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A-E

Lexikon Ökologisches Bauen (A-E)

Absorption

Eine Absorption beschreibt die Aufnahme von Schall, Materie oder Strahlung z.B. Sonnenstrahlung, in eine andere Materie. Sonnenstrahlung wird von der absorbierenden Materie in Wärme umgewandelt. Hierbei absorbieren dunkle Flächen besser als helle.

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Abwasser

Regenwasser von Dach und Grundstück sowie durch den Gebrauch im Haushalt (Küche, Bad, WC, Waschmaschine etc.) verschmutztes Trinkwasser (Brauchwasser). Die Abwasserentsorgung erfolgt durch einen Anschluss an die öffentliche Kanalisation oder in einer eigenen Klärgrube.

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Acrylglas

Acrylglas, ein transparenter Kunststoff, auch unter dem Namen "Plexiglas" bekannt, wird häufig bei Dächern für Wintergärten verwendet. Es ist wetter- und lichtbeständig sowie durchlässig für UV-Strahlung, jedoch nicht kratz- und feuerfest und nicht lösungsmittelresistent.

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Adhäsion

Die Haftfähigkeit und Festigkeit von Klebstoffen, Farben etc. Diese ist von der Beschaffenheit des Untergrundes, der möglichst trocken, sauber und fettfrei sein sollte, sowie von der Zusammensetzung des Produktes abhängig.

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Altlasten

Sammelbezeichnung für verlassene oder stillgelegte Deponien und Müllkippen, aufgegebene Tankstellen, ehemalige Industrie- und auch militärisch genutzte Gewerbegebiete, die mit (noch) unbekannten Mengen von Schad- oder Giftstoffen versetzt sind. Die von ihnen ausgehende Gefahr für Boden und Grundwasser und damit für Menschen und Natur kann noch nicht abgeschätzt werden.

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Altlastenkataster

Amtliches Grundstücksverzeichnis über Grundstücke mit Altlasten (siehe oben), die entweder bereits durch Boden- oder Wasserproben belegt sind, oder Grundstücke, die durch frühere Nutzung als Deponien oder Standorte emittierender Industrien als Altlast-Grundstücke vermutet werden müssen.

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Aluminium

Aluminium ist ein leicht dehnbares Metall mit guter elektrischer Leitfähigkeit. Es kann durch Schweißen, Löten, Nieten oder Kleben miteinander verbunden werden.

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Aluminiumfenster

Sehr witterungsbeständige Fenster mit Einfach- und Doppelverglasung. Aluminiumfenster sind weitgehend wartungsfrei. Es gibt auch Verbundkonstruktionen aus Holz und Aluminium (Holzunterbau mit Aluminiumauflage). Hier ist auf sehr gute Qualität zu achten, da eingedrungenes Wasser den Holzkern rasch verrotten lässt. 

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Anker

Anker sind - meist stabförmige - Bauelemente, die auf Zug beansprucht werden können und Bauteile zusammenhalten. Anker werden im Mauerwerk verwendet, wenn die aufzumauernden Wände nicht unmittelbar miteinander verbunden werden (können).

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Anthropogen

Durch den Menschen beeinflusst oder verursacht. Eine Klimaveränderung durch FCKW-Treibgase ist z.B. von Menschen verursacht, also anthropogen.

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atmende Baustoffe

Diffusionsoffene Baustoffe werden als "atmende" Baustoffe bezeichnet. Sie gewährleisten einen besseren Feuchte-Ausgleich, indem sie Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können. Ziegel und Porenbeton sind z.B. atmende Baustoffe.

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Atmungsaktivität

Luft- und Dampfdurchlässigkeit. Je dichter ein Baustoff, desto geringer ist seine Atmungsaktivität. "Atmungsaktive" Baustoffe fördern ein gutes und angenehmes Raumklima, da sie den Feuchtigkeitsaustausch zwischen Innenraum und Außenluft gewährleisten.

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Ausblühung

Ablagerung von Salzen auf Mauerwerk, Beton oder Mörtel. Während des Trocknungsprozesses von Salzlösungen steigen die Salze zur Oberfläche, wo das Wasser verdunstet und die Salzausscheidung als Ausblühung hinterlässt.

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Außenwand

Von entscheidender Bedeutung für den Energieverbrauch ist die Dämmung der Außenwand eines Hauses. Je besser die Dämmung, desto niedriger die Energiekosten. Die Wärmedämmfähigkeit wird als Wärmedurchgangskoeffizient angegeben.

