkeit als Wasser oder Dampf auf und geben sie relativ schnell wieder an die Luft ab. Diese Eigenschaft ermöglicht ein gutes Wohnraumklima und schützt den Dachstuhl durch die Ableitung der Feuchtigkeit. Gleichwohl sind Dachziegel aus Ton absolut regendicht. Heute werden keramische Dachziegel in verschiedenen Oberflächenveredelungen angeboten, wie z.B. farbigen Engoben (siehe Engoben) und Glasuren (siehe Glasuren).

Transmissionswärmeverlust

Wärmeverlust durch Wärmeabstrahlung von Bauteilen wie Wänden, Fenster, Decken, Böden. Der Transmissionswärmeverlust eines Hauses lässt sich durch gute Wärmedämmung wesentlich senken (siehe Passiv-Haus).

Transparente Wärmedämmung

Herkömmliche Wärmedämmungen verhindern zwar den Verlust der Wärme, erlauben aber noch nicht die Nutzung von Sonnenenergie. Mit einer Transparenten Wärmedämmung (TWD) lassen sich sowohl Wärmeverluste senken als auch Sonnenstrahlen zu Heizzwecken verwenden: Die Sonnenstrahlen durchdringen das transparente Wärmedämm-Material (mehrere hintereinander liegende Glasscheiben), werden von der dunkel gefärbten Außenwand aufgenommen und dort in Wärme umgewandelt. Der Großteil der gewonnenen Strahlungswärme gelangt durch das Mauerwerk nach Innen, der dahinterliegende Raum heizt sich infolgedessen auf. Wie viel Heizenergie sich durch den Einbau der TWD einsparen lässt, hängt vom ursprünglichen Zustand des jeweiligen Gebäudes ab. In einem Niedrig-Energie-Haus beispielsweise reduziert sich mit der TWD der Energieverbrauch von 70 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter und Jahr auf zirka 45 kWh.

Transportbeton

Wird im Werk fertig gemischt und mit einem Fahrmischer zur Baustelle transportiert. Dort wird er in die dafür vorgesehene Schalung gegossen, in der er erhärtet. Um spezifische Eigenschaften bei der Erstellung einzelner Bauteile zu erreichen, können Zusatzstoffe eingesetzt werden. Nach der Erhärtung wird die Schalung entweder abgebaut oder sie verbleibt im Gebäude und dient als Dämmung oder Putzträger. Transportbeton eignet sich für alle Anwendungen im Rohbaubereich des Wohnungsbaus (Gegensatz: siehe Ortbeton).

Trass

Dieser aus gemahlenem Tuff bestehende natürliche Stoff (Vulkangestein) wird zusammen mit Kalk als Bindemittel verwendet und nennt sich dann Trasskalk (siehe unten).

Trasskalk

Trasskalk eignet sich zum Verputzen oder zum Verfugen von Verblendern aus Naturstein. Er wird aus Trass und Kalk gemischt und kann sowohl unter Wasser als auch unter Luft abbinden.

Trasszement

Dieses Gemisch aus Trass und Portlandzement ist zu empfehlen, wenn der Zement besonders aggressiven Stoffen ausgesetzt ist oder immer mit Wasser in Berührung kommt.

Traufe

Traufe nennt man den Abschluss des Steildaches an der Dachrinne. Hier ist auf das Vorhandensein von Öffnungen zur Belüftung des Daches achten.

Treibhauseffekt

In der Bautechnik beschreibt der Treibhauseffekt ein Phänomen, das schon lange in der Gärtnerei genutzt wird. Sonnenstrahlung kann das Fensterglas ungehindert passieren und somit den Raum erwärmen. Die Strahlung wird von den Raumflächen und den Gegenständen absorbiert und in Wärme umgewandelt. Diese Wärmestrahlung liegt jedoch im langwelligen Infrarotbereich, welches die Doppelscheiben des Fensters nicht passieren kann. So kommt es zur Aufheizung des Raumes. Dieser Effekt wird auch in der modernen Bautechnik für Wohnhäuser genutzt, um Heizkosten einzusparen.

