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Neue Wege gehen – Mieter sanieren selbst

Neue Wege gehen – Mieter sanieren selbst

Die Deutschen haben eine enge Beziehung zu ihren vier Wänden – und das gilt auch für Mieter. Viele behandeln ihre Mietwohnung so sorgsam, als wäre diese ihr Eigentum und möchten diese daher auch nach eigenen Wünschen gestalten. Ist dies ein neues Modernisierungsmodell?

 

My home is my castle – diese Devise gilt für die meisten Deutschen. Sie legen viel Wert darauf, es in ihrem Zuhause schön, sicher und komfortabel zu haben – seien es nun die eigenen vier Wände oder nicht. Laut einer Umfrage der BHW Bausparkasse wollen auch Mieter sich dauerhaft wohlfühlen und gehen sehr sorgsam mit ihren gemieteten Immobilien um. In Großstädten geben 85 Prozent an, ihre Wohnung wie Eigentum zu behandeln, in kleineren Orten sogar über 90 Prozent. Die 50- bis 59-jährigen Mieter haben mit 98 Prozent eine besonders enge Bindung zu ihrer Wohnung.

 

Neue Wege

Die meisten privaten Vermieter wissen diese Haltung durchaus zu schätzen. Viele von ihnen sind auf die Mieteinnahmen als Teil ihrer Altersvorsorge angewiesen und können trotz vorhandenem Modernisierungsbedarf die Kosten dafür nicht aufbringen. Da lohnt es sich, auch einmal über neue Wege nachzudenken: Mieter können ihre Modernisierung selbst in die Hand nehmen und dabei mit ihrem Vermieter kooperieren. Vorteile bieten solche Modelle für beide Seiten. Für Mieter schaffen langfristige Mietverträge oder verringerte Mietzahlungen finanzielle Planungssicherheit. Für Vermieter gilt, dass Maßnahmen für Barrierefreiheit oder Energieeffizienz den Wert der Immobilie erhöhen und die Nebenkosten reduzieren.

 

Große Vorteile

In Deutschland fehlen 2,5 Millionen barrierefreie Wohnungen, und der Bedarf steigt jedes Jahr. Wer einen Bausparvertrag besitzt, kann ihn auch als Mieter für den barrierefreien Bad- oder Küchenumbau nutzen. Zusätzlich bietet KfW entsprechende Zuschüsse auch für Mieter. Diese Investition kann sich lohnen, etwa durch eine Mietreduzierung, Festschreibung der Miete oder auch durch eine fixe Ablösesumme – je nach Absprache mit dem Vermieter.

 

Auf der sicheren Seite

Alle Vereinbarungen müssen schriftlich abgesichert und dokumentiert sein. Der Vermieter muss der Modernisierung zustimmen und er sollte unterschreiben, dass er weder die Miete erhöht noch dem Mieter kündigt. Wichtig: Es muss festgelegt werden, dass die Umbauten bei einem Auszug nicht rückgängig gemacht werden müssen. So stellen Mieter sicher, dass sich die Investition auch langfristig rechnet. Übrigens: Geht es um Barrierefreiheit, haben Mieter nach Auskunft des Deutschen Mieterbundes sogar das Recht, die Zustimmung des Vermieters einzufordern. Mieter und Vermieter sollten außerdem vereinbaren, ob und in welcher Höhe sich der Vermieter an den Kosten beteiligt. Die Hoffnung, dass Nachmieter einen Teil der Ausgaben übernehmen, kann enttäuscht werden, denn eine Ablöse für die Renovierungskosten ist reine Verhandlungssache. Fördermittel für Umbauten zur Barrierefreiheit können Mieter bei der KfW-Bank und bei den Pflegekassen beantragen.

 

Mehr Infos:

TIPP: Treffen Sie eine schriftliche Modernisierungsvereinbarung, in der Sie die Rahmenbedingungen der Investition festhalten. Vorlagen stellt der Deutsche Mieterbund zur Verfügung.

Vorlagen anfordern

Gut zu wissen: Auch Maßnahmen zum Einbruchschutz, etwa abschließbare Fenster oder einbruchhemmende Wohnungstüren werden gefördert!

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der KfW-Bank

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