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Bauabnahme

Die von der Baubehörde erteilte Erlaubnis zur Nutzung eines Gebäudes. Der Rohbau wird mit einem Zwischenbescheid baurechtlich abgenommen und zum Ausbau freigegeben. Der fertige Bau erhält dann den so genannten "Gebrauchs-Abnahmeschein".

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Baubiologie

Die Baubiologie ist die Lehre von den ganzheitlichen Beziehungen zwischen dem Menschen und der gebauten Umwelt. In der Baubiologie wird auf die Verwendung natürlicher Baumaterialien geachtet, vor allem wegen ihres günstigen Einflusses auf Wärmedämmung und Luftfeuchteregulation.

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Baufeuchte

Feuchte in Mauerwerk und Rohbau eines Neubaus. Baustoffe wie Mörtel, Putz, Estrich, Steine, Beton und die Witterung bringen erhebliche Feuchtigkeit in den Bau. Es dauert etwa zwei Heizperioden, bis diese Baufeuchte aus dem neugebauten Haus verdunstet ist. Deswegen ist es von Bedeutung, wie viel Feuchtigkeit in den Baustoffen ist und wie schnell diese Feuchtigkeit an die Außenluft abgegeben wird. Je niedriger die Baufeuchte, desto geringer der Energieverbrauch zum Trockenheizen und desto weniger wird die Gesundheit der Bewohner des Neubaus beeinträchtigt (siehe Austrocknung von Mauerwerk).

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Baugenehmigungsverfahren

Für die Errichtung, die Veränderung oder den Abriss von Gebäuden benötigt man die schriftliche Erklärung der zuständigen Baubehörde.

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Bebauungsplan

Im Bebauungsplan werden durch die Gemeinde Vorgaben zur baulichen Gestaltung rechtlich verbindlich festgelegt. Dies kann z.B. die Art der Nutzung, die Anzahl der Stockwerke, die Wahl der Baustoffe, der Fensterformate, die Dachneigung betreffen. Der freien Gestaltung sind somit Grenzen gesetzt, da jedes Bauvorhaben von den gemeindlichen Baubehörden unter anderem auf die Einhaltung des Bebauungsplans geprüft wird.

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Behaglichkeit

Ausgewogenes Verhältnis zwischen Raumlufttemperatur, innerer Oberflächen-Temperatur (siehe Innere Oberflächen-Temperatur) von Wand, Decke, Boden und der relativen Luftfeuchte.

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Bekiesung

Zum Schutz vor Sonneneinstrahlung und zum Ausgleich hoher Temperaturdifferenzen im Sommer wird die Dachpappe auf Flachdächern mit Kies abgedeckt.

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Belastung

Im Umweltschutz spricht man von einer Belastung bei: Verschmutzung von Luft, Boden und Wasser, wodurch Mensch und Umwelt gegebenenfalls geschädigt werden können. In der Akustik spricht man von einer Belastung bei Lärm (Arbeitsplatzlärm, Gewerbelärm, Straßenverkehrslärm, Flugzeuglärm), der Mensch und Tier betrifft.


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Beschichtetes Glas

Doppelscheiben, von denen eine mit einer Metallfolie beschichtet ist, garantieren ein hohes Maß an Wärmedämmung. Besonders gute Dämmung wird erreicht, wenn der Zwischenraum mit einem Dämmgas gefüllt ist (siehe Isolierverglasung).

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Beton

Beton wird aus Zement, Sand, Kies oder Splitt sowie Wasser hergestellt (siehe Leichtbeton). Ausgangsstoffe für den Zement sind Kalk und Ton, die bei hohen Temperaturen gebrannt und anschließend fein gemahlen werden.

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Betondachsteine

Betondachsteine werden durch Mischen von Zement, quarzhaltigem Sand und Wasser hergestellt. Die Oberfläche der meisten Dachsteine aus Beton ist mit einer Acrylatbeschichtung auf Wasserbasis veredelt. In die Farbe eingebettet sind wiederum Eisenoxydpigmente und mineralische Füllstoffe.

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Betonfertigteile

Fertigteile aus Beton werden in einer Fabrik hergestellt, dort gelagert, auf die Baustelle geliefert und dann montiert. Aus großformatigen Fertigteilen werden Decken, Wände und Dächer hergestellt. Fertigteile aus gefügedichtem Leichtbeton haben ein geringeres Gewicht, lassen sich leichter transportieren, sind wärmedämmend und leichter zu bearbeiten (siehe Leichtbeton).