U


Unterdecken

Abgehängte Deckenkonstruktionen dienen einerseits als Deckenverkleidung und erlauben außerdem die nicht sichtbare Montage von Dämmstoffen. Hierdurch kann eine Beeinträchtigung durch Luftschall wesentlich reduziert werden.

Unterspannbahnen

Unterspannbahnen aus Kunststoffen wie PU, PVC oder dem ökologisch unbedenklichen Polyethylen den Dachraum vor Staub und Feuchtigkeit. Wird der gesamte Sparrenraum für die Wärmedämmung genutzt, kommen so genannte diffusionsoffene Unterspannbahnen zum Einsatz. Sie sind hochdampfdurchlässig und können deshalb direkt auf der Wärmedämmung verlegt werden.

Unterdruck

In geruchsintensiven und feuchten Räume wie Küche und Bad trägt ein Luftunterdruck zum schnellen Abzug der Gerüche und der Feuchtigkeit bei. Er wird durch eine mechanische Entlüftung bewirkt, die z.B. mit dem Lichtschalter gekoppelt werden kann.

Umweltfreundlichkeit

Produkte und gewerbliche Anlagen, die entweder die Umwelt entlasten oder sie nicht nachhaltig schädigen (z.B. schadstoffarm, wassersparend, energiesparend).

Umweltgefährdung

Sie wird durch die Emission von Schadstoffen in Luft, Boden und Wasser hervorgerufen. Die Folge ist eine Schädigung von Menschen, Tieren und Pflanzen.

Umweltschonendes Bauen

beinhaltet Bauweisen, die Boden, Luft und Wasser kaum belasten. Es werden Baustoffe verwendet, die umweltverträglich herzustellen, zu transportieren und zu bearbeiten sind. Ein sparsamer Umgang mit Energie und Rohstoffen zählt ebenso zum umweltschonenden Bauen wie z.B. das Begrünen von Dächern, das Vermeiden von versiegelten Bodenflächen oder das Sammeln und Nutzen von Regenwasser.

Umweltverträglichkeit

Ein Produkt oder eine Produktionsanlage wird als umweltverträglich eingestuft, wenn nach der Durchführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen bestimmte, vom Umweltbundesamt vorgegebene Grenzwerte nicht überschritten werden.

Unterhaltskosten

Laufende Kosten eines Gebäudes, die für Heizung und Reparaturen anfallen. Den größten Anteil der Unterhaltskosten bilden in unseren Breitengraden noch immer die Heizkosten. Sie lassen sich aber durch den Bau eines Niedrig-Energie-Hauses heute schon um mehr als die Hälfte senken.

Überkopf-Verglasung

Die Glasdicke der Dachverglasung wird hauptsächlich vom Sparrenabstand bestimmt. Je höher dieser Abstand ist, desto dicker müssen die Gläser sein. Damit die Scheiben bei der Montage noch gut handhabbar sind und Schneelasten entsprechend aufnehmen können, sollten eine Scheibenbreite von 90-100 cm und eine Scheibenlänge von 2,0-3,0 m nicht deutlich überschritten werden.

V


Verblendmauerwerk

Rohes, unbehandeltes Mauerwerk kann mit natürlichem Stein, Riemchen oder Kalksandstein verkleidet werden. Der Vorteil des zweischaligen Aufbaus ist die Möglichkeit, zwischen der Grundmauer und der Verblendmauer Dämmstoffe zu verarbeiten (siehe Kerndämmung). Wichtig ist hierbei, dass Öffnungen unten und oben im Verblendmauerwerk eine ausreichende Hinterlüftung ermöglichen.

Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB)

Nach der VOB werden Rechte und Pflichten in drei Teilen geregelt. Teil A behandelt das Verfahren der Vergabe von Bauleistungen und allgemeine Vertragsbedingungen und Gewährleistungen. Teil B schreibt Vertragsbedingungen für die Bauausführung fest, auf denen der Bauvertrag zwischen Bauherr und Handwerkern basieren kann. Jedoch nur wenn die Vertragspartner es ausdrücklich vereinbaren, wird die VOB zum Bestandteil des Vertrags. Teil C führt die Allgemeinen Technischen Vorschriften auf, die jeweils Einzelheiten der Ausführung, des zu verwendenden Materials, der zu beachtenden DIN-Normen sowie der Ermittlung von Handwerkerleistung festlegen.

