Riesterförderung und ungeförderte Tarifvariante

Was ist die Bescheinigung nach § 92 EStG?

Die Bescheinigung nach § 92 EStG ist für Ihre Unterlagen bestimmt. Diese gibt Auskunft über den Stand des Altersvorsorgevertrages und enthält folgende Informationen:

  • geleistete Altersvorsorgebeiträge im abgelaufenen Beitragsjahr
  • Summe der insgesamt gutgeschriebenen Zulagen bis zum 31.12. Vorjahr
  • Summe der insgesamt geleisteten Altersvorsorgebeiträge bis zum 31.12. Vorjahr
  • Stand des Altersvorsorgevermögens zum 31.12. Vorjahr
  • Stand des Wohnförderkontos (falls vorhanden) zum 31.12. Vorjahr

Diese Bescheinigung erhalten Sie mit separater Post voraussichtlich Ende März / Anfang April 2018.

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Warum ist für meinen Riester-Bausparvertrag keine Abgeltungsteuer belastet worden, obwohl ich keinen Freistellungsauftrag bzw. Nichtveranlagungsbescheinigung eingereicht habe?

Wohn-Riester-Verträge sind grundsätzlich von der Abgeltungsteuer befreit. Bis zum Eintritt in die Auszahlungsphase sind die Beiträge somit steuerfrei, in der Auszahlungsphase wird die Riester-Rente versteuert.
Erhält der Kunde vor der Rentenphase eine Leistung aus dem Wohn-Riester Vertrag, sind die Erträge, welche auf ungefördertem Kapital basieren, im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung zu versteuern.
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Wie können die für meinen Riester-Bausparvertrag geleisteten Beiträge bzw. Tilgungsleistungen im Rahmen der Einkommensteuer-Erklärung berücksichtigt werden?

Seit dem Beitragsjahr 2010 wird hierfür ein Datensatz in elektronischer Form an die zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) versandt und von dort an das Bundeszentralamt für Steuern weitergeleitet. Der Datensatz kann allerdings nur an die ZfA geschickt werden, wenn der Kunde uns eine Einwilligung zur Datenübermittlung oder eine Dauerzulagenvollmacht, jeweils unter Angabe seiner Identifikationsnummer, erteilt hat. Es ist daher unbedingt darauf zu achten, dass der Kunde eine Dauerzulagenvollmacht erteilt und die Identifikationsnummer mitteilt.
Hat der Kunde keine Dauerzulagenvollmacht bzw. Einwilligung erteilt, wird kein Datensatz verschickt und es findet keine Günstigerprüfung im Rahmen der Einkommensteuererklärung statt. Ob der Datensatz verschickt wurde, kann der Rückseite der Bescheinigung nach § 92 EStG entnommen werden.
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Warum habe ich keine Zulage erhalten? Warum wurde meine Zulage wieder abgezogen / belastet?

Die Beantragung der Altersvorsorge erfolgt immer erst nach Ablauf des Beitragsjahres. Wenn der Vertrag z.B. im Jahr 2017 abgeschlossen wurde, wird die Zulage erst im Jahr 2018 beantragt. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Kontoauszuges wurde die Zulage noch nicht beantragt/gewährt und ist daher noch nicht ersichtlich.

Uns liegt eine Zulagenrückforderung der ZfA vor. Gründe für die Rückforderungen können zum Beispiel sein:

1) Fehlende Vollmacht zur Übermittlung der Besoldungsdaten bei Beamten, Richtern, Soldaten, etc.
2) Falsche Zulagenberechtigung (mittelbar/unmittelbar vertauscht
3) Kinderzulagen wurden doppelt (also bei beiden Ehegatten) beantragt bzw. es besteht kein Kindergeldanspruch mehr

Die oben aufgeführten Gründe sind nicht abschließend. Im Zweifelsfall ist eine telefonische/schriftliche Klärung mit der ZfA durchzuführen. Die Telefonnummer der ZfA für Kunden lautet 03381/21 22 23 24.