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Bewehrung

Die Einlagen im Beton werden Bewehrung genannt. Diese sind aus Stahl und je nach Anforderung als Stäbe, Geflecht oder Matte ausgebildet. Die Bewehrung erhöht deutlich die Belastbarkeit der damit ausgestatteten Bauteile (siehe Faserzement).

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Biogas-Anlagen

Biogas wird in Vergärungsanlagen aus landwirtschaftlicher Gülle, Haushalts-Biomüll oder organischen Reststoffen der Lebensmittelindustrie gewonnen.

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Biologie

Die Lehre vom Leben der Menschen, Tiere, Pflanzen und der Mikroorganismen. Sie umfasst die Lehre von chemischen und physikalischen Vorgängen in der belebten Natur sowie das Studium von Verhaltensweisen.

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Biomasse-Anlagen

Energie aus Biomasse wird durch Verbrennung aus natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. Hierbei wird nicht mehr CO2 freigesetzt, als zuvor durch das Wachstum der Pflanzen gebunden wurde. Als natürliche Energieträger bieten sich Reststoffe aus der Land- und Forstwirtschaft an, wie Stroh und Gülle.

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Biomassefeuerungsanlagen

Siehe Biomasse-Anlagen.

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Brennwerttechnik

Bei normalen Kesseln verdampft das im Brennstoff enthaltene Wasser und zieht durch den Schornstein ungenutzt ab. Der Brennwertkessel nutzt zusätzlich die Kondensationswärme und erhöht damit den Wirkungsgrad der Verbrennung von Heizöl und Heizgas. So erreicht der Brennwertkessel einen Wirkungsgrad von 104% (siehe Thermischer Wirkungsgrad). Da das Kondensat abfließen muss, benötigt der Brennwertkessel neben dem Schornstein auch einen Wasserabfluss 

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CO2

Chemische Formel für das Gas Kohlendioxid. CO2 entsteht u.a. durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe (Öl, Benzin, Gas) und als Treibhausgas für die Erwärmung der Erdatomsphäre verantwortlich. 

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Dachdurchdringung

Die Dachdurchdringung ist die Stelle, an der Antennen, Kamine, Solar-Anschlussleitungen oder Entlüftungsrohre über die Dachfläche hinaus ins Freie gehen.

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Dacheindeckung

Zur Dachdeckung verwendete Materialien sind:

 

  • Betondachsteine: Sie bestehen aus einer Mischung von Portlandzement, quarzhaltigem Sand und Wasser. Die Oberfläche ist meist mit einer Acrylatbeschichtung versehen.
  • Bleche sind teuer in der Anschaffung, aber äußerst haltbar und quasi wartungsfrei. Kupferblech erhält im Laufe der Zeit (durch Oxidation) seine charakteristische grüne Patina.
  • Tondachziegel werden als klassisches Dachdeckungsmaterial seit etwa zweitausend Jahren verwendet. Sie bestehen aus dem heimischen Rohstoff Ton (siehe Tondachziegel).
  • Faserzement: Synthetische oder auch pflanzliche Fasern werden mit Zement vermengt und anschließend zu Faserzementteilen geformt (siehe Faserzement).
  • Kies wird auf Flachdächern mit Dachpappe zum Schutz vor Sonneneinstrahlung und zum Ausgleich hoher Temperaturdifferenzen aufgebracht.
  • Reet besitzt zwar eine hervorragende Wärmedämmung, ist allerdings nur etwa 50 Jahre haltbar. Dächer aus diesem Material erfordern besondere Brandschutz- und Versicherungsmaßnahmen.
  • Schiefer: Das graue Naturgestein besteht aus Glimmer, Quarz und Ton. Die Glimmerlagen geben auch hohen Umweltbelastungen, wie saurem Regen, keine Chance und machen Schiefereindeckung sehr widerstandsfähig. Da die Eindeckung jedoch aufwendig ist, ist sie mit hohen Kosten verbunden.
  • Schindeln: Brettchen aus Tannen-, Lärchen- oder Fichtenholz, die auf Dachlatten genagelt werden
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Dachneigung

Die Dachneigung ist der Winkel zwischen Dach und horizontaler Linie des Hauses. Die Dachneigung wird in Grad oder Prozent angegeben. Von ihr ist das Dachdeckungsmaterial abhängig. Je flacher das Dach ist, desto dichter muss die Eindeckung sein, um zu verhindern, dass Wasser in die Unterkonstruktion eindringen kann.

