Lecker, wie das brutzelt. Läuft Ihnen beim Gedanken an frisch Gegrilltes auch immer das Wasser im Mund zusammen? Laut einer repräsentativen GfK-Studie im Auftrag eines Grillkohleherstellers feuern mehr als 80 Prozent der Deutschen mindestens viermal im Jahr den Grill an, jeder zweite grillt sogar häufiger als zehnmal im Jahr. Am beliebtesten ist demnach das Grillen auf Kohle: 70 Prozent setzen auf den fossilen Brennstoff. Aber ist das eigentlich gesund? Tatsächlich birgt Grillen ein paar gesundheitliche Risiken. Doch die lassen sich mit einfachen Maßnahmen in den Griff bekommen.

Nicht beim Grillgut sparen

Sie haben viel Geld in einen schönen Grill investiert? Dann sollten Sie auch beim Grillgut nicht geizen. Kaufen Sie Fleisch beim Metzger Ihres Vertrauens, am besten vom Biobauern. Achten Sie darauf, dass der Fettanteil nicht zu hoch ist. Denn tropft Fett oder Fleischsaft aus Würstchen oder Steaks auf die heiße Kohle, entsteht Rauch, der krebserregende Stoffe enthält. Diese können über die Lunge oder das Grillgut in unseren Körper gelangen. Gepökeltes wie Schinken, Bockwurst oder Wiener gehört gar nicht auf den Grill. Wichtig: Schweinefleisch muss immer gut durchgegrillt werden, da es Parasiten (Trichinen) enthalten kann, die auch den Menschen infizieren können. Tipp: Die richtige Grilltemperatur ist bei Holzkohle erreicht, wenn die Kohle weiß ist. Braten Sie Fleisch kurz von beiden Seiten bei starker Hitze an und lassen Sie es dann in einer weniger heißen Zone des Grills fertig garen – so bleibt es schön saftig. Verbrannte Stellen am Grillgut sollten Sie vor dem Verzehr auf jeden Fall abschneiden.

Richtig marinieren

Marinaden machen das Fleisch zart und enthalten Antioxidantien, das sind chemische Verbindungen, die die Entstehung von krebserregenden Stoffen im Grillfleisch reduzieren können. Tipp: Eine gesunde Marinade können Sie ganz einfach selbst herstellen, zum Beispiel aus Oliven-, Raps- oder Traubenkernöl mit frischen oder tiefgekühlten Kräutern wie Rosmarin, Thymian oder Oregano. Lassen Sie das marinierte Fleisch im Kühlschrank mindestens eine Stunde durchziehen. Wichtig: Holen Sie das Grillgut ca. eine Stunde vor dem Grillen aus dem Kühlschrank, damit es keinen Hitzeschock bekommt. Tupfen Sie die Marinade vor dem Grillen etwas ab, damit sie nicht in die Glut tropft.

Für gesunde Abwechslung sorgen

Es muss nicht immer um die Wurst gehen! Auch Fisch, Gemüse und (Grill-)Käse vom Rost sind ein Genuss. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Kreative Rezepte für fleischloses Grillen finden Sie zum Beispiel hier. Und wer nicht auf Fleisch verzichten möchte, kann es clever kombinieren – zum Beispiel mit leichten Beilagen wie Gemüsespießen. Ein echter Genuss ist Obst vom Grill: Probieren Sie es doch mal mit Ananas, Banane oder Mango.

Das passende Gerät wählen

Eingefleischte Grillfans schwören auf Holzkohle, weil sie den typisch rauchigen Geschmack erzeugt. Aber auch Elektro- oder Gasgrills haben Vorteile: Die Temperatur lässt sich besser regulieren und es gibt weder eine offene Flamme noch Rauch. Tipp: Holzkohlegenuss ohne das Problem der Fettverbrennung bietet ein Vertikalgrill, wie er für Spießbraten oder Hähnchen benutzt wird. Hier ist der Glutbehälter an der Seite und das nach unten tropfende Fett wird in einer Schale aufgefangen.

Edelstahl statt Alu

Häufig werden Einweggrillschalen aus Aluminium verwendet, um zu verhindern, dass Fett auf die Kohle tropft oder kleines Grillgut wie zum Beispiel Champignons durchs Rost fällt. Allerdings kann sich das Aluminium durch die Einwirkung von Säure und Salz, etwa aus der Marinade, auflösen und in das Grillgut eindringen. Aluminium steht unter anderem im Verdacht, das Nervensystem und die Fruchtbarkeit zu beeinträchtigen. Eine gesunde und nachhaltigere Alternative sind Grillschalen aus Edelstahl oder Keramik, auch wenn deren Reinigung etwas Mühe macht. Zum Einwickeln von Gemüse können zum Beispiel Kohl- und Rhabarberblätter oder Backpapier genutzt werden (nicht zu heiß werden lassen).