Fragen zu vermögenswirksamen Leistungen (vL) / Arbeitnehmer-Sparzulage (ASZ)

Wie viel vermögenswirksame Leistungen bzw. Arbeitnehmer-Sparzulage kann ich erhalten?

Für vermögenswirksame Leistungen, die der Arbeitgeber vom Kunden oder eines weiteren Arbeitnehmers auf den Bausparvertrag überweist, gewährt der Staat auf einen jährlichen Höchstbetrag von 470 EUR pro Arbeitnehmer eine Arbeitnehmer-Sparzulage von 9 %, sofern die Einkommensgrenzen nicht überschritten werden.
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Kann ich vermögenswirksame Leistungen auch zur Tilgung eines Bauspardarlehens verwenden?

Ja, das ist möglich. Auch für diese Zahlungen können Sie dann die Arbeitnehmer-Sparzulage beantragen.

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Wer kann vL anlegen?

Jeder Arbeitnehmer (mit einigen wenigen Ausnahmen wie z.B. Entwicklungshelfer, Geschäftsführer einer GmbH).

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Welche Einkommensgrenzen muss ich beachten?

Folgende Grenzen sind zu beachten (es gilt das zu versteuernde Einkommen
im Sparjahr):

 

Alleinstehende Verheiratete / Verpartnerte
< 17.900,00 EUR < 35.800,00 EUR
=> es kann Arbeitnehmer-Sparzulage beantragt werden.
 
17.900,00 - 25.599,99 EUR 35.800,00 - 51.199,99 EUR
=> die vL können zur Beantragung der Wohnungsbauprämie herangezogen werden.
Bitte auf dem Antrag auf Wohnungsbauprämie im Feld "nachrichtlich
vermögenswirksame Leistungen in vollen EUR"die Ankreuzmöglichkeit nutzen.
 
ab 25.600,00 EUR ab 51.200,00 EUR
=> es kann weder Arbeitnehmer-Sparzulage noch Wohnungsbauprämie beantragt
werden.

 

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Meine vermögenswirksamen Leistungen werden nicht als solche ausgewiesen. Was muss ich tun?

Nur wenn Sie Anspruch auf Arbeitnehmersparzulage haben (Einkommensgrenzen beachten), ist eine Korrektur der Einzahlungen in vermögenswirksame Leistungen durch uns erforderlich. Bitte informieren Sie uns entsprechend. Wir kennzeichnen die Einzahlungen dann in vL um und erstellen eine Kundeninformation vermögenswirksame Leistungen, sofern eine Einwilligung zur Datenübermittlung von Ihnen vorliegt. Bitte informieren Sie außerdem Ihren Arbeitgeber, dass dieser die vermögenswirksamen Leistungen zukünftig nach den gesetzlichen Anforderungen zu überweisen hat.

Jeder Arbeitnehmer (vL-Anleger), der im Rahmen der persönlichen Einkommensgrenzen berechtigt ist, Arbeitnehmersparzulage zu erhalten, und diese auch beantragen möchte, muss außerdem die Einwilligung zur Datenübermittlung erteilen.

Ohne die gültige Einwilligung des Arbeitnehmers darf BHW die Daten zu vermögenswirksamen Leistungen nicht an das Bundeszentralamt (BZSt) übermitteln.

Liegt Ihr Einkommen außerhalb der Einkommensgrenzen, ist es nicht erforderlich, die Einwilligung einzureichen.

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Wie erkenne ich, für welches Jahr die vL überwiesen ist?

Der Arbeitgeber gibt bei der Überweisung die Zuordnung zu einem Jahr an. Weicht diese vom Kalenderjahr ab, wird das Jahr im Kontoauszug entsprechend ausgewiesen.

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Kann ich für die vL auch Wohnungsbauprämie beantragen?

Ja, das ist möglich, wenn Ihr Einkommen über der Einkommensgrenze für die Arbeitnehmersparzulage und unter der Einkommensgrenze für die Wohnungsbauprämie liegt. Bitte auf dem Antrag auf Wohnungsbauprämie im Feld "nachrichtlich vermögenswirksame Leistungen in vollen EUR" die Ankreuzmöglichkeit nutzen.
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Können vL auch in normale Einzahlungen umgewandelt werden?

Nein.

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Warum wurde keine vL-Bescheinigung erstellt?