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Dachüberstand

Der Dachüberstand ist der Teil des Daches, der über die Außenwand herausragt. Er bietet besonders der Fassade Schutz vor Witterungseinflüssen. Ist der Dachüberstand weit genug, kann u.U. auf Holzschutzmittel für Türen, Fenster, Balkone etc. verzichtet werden.

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Dampfdiffusion

Dampfdiffusion beschreibt die Wanderung des Dampfes durch einen Bauteil. Dampf wandert immer vom Warmen zum Kalten, also bei einem Haus von innen nach außen. Deshalb sollen Wände und Decken von innen dampfdichter sein als von außen (siehe Atmungsaktivität). Dampfdichte Baustoffe sind z.B. Glas, Stahl. Dampfdurchlässige Baustoffe sind z.B. Ziegel, Porenbeton, Leichtbeton.

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Dampfdiffusionswiderstand

Jedes Material setzt der Wanderung des Dampfes einen Widerstand entgegen. Er wird mit der dimensionslosen Größe j£ gemessen. Luft hat die Dampfdiffusionszahl ~ = 1; Dicht verschweißte Aluminiumfolie hat die Dampfdiffusionszahl ~ = 0;

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Dampfsperre

Diffusionsdichte Schicht zum Schutz von Bauteilen gegen eindringenden Wasserdampf.

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Dämmstoffe

 

Ein Dämmstoff ist ein Stoff mit wärme- und / oder schalldämmenden Eigenschaften. Bei allen Dämmstoffen muss die Baustoffklasse für das Brandverhalten angegeben werden (Brandschutz). Außerdem werden noch Wärmeleitwerte und Eignungsmöglichkeiten der jeweiligen Materialien ausgewiesen.

 

  • Mineralwolle: Mineralwolle wird in Stein- und Glaswolle unterschieden. Steinwolle entsteht durch Schmelzen und anschließendes Zerfasern verschiedener Gesteinsarten. Glaswolle besteht zu 60 Prozent aus Altglas. Unter Zugabe von Kunstharzen wird das Material abgebunden und erhält so seine Formbeständigkeit. Sie werden zu Platten, Rollen, Streifen, Matten oder Filzen gepresst und verfügen über sehr niedrige Wärmeleitwerte von etwa 0,035 W/qmK (Wärmeleitfähigkeit).
  • Polystyrol-Hartschaum ist ein harter, zäher Schaumstoff, der in zwei Varianten erhältlich ist: als Partikelschaum (Styropor) oder als Extruderschaum. Styropor entsteht durch Aufschäumen von Polystyrolgranulat, das sich aufgrund der Wärmeentwicklung verklebt. Dämm-Material aus Polystyrol-Hartschaum wird in Plattenform geliefert, weist eine sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit von etwa 0,03 W/qmK auf und ist gesundheitlich weitgehend unbedenklich.
  • Polyurethan-Hartschaum wird mit FCKW-freien Treibmitteln aufgeschäumt. Auch hier sind die Wärmeleitwerte sehr niedrig (0,02 bis 0,03 W/qmK), allerdings ist das Brandverhalten nur als durchschnittlich zu bewerten.
  • Schaumglas besteht vorwiegend aus Quarzsand. Dieser wird gemahlen, mit Kohlenstoff vermischt und unter Hitze geschmolzen. Der oxidierende Kohlenstoff bildet Gasblasen, die das Glas aufschäumen. Das in Platten gelieferte Schaumglas ist extrem druckfest, praktisch diffusionsdicht und verfügt über eine niedrige Wärmeleitfähigkeit (0,045 W/mk). Es wird in die höchste Baustoffklasse A1, also nicht brennbar, eingestuft.
  • Perlit ist ein Schüttdämmstoff, der aus vulkanischem Gestein hergestellt wird. Der Rohstoff wird gemahlen, erhitzt und unter Dampfentwicklung auf das etwa 20-fache seines ursprünglichen Volumens expandiert. Das körnige Material wird zur Dämmung von Decken und Fußböden als Schüttung eingesetzt oder in Form von Verlegeplatten als Trockenestrich verwendet. Die Wärmeleitfähigkeit liegt nur im mittleren Bereich (zwischen 0,1 und 0,05 W/qmK), dafür ist Perlit umweltverträglich und nicht brennbar.
  • Blähton ist ein körniger Schüttdämmstoff aus Ton. Die Tonkügelchen werden gebrannt und dehnen sich während des Brennvorgangs so weit, dass die Oberfläche schmilzt und dadurch eine schützende Außenhaut bildet. Die so entstandenen feinporigen, festen und trotzdem leichten Tonperlen, verfügen über eine mittlere Wärmeleitfähigkeit (0,08 bis 0,2 W/qmK). Blähton ist unbrennbar und baubiologisch empfehlenswert.
  • Zellulosedämmstoff wird aus Altpapier gewonnen. Unter Zugabe von Borsalzen, die gegen den Befall mit Bakterien schützen, wird das Altpapier zerkleinert und anschließend verdichtet. Der Dämmstoff wird entweder offen auf Decken aufgeblasen oder über einen Luftschlauch in Hohlräume eingeblasen. Zur Dämmung von Leichtbauwänden können die Zelluloseflocken auch feucht in die Gefache gesprüht werden. Die Wärmeleitfähigkeit des Zellulosematerials ist niedrig (0,045 W/qmK) und das Material baubiologisch unbedenklich. Zwar sind Zellulosedämmstoffe nicht brennbar, doch da sie im Brandfall verkohlen werden sie in die Baustoffklasse normal entflammbar eingestuft.
  • Schafwolle aus 100 Prozent Schurwolle wird zu Dämm- und Isoliermatten verarbeitet. Um Schädlingsbefall vorzubeugen, wird das Wollfett ausgewaschen. Dämm-Matten aus Schafwolle eignen sich besonders zur Wärme- und zur Schalldämmung von Trennwänden, Zwischenböden und Decken. Schafwoll-Matten haben eine niedrige Wärmeleitfähigkeit von 0,04 W/qmK. 







