BHW

Newsletter

Keine Chance für Energieverschwender

In vielen deutschen Kellern stehen noch veraltete Heizkessel, die viel Energie verbrauchen und hohe Kosten verursachen. Abhilfe schafft eine Modernisierung. Doch welche Heizung ist die richtige und wie teuer wird die Sanierung?

24 Jahre – so alt sind einer Analyse des Umweltbundesamts zufolge im Schnitt die Heizkessel in Deutschland. Das heißt: Viele Haushalte nutzen zum Heizen veraltete Technik. Die Folgen sind ein unnötiger Energieverbrauch und hohe Kosten. Zusätzlich belasten die Heizkesseldinos mit ihrem Verbrauch auch die Umwelt.

Dabei kann allein der Umstieg von einer alten Ölheizung auf einen modernen Öl-Brennwertkessel laut Stiftung Warentest eine Energiekostenersparnis von mehr als 10 Prozent bringen. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online kommt in einer Beispielrechnung für ein durchschnittliches Einfamilienhaus sogar auf Einsparmöglichkeiten von 21 Prozent. Die Anschaffung eines modernen Kessels macht sich demnach bereits nach sieben Jahren bezahlt.

 

Der richtige Zeitpunkt

Oft zwingt die Not Hausbesitzer zum Handeln: Wenn die alte Heizung nicht mehr anspringt, ist vor allem im Winter Eile geboten - viel Zeit für Überlegungen bleibt da nicht. Aber gerade das ist wichtig, um mit einer Heizungsmodernisierung optimale Ergebnisse zu erzielen. Mit der Investition in die richtige Technik können Sanierer viel Geld sparen. Denn neue Heizungen arbeiten in der Regel effizienter als alte. Sie nutzen die Brennstoffe besser aus und senken so den Verbrauch. Eine neue energieeffiziente Heizanlage hilft auch beim Klimaschutz. Dafür sorgen ein geringerer Brennstoffverbrauch, ein niedrigerer CO2-Ausstoß und die Möglichkeit, das Haus auch mit erneuerbaren Energien zu beheizen. Damit das funktioniert, muss die Heizung aber nicht nur zum Nutzer, sondern auch zum Haus passen.

Beispiel: Die Wärmepumpe ist ein umweltfreundliches Heizsystem, das kostenfrei verfügbare Energie aus Luft, Erde oder Wasser zum Heizen nutzbar macht. Da diese Umweltenergie aber nur mit niedrigen Temperaturen gewonnen werden kann, muss ihr Niveau in einem meist elektrisch unterstützen Prozess angehoben werden. Wird die Wärmepumpe in einem effizienten Haus installiert, das mit hohem Wärmeschutz und einem Fußbodenheizsystem mit niedrigen Systemtemperaturen auskommt, verursacht sie nur geringe Heizkosten. Wird das Heizgerät aber in einem schlecht isolierten Altbau mit klassischen Heizkörpern installiert, können die Heizkosten sehr hoch ausfallen. Grund dafür sind die Systemtemperaturen, die hier meist weit über denen der Umweltenergiequelle liegen.

Nicht selten bieten auch Hybridheizungen die beste Lösung. Sie sind keine eigenständige Heiztechnik, sondern eine Kombination verschiedener Energiequellen. Eine andere Möglichkeit ist es, die bewährten Brennstoffe wie Erdgas oder Heizöl beizubehalten, aber hierbei auf die moderne Brennwerttechnik zu setzen. Diese hat unter günstigen Umständen einen Wirkungsgrad von mehr als 95 Prozent. Alternativen sind Holz- beziehungsweise Pelletheizungen, Kraftwärmekopplungsanlagen oder Blockheizkraftwerke. Ist die alte Heizung noch funktionstüchtig, ist der Sommer die beste Zeit, um Modernisierungspläne in die Tat umzusetzen. Denn jetzt wird Wärme im Haus nur für die Warmwasserbereitung benötigt. Oft lohnt es sich, über eine Modernisierung nachzudenken, wenn die Heizung zwischen 15 und 20 Jahren alt ist. Ist die Heizung älter als 30 Jahre, schreibt der Gesetzgeber den Austausch vor. Denn nach Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) dürfen diese Heizungen nicht mehr betrieben werden. Ausgenommen sind Brennwertkessel und Niedertemperaturkessel - also Heizgeräte, die für den Betrieb mit niedrigen Vorlauftemperaturen optimiert wurden.

 

Der Schornsteinfeger prüft

Ob Ihr Kessel in puncto Energieverbrauch auf den Schrottplatz gehört, können Sie nicht nur an Ihrer Energiekostenabrechnung erkennen. Der Schornsteinfeger prüft den Schadstoffausstoß und bescheinigt die Effizienz mit einem „Label für Heizungsaltanlagen“. Als effizient nach dem Stand der Technik gilt die Einstufung in die Effizienzklassen A und B, etwa bei Öl- oder Gas-Brennwertkesseln. Die höchsten Einstufungen A+ oder A++ erreichen nur Heizungssysteme, die über eine Wärmepumpe, eine Solaranlage oder ein kleines Blockheizkraftwerk zusätzlich bzw. ausschließlich erneuerbare Energien einsetzen. Anlagen mit den Einstufungen C, D oder E gelten als ineffizient und veraltet. Wenn Ihre Heizung in eine der drei niedrigsten Effizienzklassen fällt, sollten Sie beizeiten über eine Modernisierung nachdenken.

 

Modernisierung entspannt planen

Weist das Etikett Ihre Anlage als Energieverschwender aus, heißt das nicht, dass Sie den Kessel sofort austauschen müssen. Das Label und eine begleitende Broschüre informieren Sie lediglich über dessen Effizienz sowie über Energieberatungsangebote und staatliche Fördermöglichkeiten für die Heizungsmodernisierung. Sie können Ihre Modernisierung also in Ruhe vorbereiten. Die Anschaffung eines modernen Öl- oder Gas-Brennwertkessels kostet je nach Modell eine fast fünfstellige Summe, zuzüglich der Handwerkerkosten. Letztere können Sie von der Steuer absetzen. Eine Finanzierung für Ihr Modernisierungsvorhaben zu günstigen Konditionen über die gesamte Laufzeit bietet Ihnen die BHW Bausparkasse.

TIPP: Dass eine Modernisierung der Heizung nicht nur das Portemonnaie vieler Hausbesitzer, sondern auch die Umwelt entlasten kann, weiß auch der Staat. Mit zinsgünstigen Darlehen oder einmaligen Zuschüssen fördert er die Maßnahmen dabei zum Beispiel über die KfW Bankengruppe.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Weitere Infos zu Cookies und deren Deaktivierung finden Sie hier.