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Heizungseffizienzlabel zeigt Einsparpotenzial

Heizungseffizienzlabel zeigt Einsparpotenzial

Spätestens ab 2026 dürfen keine neuen Ölheizungen mehr verbaut werden. Das hat die Bundesregierung beschlossen. Bestehende Anlagen dürfen zwar weiter betrieben werden, dennoch ist der Austausch oft sinnvoll – um Energiekosten zu sparen und das Klima zu schützen. Ob Ihr Heizkessel ein Energieverschwender ist, zeigt das nationale Effizienzlabel für Heizungsaltanlagen. Dieses wurde jetzt überarbeitet.

Diese Nachricht dürfte so manchen Immobilieneigentümer aufgeschreckt haben: Mit dem „Gesetz zur Vereinheitlichung des Energieeinsparrechts für Gebäude“ hat die Bundesregierung Ende Oktober 2019 den letzten großen Baustein für ihr Klimapaket auf den Weg gebracht. Ein Ergebnis: Die 5,7 Millionen Ölheizungen hierzulande sollen langsam, aber sicher aus den Kellern verschwinden – und ab 2026 dürfen keine mehr neu eingebaut werden. Ausgenommen von dem Verbot sind nur Gebäude, in denen keine klimafreundlichere Wärmeerzeugung möglich ist.

Laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) liegt das Durchschnittsalter von Heizgeräten in Deutschland bei 17,6 Jahren, mehr als ein Drittel ist sogar älter als 20 Jahre. Viele Haushalte nutzen für Heizung und Warmwasser längst veraltete Technik. Die Folge: ein viel zu hoher Energieverbrauch. Das zeigt sich dann Monat für Monat beim Blick auf die Heizkostenabrechnung. Dabei lassen sich nach Berechnungen der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online allein mit dem Umstieg von einem Standardölheizkessel auf einen modernen Brennwertkessel pro Jahr mehr als 10 Prozent an Energiekosten sparen. Die Kombination der Heizungsanlage mit erneuerbaren Energien spart sogar noch mehr: Laut co2online fallen in einem Durchschnittshaushalt mit einer modernen Gasbrennwertheizung Energiekosten von 2.700 Euro pro Jahr an – und in Kombination mit einer Solarthermie-Anlage rund 500 Euro weniger.



Kostenlose Prüfung durch den Schornsteinfeger

Ob Ihr Kessel zum alten Eisen gehört, können Sie nicht nur an Ihrer Heizkostenabrechnung ablesen, sondern auch am „nationalen Effizienzlabel für Heizungsaltanlagen“. Es zeigt, wie sparsam oder verschwenderisch Ihre Anlage mit Öl oder Gas umgeht. Seit 2016 dürfen Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger und bestimmte Energieberater das Label ausstellen. Seit 2017 sind bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger dazu verpflichtet, es an der Heizung anzubringen. Die Vergabe erfolgt im Rahmen der turnusgemäßen Feuerstättenschau an Heizungsanlagen, die älter als 15 Jahre sind. Das Label ist für den Heizungseigentümer kostenlos. Der Schornsteinfeger erhält vom BAFA eine Aufwandsentschädigung.

Das Etikett lässt sich genauso lesen wie die bekannten Labels von Haushaltsgeräten: Grün bedeutet geringer Energieverbrauch, Orange und Rot stehen für einen sehr hohen Verbrauch. In welche Kategorie Ihre Heizung fällt, zeigt ein genauer Blick auf die einzelnen Klassen. Diese wurden im September 2019 für bestimmte Heizungen angepasst.



Diese Heizung ist besonders effizient und/oder nutzt bereits erneuerbare Energien, um Wärme zu erzeugen:

  • A+++: Erd- oder Grundwasser-Wärmepumpe (mit/ohne Solaranlage), Klein-Blockheizkraftwerk, Brennwertkessel (Holz) mit Solaranlage
  • A++: Luft-Wärmepumpe mit/ohne Solaranlage, Klein-Blockheizkraftwerk, Brennwertkessel (Holz), Niedertemperaturkessel (Holz) mit Solaranlage
  • A+: Brennwertkessel (Gas und Öl) mit Solaranlage, Luft-Wärmepumpe, Klein-Blockheizkraftwerk, Niedertemperaturkessel (Holz)

Effizient und auf dem Stand der Technik: Ihr Heizkessel ist effizient, lässt sich aber noch optimieren oder durch erneuerbare Energien ergänzen:

  • A: Brennwertkessel (Gas und Öl)
  • B: Brennwertkessel (Gas und Öl)

Ineffizient und veraltet: Ihr Heizkessel verbraucht zu viel Energie. Prüfen Sie einen Kesseltausch, denn mit einem effizienten und mit erneuerbaren Energien betriebenen Gerät schonen Sie die Umwelt und Ihren Geldbeutel.

  • C: Alter Brennwertkessel (Gas und Öl), Niedertemperaturkessel (Gas und Öl)
  • D: Niedertemperaturkessel (Gas und Öl), Standardkessel (Gas und Öl).

Günstig modernisieren – und nicht mehr lange warten

Weist das Label Ihre Anlage als Energieverschwender (C oder D) aus, heißt das nicht, dass Sie den Kessel sofort austauschen müssen. Das Label und eine begleitende Broschüre informieren Sie lediglich über dessen Effizienz sowie über Energieberatungsangebote und staatliche Fördermöglichkeiten für die Heizungsmodernisierung. Allerdings gilt auch: Je älter die Heizung, desto größer die Gefahr, dass sie plötzlich kaputtgeht. Daher lohnt es, sich rechtzeitig Gedanken über eine Erneuerung und mögliche Alternativen zu machen. Eine moderne Brennwertheizung kostet laut co2online im Schnitt zwischen 6.000 und 9.000 Euro plus Handwerker. Gut zu wissen: Von den anfallenden Arbeitskosten dürfen Sie 20 Prozent von Ihrer Steuerschuld abziehen. So können Sie bis zu 1.200 Euro im Jahr an Steuern sparen. Eine Finanzierung Ihrer Modernisierung zu günstigen Konditionen über die gesamte Laufzeit bietet Ihnen zum Beispiel das BHW Konstantdarlehen. Mehr darüber erfahren Sie hier.

Und noch ein Tipp: Den Flyer „Neues Energielabel für alte Heizungen“ können Sie direkt hier herunterladen. Dort finden Sie unter anderem Tipps, wie der Staat Sie beim Optimieren Ihrer alten Heizung unterstützt.

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