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Dehnfugen

Wenn starre Materialien wie beispielsweise Beton oder Estrich beim Abbinden ihr Volumen verringern, führt dies zu Rissbildungen, wobei große und massige Bauteile von Rissbildung stärker betroffen sind. Diese Risse bedeuten unter Umständen eine statische Beeinträchtigung, gewiss aber eine Undichtigkeit. Um ein unkontrolliertes Reißen zu verhindern, werden Dehnfugen angeordnet (siehe Rissbildung).

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Dezibel

Dezibel ist die Maßeinheit für den vom menschlichen Ohr wahrnehmbaren Schalldruckpegel. Als Abkürzung für diese Einheit gilt dB(A). Wie viel Schall von Außenwänden oder anderen Gebäudeteilen geschluckt werden kann, drückt das Schalldämm-Maß aus, das ebenfalls in Dezibel angegeben wird.

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Druck

Der für den Hausbau relevante Druck ist der Luftdruck. Auf Wetterkarten wird der Luftdruck in Millibar angegeben. Den Druckausgleich verspüren wir als Wind. Die Windstärke wiederum ist der entscheidende Wert für Wärmebedarf eines Hauses. Je höher das Gebäude, desto stärker nimmt der Wind Einfluss auf den Wärmebedarf (siehe Fugendurchlasskoeffizient). Deshalb ist es schon bei der Planung wichtig zu beachten, wie das Haus steht und welche Außenwände zur Windseite zeigen.

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Einschalige Wand

Die einschalige oder auch monolithische Wand ist der klassische Wandaufbau, der Tragfunktionen, Statik, Schallschutz und Wärmedämmung in einem erfüllt. Die einschalige Wand wird vorwiegend aus Ziegelmauerwerk gebaut. Ökologisch ist die monolithische Wand nahezu ideal, weil sie aus nur einem Material besteht. Dies hat den Vorteil, neben guter Dampfdiffusion und einem idealen Raumklima auch im Falle eines Abrisses des Gebäudes problemlos wieder verwertbar zu sein. Mischmauerwerk oder mehrschichtiges Verbundsystem-Mauerwerk mit aufgebrachten Wärmedämmsystemen ist in der Entsorgung hingegen oftmals sehr kostenintensiv, da es als "Problemmüll" eingestuft werden muss (siehe Mischbauweise).

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Elektrische Wärmepumpenanlage

Siehe Wärmepumpe.

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Emission

Das Ablassen oder Ausströmen fester, flüssiger oder gasförmiger Stoffe aus Anlagen oder technischen Abläufen, welche die Luft, das Wasser oder andere Umweltbereiche verunreinigen. Hierunter wird auch die Freisetzung von Geräuschen und Erschütterungen sowie Licht-, Wärme- und radioaktiver Strahlung verstanden. Emissionen führen zu Immissionen (siehe Immission).