Verschattung

Liegt eine Fassade im Schatten z.B. eines Nachbarhauses, so kann sie nur gering von der Solarwärme profitieren. Es wird dann nur ein kleiner Teil der Sonnenstrahlung durch diffuse Strahlen auf das Haus übertragen. Die Wärmeschutzverordnung setzt verschattete Fassaden mit Nordfassaden gleich.

Vollwärmeschutz

Ein Haus strahlt immer Wärme nach außen ab, egal wie hoch die Wärmedämm-Maßnahmen an diesem Gebäude sind. Da Glasfronten am stärksten zum Energieverlust beitragen, ist hier besonders auf eine gute Wahl der Möglichkeiten zu achten. Es gibt wärmedämmendes Glas, das einen sehr guten k-Wert aufweist (siehe Isolierverglasung). Die wirkungsvollste Dämmung des Mauerwerks besteht aus einem zweischaligen Aufbau der Fassade (siehe oben: Verblendmauerwerk).

Vorratskammer

Vorratsräume sollten gleichmäßig kühl sein, damit die gelagerten Lebensmittel haltbar bleiben. Ihre ideale Ausrichtung ist nach Norden oder Osten. Der Fußboden kann als Betonboden mit Glattstrich belassen, die Wände ungedämmt bleiben.

W


Wärmebedarfsausweis

Er beschreibt, wie viel Heizwärme das Gebäude rechnerisch im Jahr benötigt und soll auch Laien ermöglichen, den Wärmeschutz eines Gebäudes zu beurteilen. Der so genannte Jahresheizwärmebedarf wird pro Quadratmeter Wohnfläche angegeben. Der Wärmebedarfsausweis ist Käufern, Mietern und sonstigen Nutzungsberechtigten eines Gebäudes auf Anforderung zur Einsichtnahme zugänglich zu machen.

Wärmebrücke

Schwachstellen an Außenwandbauteilen, die eine geringere Wärmedämmung aufweisen als die umgebenden Flächen. Häufig lassen unsauber vermauerte Wände mit dadurch entstandenen Schlitzen, Fugen und Mörtelflickwerk, die Wärmebrücken entstehen, über die dann die teure Heizwärme nach außen fließen kann. Diese Gefahr besteht besonders bei Mischbauweise. Wärmebrücken führen zu der Gefahr der Tauwasserbildung an der Innenseite der betreffenden Bauteile und im schlimmsten Fall zu Bauschäden, Schimmelbildungen, Rissen und Putzabplatzungen (siehe Kondensation). Wärmebrücken lassen sich nur durch sorgfältige Planung und gewissenhafte Rohbau-Ausführung der Außenwände und aller Anschlussteile von Anfang an vermeiden. In modernen Niedrig-Energie-Häusern (siehe Niedrig-Energie-Haus) und Passiv-Häusern (siehe Passiv-Haus) machen Wärmebrücken das gesamte Konzept zunichte und sind unbedingt zu vermeiden.

Wärmedämmung

Die Wärmedämmung bewirkt eine Verlangsamung des Wärmeabflusses. Sie kann den Abfluss von Wärme aber nie ganz verhindern, da Wärme nicht isolierbar, sondern nur dämmbar ist (siehe Isolierung).

Wärmedurchgangszahl

oder Wärmedurchgangskoeffizient. Siehe: k-Wert.

Wärmedurchlasswiderstand

Kehrwert der Wärmedurchgangszahl. Je größer dieser Widerstand, desto besser die Wärmedämmung, um so weniger Wärme geht verloren.

Wärmepumpe

Mit einer Wärmepumpe wird ein wesentlicher Teil der benötigten Energie von draußen ins Haus geholt. Entweder die Wärme der Umluft, des Erdreichs, des Grundwassers oder eines fließenden Gewässers. Aber auch die Wärme der Sonne, die Sonnenkollektoren eingefangen haben. Bei relativ bescheidenem Elektrizitätsverbrauch senken solche Anlagen den Heizstoffbedarf drastisch. Insbesondere, wenn sie mit Wärme-Rückgewinnungs-Systemen gekoppelt sind. Diese Verbundsysteme arbeiten auch in unseren Breiten wirtschaftlich, wenn für Spitzenbelastungszeiten konventionelle Anlagen für Heizung und Warmwassererzeugung vorgesehen sind. Ihr Wirkungsgrad wird in der Heizzahl angegeben (siehe Heizzahl).

