Riester Informationspflicht

Was bedeutet der Satz "Ethische, soziale und ökologische Belange wurden bei der Verwendung der eingezahlten Altersvorsorgebeiträge nicht berücksichtigt" auf dem Kontoauszug?

Altersvorsorgeverträge sind nur dann förderungswürdig, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllen, die im Gesetz über die Zertifizierung von Altersvorsorgeverträgen (AltZertG) festgelegt sind. Unter anderem gehört zu den verbindlichen Kriterien die "ökologische Berichtspflicht" der Anbieter, in der sie darüber informieren müssen, ob und wie sie ethische, soziale und ökologische Belange bei der Verwendung der eingezahlten Beiträge berücksichtigen. Mit dem Zusatz auf dem Kontoauszug kommen wir dieser Berichtspflicht nach.

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Was bedeutet der Satz „Das nach Abzug der Kosten zu Beginn der Auszahlungsphase voraussichtlich zur Verfügung stehende Kapital beträgt XXX€“ auf dem Kontoauszug?

Der Satz soll Ihnen einen ungefähren Richtwert an die Hand geben, wie viel Kapital Sie zum Rentenbeginn voraussichtlich auf Ihrem Riestervertrag angespart haben.
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Erweiterung der jährlichen In-formationspflicht: Für welche Verträge erfolgt diese Informationspflicht?

Für alle reinen Wohnriester Sparverträge, die ab dem 01.01.2017 abgeschlossen wurden, hat der Anbieter eines Altersvorsorgevertrages gegenüber dem Kunden eine erweiterte jährliche Informationspflicht. BHW kommt dieser erweiterten Informationspflicht wie bisher auf dem Jahreskontoauszug nach.

Wie bisher muss der Anbieter den Kunden jährlich schriftlich über folgende Punkte informieren:

1. Die Verwendung der eingezahlten Beiträge
2. Die Höhe des gebildeten Kapitals
3. Die im abgelaufenen Beitragsjahr angefallenen tatsächlichen Kosten
4. Die erwirtschafteten Erträge

Neu hinzugekommen ist die jährliche Informationspflicht des Anbieters, den Kunden von reinen Sparverträgen bis zum Beginn der Auszahlungsphase (Verrentungsphase) jährlich über

5. Das nach Abzug der Kosten zu Beginn der Auszahlungsphase voraussichtlich zur Verfügung stehende Kapital

zu informieren.

Bei Finanzierungskunden gilt die neue jährliche Informationspflicht nach Nr. 5 nicht, da diese Kunden kein Kapital ansammeln, welches später verrentet wird (Kapital wird zur Darlehenstilgung verwendet).

Wie bisher muss der Anbieter eines Altersvorsorgevertrages den Kunden im Rahmen der jährlichen Informations-pflicht auch darüber schriftlich informieren, ob und wie ethische, soziale und ökologische Belange bei der Verwen-dung der eingezahlten Beiträge berücksichtig werden.

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Welcher Beitrag wird in der erweiterten Informationspflicht ausgewiesen?

Die erweiterte Regelung nimmt die bisherigen jährlichen Informationspflichten (Nr. 1 bis4) aus dem Alterszertifizierungsgesetz (§7a AltZertG) auf und ergänzt diese um die Angabe (Nr. 5)

des nach Abzug der Kosten zu Beginn der Auszahlungsphase (= Verrentungsphase)
voraussichtlich zur Verfügung stehenden Kapitals.

BHW betrachtet den Vertragsverlauf des Kunden im konkreten Beitragsjahr und rechnet die Werte bis zum Verrentungsbeginn hoch. Es handelt sich nur um eine voraussichtliche Angabe.

Jede Änderung in Folgejahren kann daher zu anderen Ergebnissen auf späteren Jahreskontoauszügen führen.

Die Informationspflicht besteht nicht, wenn die Geschäftsbeziehung im Hinblick auf den jeweiligen Altersvorsorge-vertrag zwischen dem Verbraucher und dem Anbieter beendet wurde (z.B. weil das angesparte Kapital vollständig aus dem Altersvorsorgevertrag entnommen wurde oder das gewährte Darlehen vollständig getilgt wurde).

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