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Entlüftungsziegel (Entlüfter)

Entlüftungsziegel oder Entlüfter sind Dachziegel mit Lüftungsöffnungen. Sie werden in die Dachfläche eingebaut, wenn der First vermörtelt ist und gewährleisten eine ausreichende Hinterlüftung der Dachkonstruktion sowie den Transport von Schwitzwasser und Feuchtigkeit nach draußen.

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Engoben

sind natürliche und meistens farbige Tonschlämme, die vor dem Brennen auf Tondachziegel aufgesprüht werden und beim Brennvorgang eine unlösbare Verbindung mit dem Ziegel eingehen (siehe Tondachziegel). Engoben geben den sonst naturroten Tondachziegeln abriebfeste Oberflächen-Farben (Rotbraun, Kupferbraun, Schwarz, Grau etc.) und sind die "ökologische" Variante der Einfärbung von gebrannten Tondachziegeln. Durch ihre offenporige Struktur behält der Ziegel seine guten diffusionsoffenen Eigenschaften, wird aber widerstandsfähiger gegen sauren Regen, extreme Witterungen und UV-Strahlen. Der nächste Schritt zur Oberflächen-Veredelung von Tondachziegeln sind meist farbige Glasuren.

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Estrich

Der Estrich ist der maßgebende Teil des Fußbodenaufbaus. Er gleicht Höhendifferenzen der Rohdecke aus und bildet einen ebenen Untergrund für den abschließenden Bodenbelag. Es wird nach Baustellen- und Fertigteil-Estrichen unterschieden. Beide Systeme haben ein mineralisches Gerüst und werden nach der Art des jeweils verwendeten Bindemittels unterteilt:

 

  • Zement-Estrich besteht aus Zement, Wasser und Zuschlagstoff (Sand). Er wird bis zu einer Dicke von zehn Zentimetern aufgebracht, mit einer Richtlatte abgezogen und anschließend mit einem Reibebrett abgerieben. Bei größeren Flächen müssen Dehnfugen (siehe Dehnfugen) angeordnet werden.
  • Anhydrit-Estrich setzt sich aus Anhydrit-Binder (Gips), Wasser und Zuschlagstoff, sowie Zementestrich zusammen. Beim Einsatz in Feuchträumen muss er aufgrund der hohen Wasseraufnahmefähigkeit des Anhydrits vor Feuchtigkeit geschützt werden.
  • Gussasphalt-Estrich besteht aus Bitumen, Sand und Splitt als Zuschlagstoff sowie Füllstoffen. Er wird bei einer Temperatur von 220 bis 250 Grad Celsius eingebracht. Dieser Estrich ermöglicht geringe Einbaudicken und benötigt nur wenige Dehnfugen. Gussasphalt-Estrich ist feuchtigkeitsunempfindlich und kann nach dem Erkalten mit Belag versehen werden. Durch die hohen Einbautemperaturen können jedoch nicht alle Dämmstoffe eingesetzt werden.
  • Alle Baustellenestriche lassen sich entsprechend der Art des Einbaus beziehungsweise des Aufbaus und der späteren Nutzung klassifizieren:
  • Estrich auf Trennschicht bedeutet, dass zwischen Rohdecke und Estrich eine Trennschicht aus PE-Folie oder Bitumenpappe liegt.
  • Schwimmender Estrich: unter dem Estrich liegt eine Dämmschicht. Sie werden durch einen Randdämmstreifen von den Wänden getrennt, wodurch keinerlei Verbindung zur Rohdecke und den Wänden (daher schwimmend) besteht.
  • Heiz-Estrich ist ein beheizbarer schwimmender Estrich für den Einsatz bei Fußbodenheizungen.
  • Fließ-Estrich nennt sich ein werkseitig vorgemischter Trockenmörtel auf Anhydritbasis, der aufgrund von werkseitig beigemischten Zusätzen plus Wasserzugabe auf der Baustelle eine fließfähige Konsistenz erhält. Fließestriche sind selbstnivellierend (d.h. sie verteilen sich selbsttätig gleichmäßig), wodurch das aufwendige Verteilen, Abziehen, Verdichten und Glätten der Estrichschicht entfällt.
  • Fertigteil-Estriche, die zweite Gruppe der Estriche, wird auch als Trocken-Estrich bezeichnet und besteht aus vorgefertigten Platten oder Elementen, die auf der Baustelle miteinander verbunden werden. Übliche Materialien sind Gipsfaserplatten, Holzspanplatten und zementgebundene Platten, die eine schnelle Verlegung ermöglichen. Der Trocken-Estrich kann sofort mit einem Belag, wie Fliesen, Parkett oder Teppich versehen werden.
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