E-Scooter – mit dem Stehroller durch die Stadt

Seit am 17. Mai 2019 elektronisch betriebene Tretroller auch in Deutschland auf die Straße dürfen, sind sie gerade in Großstädten nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken. Doch Roller und Fahrer müssen dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Sie sind umweltfreundlich, leicht zu handhaben und sausen in einigen Ländern schon seit Längerem über Straßen und Fußwege: sogenannte E-Scooter, zu Deutsch elektrische Tretroller. Die flinken Flitzer tragen allerdings nicht immer zur Freude aller Verkehrsteilnehmer bei – in Frankreich verbannte sie die Verkehrsministerin Anfang Mai von den Gehwegen, um Fußgänger vor allzu wilden Fahrern zu schützen. Hierzulande sind die E-Scooter allein auf Fahrradwegen und Radfahrstreifen zugelassen. Fehlen innerorts die Radwege, darf auf die Fahrbahn ausgewichen werden. Außerhalb geschlossener Ortschaften ist das allerdings tabu. Einen Führerschein benötigen Sie zum Fahren eines E-Scooters nicht.

Auf diese Punkte sollten Sie beim Kauf achten

  • Das Herzstück eines E-Scooters ist sein Akku. Prüfen Sie, ob Sie Ihre möglichen Ziele mit einer Akkuladung problemlos erreichen können. Bei manchen Geräten lassen sich die Akkus zum Laden herausnehmen. Das ist praktisch, wenn Sie nicht immer den ganzen Roller zur nächsten Steckdose bringen wollen. Achten Sie auch auf die Ladezeit.
  • Ein wichtiges Kriterium ist das Gewicht: Möchten Sie den E-Scooter mit in die U-Bahn oder das Büro nehmen, darf er nicht zu schwer sein. Sehr leichte Roller sind aber in der Regel mit kleinen Rädern ausgestattet, die den Fahrkomfort auf unebenem Untergrund beeinträchtigen. Am besten Sie probieren verschiedene Modelle aus.
  • Apropos Transport: Die Lenker der E-Scooter sind in aller Regel einklappbar, damit man sie in Auto, Bahn und Co. gut verstauen kann. Probieren Sie beim Händler aus, wie handlich der Roller im eingeklappten Zustand ist. Achten Sie darauf, dass das Faltsystem ausreichend gesichert ist.
  • Bei einigen Geräten lassen sich Geschwindigkeitsstufen einstellen. Der BMW X2City etwa beschleunigt per Tritt auf das Gaspedal jeweils auf die nächste Stufe des Motors: Hier sind es 8, 12, 16, 18 und 20 km/h. Wer das Pedal durchgedrückt hält, aktiviert eine Tempomat-Funktion und kann sich auf der gewünschten Geschwindigkeitsstufe „ausruhen“.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Wunschgerät die Anforderungen für die Versicherungspflicht erfüllt. Viele Modelle, die bereits seit längerer Zeit auf dem Markt sind, verfehlen die gesetzlichen Vorgaben.

Am besten erst mal ausprobieren!

Hochwertige E-Scooter mit Zulassung gibt es aktuell ab circa 1.000 Euro. Unser Tipp: Mieten Sie erst mal ein Modell und finden Sie so heraus, ob es zu Ihnen passt. Einen Überblick über entsprechende Anbieter finden Sie zum Beispiel auf der Plattform „E-Scooter mieten“.