Ab dem Kalenderjahr 2017 entfällt die vL-Bescheinigung. Für die Beantragung der Arbeitnehmersparzulage im Rahmen der Einkommensteuererklärung ist eine papiergebundene Bescheinigung nicht mehr nötig. Stattdessen werden die Beträge von BHW in elektronischer Form an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) gemeldet. Voraussetzung dafür ist, dass Sie eine Einwilligung zur Datenübermittlung erteilt haben.
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Warum wurde eine Kundeninformation vL erstellt?

Ab dem Kalenderjahr 2017 werden Beträge zu vermögenswirksamen Leistungen Ihnen nicht mehr in Papierform bescheinigt, sondern für jeden Arbeitnehmer (vL-Anleger) elektronisch an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) gemeldet, sofern Sie dazu eine Einwilligung erteilt haben.

BHW ist verpflichtet, die Arbeitnehmer, die ihre Einwilligung zur Datenübermittlung erteilt haben (und damit BHW als vL-Anleger bekannt sind) und für die Daten elektronisch übermittelt werden, über die Meldedaten zu informieren.

Dies erfolgt über die Kundeninformation vermögenswirksame Leistungen.

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Warum habe ich keine vL-Bescheinigung erhalten und was kann ich tun?

Sie erhalten die Kundeninformation vL ausschließlich für Ihre vermögenswirksamen Leistungen, wenn Sie eine Einwilligung zur elektronischen Datenübermittlung erteilt haben mit dem Jahreskontoauszug 2017.

Die Nicht-Erstellung der Kundeninformation vL kann mehrere Gründe haben:

- Sie haben keine Einwilligung zur elektronischen Meldung eingereicht.
Falls Sie berechtigt sind, die Arbeitnehmersparzulage zu erhalten (Einkommensgrenzen beachten), können Sie die Einwilligung bis zu zwei Jahren rückwirkend erteilen. vL-Antrag (PDF)

Liegt Ihr Einkommen außerhalb der Einkommensgrenzen, ist es nicht erforderlich, die Einwilligung zu erteilen. Sie würden in diesem Fall auch weiterhin keine Kundeninformation vL erhalten.

- Für das Jahr wurden keine vL angelegt.

- Der Arbeitgeber hat die vL nicht nach den gesetzlichen Anforderungen überwiesen. Die Beträge werden deshalb als normale Einzahlungen auf dem Vertrag gebucht und auch so im Kontoauszug ausgewiesen.
Eine nachträgliche Korrektur nach Kundenauftrag ist möglich. Dies ist nur erforderlich, wenn Sie berechtigt sind, die Arbeitnehmersparzulage zu erhalten (Einkommensgrenzen beachten). Sie müssen außerdem Ihren Arbeitgeber informieren, dass dieser die vermögenswirksamen Leistungen zukünftig nach den gesetzlichen Anforderungen überweist.

- Sie haben sich das Guthaben oder Teile des Guthabens vorzeitig auszahlen lassen. Dies kann sich ggf. prämienschädlich für das Jahr 2017 auswirken. Sie haben deshalb keine Bescheinigung Kundeninformation vL erhalten.

- Der Vertrag wurde in 2017 prämienschädlich abgerechnet, d.h. es wurde vorzeitig (vor Ablauf der steuerlichen Bindungsfrist von 7 Jahren) über das Guthaben verfügt.

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Wer sollte eine Einwilligung zur elektronischen Datenübermittlung erteilen?

Jeder Arbeitnehmer (vL-Anleger), der im Rahmen der persönlichen Einkommensgrenzen berechtigt ist, Arbeitnehmersparzulage zu erhalten, und diese auch beantragen möchte, sollte die Einwilligung zur Datenübermittlung erteilen.

Liegt das Einkommen des Arbeitnehmers außerhalb der Einkommensgrenzen, ist es nicht erforderlich, die Einwilligung zu erteilen.

Ohne die gültige Einwilligung des Arbeitnehmers darf BHW die Daten zu vermögenswirksamen Leistungen nicht an das Bundeszentralamt (BZSt) übermitteln.

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Ist es ausreichend, dass der Vertragsinhaber die Einwilligung zur elektronischen Datenübermittlung erteilt?

Ein vL-Anleger muss nicht immer der Vertragsinhaber sein.

Sofern für einen weiteren Berechtigten vermögenswirksame Leistungen von dessen Arbeitgeber auf einen Vertrag überwiesen werden, und wenn der vL-Anleger im Rahmen der persönlichen Einkommensgrenzen berechtigt ist, Arbeitnehmersparzulage zu erhalten, und diese auch beantragen möchte, sollte die Einwilligung zur Datenübermittlung erteilen.