Die Zulage wird vom Kunden zurückgefordert. Zur Rückführung der Zulage sind wir als Anbieter gesetzlich verpflichtet. Über die Zulagenrückforderung informieren wir den Kunden mit einem separaten Anschreiben. Außerdem erhält der Kunde auf der Bescheinigung nach §92 EStG ebenfalls einen Hinweis auf die Zulagenrückforderung. Danach hat der Kunde 1 Jahr lang Zeit einen Antrag auf Festsetzung zu stellen, um die belastete Zulage erneut zu beantragen.

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Warum habe ich nur eine anteilige Zulage erhalten? Kann ich für das vergangene Jahr noch Zahlungen leisten?

Die Festsetzung der Zulage obliegt der ZfA. BHW hat hierauf keinen Einfluss. Gründe für eine anteilige Gewährung der Zulage können z.B. sein:

1) Der Kunde bespart 2 Riesterverträge (Zulage wird auf beide Verträge aufgeteilt)
2) Der Kunde ist unmittelbar zulagenberechtigt und hat nicht genügend eingezahlt für die volle Zulage (4%-Regel)
3) Der Kunde ist mittelbar berechtigt und der unmittelbare Partner hat nicht die volle Zulage erhalten

Für vergangene Beitragsjahre kann keine Nachzahlung mehr erfolgen. Sparbeiträge die berücksichtigt werden müssen immer im gleichen Jahr eingezahlt werden (Zu- und Abflussprinzip §11 EStG). Sparbeiträge die bis zum 10. Januar eines Jahres geleistet werden, sind noch für das Vorjahr berücksichtigungsfähig.

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Bei Vertragsabschluss wurde mir etwas von einem Bonus erzählt. Warum sehe ich den Bonus nicht auf dem Kontoauszug?

BHW bietet Wohnriester-Verträge an, bei denen der Kunde einen Bonus auf seine Einzahlungen/Zulagen erhält. Der Bonus beträgt 10% auf max 2.100,00 EUR in dem Tarif F maxx (DR).

In dem Tarif FörderBausparen Flex (WR) beträgt der Bonus 6% auf max. 2100,00 EUR und max. 6% auf die Bausparsumme p.a.

Eine Prüfung des Bonusanspruches erfolgt, sobald der Kunde in die Auszahlungsphase (= Verrentungsphase) kommt. Mit der Gutschrift erfolgt der Ausweis im Kontoauszug.

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Warum habe ich für meinen Riester-Vertrag einen/keinen Antrag auf WoP erhalten?

In dem Tarif FörderBausparen Flex (sowohl mit/ohne Vertragsentgelt) besteht keine Möglichkeit eine WoP zu beantragen. Insofern wird bei diesem Tarif auch kein WoP-Antrag verschickt.

In dem Tarif F maXX erhält der Kunde einen Antrag auf Wohnungsbauprämie wenn er entweder:

1) Über 50,00 EUR Guthabenzinsen erhält
2) Über 2.100,00 EUR p.a. einzahlt (der Antrag weist nur Beträge >2.100,00 EUR aus)

Die sonstigen Regelungen für die Beantragung der WoP gelten weiterhin.

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Was ist eine ungeförderte Tarifvariante und warum ist mein Vertrag ungefördert?

Bei der ungeförderten Tarifvariante handelt es sich um einen Vertrag der ursprünglich als Altersvorsorgevertrag abgeschlossen wurde. Aufgrund verschiedener Gründe ist aber die Förderfähigkeit für den Vertrag entfallen (z.B. Aufgabe der Selbstnutzung bei vorfinanzierten Verträgen). Der Vertrag wird quasi wie ein „normaler“ Bausparvertrag weitergeführt.

Damit keine „unberechtigte“ Zulage beantragt wird, wird der Vertrag in die ungeförderte Tarifvariante umgestellt.

Das hat zur Folge, dass die bisher angefallenen und zukünftigen Erträge abgeltungsteuerpflichtig werden. Für die bisher angefallenen Erträge erhält der Kunde eine separate Leistungsmitteilung nach §22 EStG. Die Erträge die zukünftig anfallen, werden mit Abgeltungsteuer belastet.

Weiterhin kann für die zukünftigen Zahlungen wieder eine Wohnungsbauprämie beantragt werden. Gilt nur im Tarif F maxx!

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