Spätestens seit den Protesten von Fridays for Future ist das Thema Klimawandel und Nachhaltigkeit in großen Teilen der Bevölkerung angekommen. Nicht jeder kann oder möchte direkt auf Flugreisen verzichten oder vegan leben. Trotzdem ist es möglich, mit ein paar einfachen Veränderungen seinen Konsum nachhaltiger zu gestalten. Und das Gute daran: Mit jeder nachhaltigen Konsumentscheidung kann man etwas bewirken und ein Zeichen setzen, dass umwelt- und sozialverträgliche Produkte immer wichtiger werden. So kann auch ein Umdenken beim Handel und den Produzenten bewirkt werden. Mit ein bisschen Bewusstsein und Mühe kann man schon viel erreichen!

Plastikmüll vermeiden

Recht einfach lässt sich Plastikmüll reduzieren, indem man im Supermarkt auf lose, unverpackte Lebensmittel zurückgreift. Packen Sie einzelnes Obst oder Gemüse nicht noch zusätzlich in eine Plastiktüte ein. In vielen Lebensmittelläden und Discountern werden mittlerweile auch wiederverwendbare Netzbeutel aus Jutematerial angeboten, die man zum Beispiel für Äpfel oder Tomaten verwenden kann.
In vielen Großstädten gibt es immer mehr „Unverpackt-Läden“, in denen auch andere Lebensmittel wie Nudeln, Reis und Bohnen ohne Einwegverpackung erworben werden können. Dazu bringt man eigene Gläser und Gefäße mit und lässt diese befüllen. Ein toller Nebeneffekt: Hier kann man auch kleine Mengen bestimmter Lebensmittel kaufen und somit auch der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken.
Außerdem sollte man auf To-go-Produkte, wie zum Beispiel geschnittenes Obst in Plastikbechern, verzichten. Für den Kaffee unterwegs gibt es mittlerweile zahlreiche Alternativen: In den meisten Cafés und Bäckereien kann man eigene Thermobecher auffüllen lassen und einige bieten auch Mehrwegbecher gegen ein kleines Pfand an.

Flohmärkte und Second Hand

Nicht nur der Einkauf von Lebensmitteln lässt sich nachhaltiger gestalten, auch der Konsum anderer Gebrauchsgegenstände wie Möbel, Kleidung und Bücher kann ökologischer und sogar ökonomischer gestaltet werden. Auf Flohmärkten, Ebay Kleinanzeigen oder anderen Plattformen lassen sich oftmals wahre Schätze finden, die entweder bisher kaum genutzt oder mit ein bisschen Pflege wieder wie neu aussehen. Für Kleidung Klamotten bieten sich insbesondere Second-Hand-Läden oder Plattformen wie beispielsweise Kleiderkreisel an. Dies schont nicht nur die Umwelt, sondern auch gleichzeitig den Geldbeutel.

Braucht man das wirklich?

Generell gilt vor jedem Einkauf: Hinterfragen Sie, ob Sie die Produkte und Gegenstände wirklich brauchen oder nicht doch darauf verzichten können. Alternativ könnten Sie sich manche Dinge zum Beispiel von Freunden oder Nachbarn ausleihen. Bei Lebensmitteln empfiehlt es sich, häufiger kleinere Mengen zu kaufen, damit weniger Lebensmittel in der Tonne landen. Sicherlich ist der Weg zu einem nachhaltigeren Leben nicht von heute auf morgen möglich, aber jeder noch so kleine Schritt ist ein Schritt in die richtige Richtung.