Ohne die gültige Einwilligung des Arbeitnehmers darf BHW die Daten zu vermögenswirksamen Leistungen nicht an das Bundeszentralamt (BZSt) übermitteln.

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Wie kann ich eine Einwilligung zur elektronischen Datenübermittlung erteilen?

Mit dem Antrag auf Überweisung vermögenswirksamer Leistungen nach dem Vermögensbildungsgesetz (vL-Antrag) können Sie Ihre Einwilligung zur elektronischen Meldung erteilen.
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Wie lange ist die Einwilligung gültig?

Sofern eine Einwilligung erteilt wurde, hat diese bis zum schriftlichen Widerruf Gültigkeit.
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Wie kann ich die Einwilligung widerrufen?

Die Einwilligung kann schriftlich widerrufen werden. Der Widerruf muss vor Beginn des Kalenderjahres, für das die Einwilligung nicht mehr gelten soll, vorliegen. Der Widerruf ist zu richten an:

BHW Bausparkasse AG
Lubahnstraße 2, 31789 Hameln
FAX-Nr.: 05151 18-3001
E-Mail: info@bhw.de

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Kann die Einwilligung auch rückwirkend erteilt werden?

Ja, rückwirkend für zwei Jahre.

Derzeit kann diese Einwilligung rückwirkend bis einschließlich 2017 erfolgen, da erst ab dem Kalenderjahr 2017 die neue Regelung gilt.

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Wann erfolgt die elektronische Meldung?

BHW muss die Meldedaten spätestens bis zum 28. Februar an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) elektronisch übermitteln.
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Welche Angaben sind auf der Kundeninformation vL enthalten?

Ihre persönlichen Daten, die Art der Anlage, die Vertragsnummer, die Höhe der vermögenswirksamen Leistungen und der Institutsschlüssel (1000055) enthalten. Für die Anlageart 4 (Bausparvertrag) wird zusätzlich die Sperrfrist ausgewiesen.
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Welche Bedeutung und Auswirkung hat die Anlageart?

Es gibt 2 Möglichkeiten der Anlageart:
"4" = Anlage auf Bausparvertrag
=> es sind alle Angaben auf der Bescheinigung
=> die Arbeitnehmer-Sparzulage wird vom Finanzamt festgesetzt und nach Ablauf der Sperrfrist zugunsten des Bausparvertrages überwiesen

"8" = Anlage zum Wohnungsbau
=> das Ende der Sperrfrist wird nicht angezeigt
=> die Arbeitnehmer-Sparzulage wird vom Finanzamt ermittelt und mit der Steuerrückerstattung ausgezahlt bzw. verrechnet

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Sind auf der Kundeninformation vermögenswirksame Leistungen alle vL enthalten?

Die Beträge für die vermögenswirksamen Leistungen pro Jahr werden pro Vertrag und vL-Anleger auf der Kundeninformation ausgewiesen.

Der Vertragsinhaber erhält die Kundeninformation vL ausschließlich für seine vermögenswirksamen Leistungen, wenn er eine Einwilligung zur elektronischen Datenübermittlung erteilt hat.

Vermögenswirksame Leistungen, die für einen weiteren Berechtigten auf den Vertrag überwiesen wurden, werden diesem vL-Anleger nach der Übermittlung der Meldedaten an das BZSt im Februar über eine gesonderte Information mitgeteilt, sofern er eine Einwilligung zur elektronischen Datenübermittlung erteilt hat.

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Warum weichen die vL-Beträge im WoP-Antrag und der Kundeninformation vL voneinander ab?

Der WoP-Antrag enthält in Summe aller vL-Zahlungen aller vL-Anleger, die auf einem Vertrag eingegangen sind.

Die Kundenmitteilung vL weist die vermögenswirksamen Leistungen pro Vertrag und vL-Anleger aus, berücksichtigt also, für welchen vL-Anleger die vL-Beträge überwiesen wurden.

Ein Vertragsinhaber erhält die Kundeninformation vL ausschließlich für seine vermögenswirksamen Leistungen, wenn er eine Einwilligung zur elektronischen Datenübermittlung erteilt hat.

Vermögenswirksame Leistungen, die für einen weiteren Berechtigten auf den Vertrag überwiesen wurden, werden diesem vL-Anleger nach der Übermittlung der Meldedaten an das BZSt im Februar über eine gesonderte Information mitgeteilt, sofern er eine Einwilligung zur elektronischen Datenübermittlung erteilt hat.

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