Wärmerückgewinnung

Vorrichtung zur Rückgewinnung des Wärmeinhaltes der Luft. Ein Wärmetauscher saugt verbrauchte Luft an und entzieht ihr die Wärme, bevor sie ins Freie geleitet wird. Die Wärme wird an Frischluft übertragen und Schlaf- und Wohnräumen zugeführt. In der Praxis lassen sich etwa 70% der Lüftungswärme zurückgewinnen. Damit wird der Lüftungswärmebedarf gesenkt (siehe Passiv-Haus).

Wärmeschutzverordnung (Energie-Einsparverordnung)

Die Wärmeschutzverordnung beschränkt den jährlich zulässigen Heizenergiebedarf eines Wohngebäudes. Die thermische Qualität eines Gebäudes wird nicht allein durch die Wärmedämmung der Bauteile, dem k-Wert (siehe k-Wert), beurteilt. Im Mittelpunkt steht der Heizenergiebedarf eines Gebäudes: Bei der Berechnung werden sowohl Wärmeverluste durch Außenbauteile und Lüftung als auch Wärmegewinne durch die Sonne sowie elektrische Geräte in einer so genannten Energiebilanz erfasst. Das Ergebnis erlaubt eine Abschätzung des Energieverbrauches eines Gebäudes. Das Nachweisverfahren der Wärmeschutzverordnung verlangt keinen Mindest-Wärmedämmwert der einzelnen Bauteile. Es fordert lediglich den Nachweis, dass das Gebäude nicht insgesamt zu viel Heizwärme benötigt.

Wärmespeicherung

Das Wärmespeichervermögen eines Baustoffs wird mit der Wärmespeicherungszahl W in kJ/(m²K) angegeben. In Kilojoule gemessen, gibt sie Auskunft darüber, wie viel Wärme ein Quadratmeter Baustoff speichert, wenn die Temperaturdifferenz ein Kelvin beträgt. Wärme, die von Innenwänden gespeichert wird, wird später wieder an die Innenräume abgegeben. In der Übergangszeit im Frühling und Herbst reicht das Wärmespeichervermögen eines massiven Hauses aus, mit der am Tage gespeicherten Wärme Nachts die Räume zu wärmen, ohne dass die Heizung eingeschaltet werden muss. Deshalb kann eine hohe Wärmespeicherfähigkeit eines Baustoffs die Wärmebilanz eines Hauses verbessern.

Wärmetauscher oder Wärmerückgewinnungsanlagen

Siehe Luft: Wärmerückgewinnung.

Wärmeübergabestation

Eine Wärmeübergabestation ist die Schnittstelle der Heizzentrale zum Nahwärmenetz. Ein isoliertes Rohr transportiert die Wärme von der Station an den zu beheizenden Ort.

Wasserdampf

Wasser in gasförmigem Zustand. Jede Person schwitzt täglich etwa 1-2 Liter Flüssigkeit aus. Durch Kochen, Baden, Waschen usw. verursacht jede Person außerdem ca. 1/2 - 1 Liter Wasserdampf.

Wasserkraftanlagen

Eine Wasserkraftanlage nutzt die potenzielle Energie aufgestauten Wassers zur Erzeugung elektrischer Energie: Durch den Druck des Wassers wird eine Turbine betrieben, ein mit der Turbine verbundener Generator erzeugt den Strom.

Z


Ziegel

Ziegel werden aus Sand, Lehm und Ton gebrannt (siehe Klinker, Planziegel, Tondachziegel).

Zuschlagstoffe

Zuschlagstoffe sind kleine Gesteinskörner, die frischem Beton oder Mörtel zugefügt werden, um deren Volumen und Eigenschaften zu verändern. Je nach Verwendungszweck werden natürliche, künstliche, dichte oder porige Zuschlagstoffe verwendet. Als Zuschläge bei der Herstellung von Leichtbeton- Mauersteinen dienen z.B. Bims, Blähton oder Blähschiefer (siehe Leichtbeton).
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