Wohnen & Einrichten – 10.12.2020 (Archiv)

Frühjahrsputz

Lesedauer: ca. 2 Minuten

 

Der Frühling steht vor der Tür, es zieht uns eigentlich nach draußen - aber vorher ist es Zeit für den Frühjahrsputz!

Am Ende des Winters Haus oder Wohnung von Grund auf sauberzumachen, ist schon seit ewigen Zeiten eine Tradition. Es gibt mehrere Entstehungsgeschichten: Einige sagen, das Großreinemachen im Frühling stamme aus einer Zeit, als die Wohnungen und Häuser noch stark mit Ruß verschmutzt waren. Der Großputz lohnte sich erst, wenn es draußen wärmer wurde und man nicht mehr mit Öfen oder offenen Feuerstellen heizen musste. Andere sagen, diese Tradition stamme von den alten Römern, die den Monat Februar nutzten, um zu reinigen und Buße zu tun.

Das lateinische Wort "februa" bedeutet "Reinigungs- oder Sühnemittel". So entstand auch der Name des römischen Reinigungsfestes. Wie auch immer seine Entstehungsgeschichte gewesen sein mag, man kann davon ausgehen, dass es den Frühjahrsputz schon lange gibt, wie der Mensch in Hütten und Häusern lebt. Wer weiß, vielleicht wurden ja auch bereits die Höhlen der Neandertaler vor dem Frühling gesäubert. In unserer Zeit hat sich das große Putzszenario zeitlich von Februar auf den März verschoben.

Was bedeutet eigentlich Frühjahrsputz?

Putzen, wo der Lappen sonst eher selten hinkommt! Die wöchentliche Putzroutine dient dazu, einen Grundzustand an Sauberkeit aufrechtzueralten. Beim Frühjahrsputz sind die Ecken, die beim regelmäßigen Wohnungsputz gekonnt ignoriert werden, nun also auch an der Reihe.

Damit die Abstellkammer und die toten Winkel nicht vergessen werden, sollte man beim frühjahrsputz mit System vorgehen. 

Der perfekte Plan

Macht Euch vor dem Beginn einen Plan. Je dataillierter, desto besser, und plant lieber einen Tag mehr ein als einen zu wenig. Beim großen Clean-up kann es schon mal passieren, dass Ihr auf Dinge stoßt, die ein bisschen Zeit mehr kosten als gedacht. Gerät man in Zeitdruck, ist man schnell frustriert und bricht unter Umständen die ganze Aktion ab. 

Welche Herangehensweise ist die beste?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Die einen arbeiten sich von Raum zu Raum durch, die anderen gehen nach Tätigkeiten vor. Beispielsweise werden erst alle Fenster geputzt, dann die Schränke ausgemistet, dann Staub gewischt und zu guter Letzt erst durchgesaugt und gewischt.

Egal für welche Variante Ihr Euch entscheidet, versucht, der groben Richtlinie zu folgen, die besagt: Von oben nach unten, von hinten nach vorne sowie Küche und Bad zuletzt zu reinigen. So können herabfallender Dreck oder tropfendes Schmutzwasser mit dem finalen Durchwischen beseitigt werden. 

Muss ich die chemischen Reinigungsmittel aus dem Supermarkt und Drogerie verwenden?

Auf die meisten Reinigungsmittel, die angeboten werden, kann man verzichten. Die gesamte Wohnung kann kostengünstig und umweltschonend mit ein paarBasics gereinigt werden. Achtet darauf, alle Utensilien vorab zu besorgen, sodass Eure Motivation nicht am Starttag schon ausgebremst ist. 

 

Was brauche ich alles?

Staubsauger, Eimer, Putzlappen, Staubtuch und Gummihandschuhe. Praktisch ist auch eine ausrangierte Zahnbürstefür Fugen oder Ritzen im Bad.

Zum Fensterputzen: Spülmittel und ein Spritzer Spiritus oder Essig

Zur Reinigung glatter Oberflächen: Kernseife

Als Fettlöser: Waschsoda

Für die Toilette: Zitronensäure und Natron

Wichtig: Oberflächen immer trocken nachwischen, denn auf feuchten Flächen vermehren sich Bakterien, Viren und Pilze schnller. 

Damit Ihr nichts vergesst, haben wir Euch ein paar Punkte zusammengestellt, die Ihr für Eure eigene persönliche Checkliste notieren könnt. Je nachdem, welches Konzept Ihr verfolgt, solltet Ihr die Punkte für Euch ordnen.

  • Fenster putzen
  • Rollläden und Fensterrahmen von innen nund außen putzen
  • Gardinen abnehmen und waschen
  • Alle Wasserhähne sowie den Duschkopf entkalken
  • Reinigungsprogramme von Wasch- und Spülmaschine laufen lasse
  • Abflüsse reinigen, Schränke ausräumen, auswischen, ausmisten und mt System und Ordnung wieder einräumen
  • Staubwischen - alle Oberflächen und Ecken, auch die, die man nicht sieht. Oben auf den Schränken natürlich auch!
  • Teppiche ausklopfen, waschen oder grundreinigen
  • Heizkörper säubern und bei Bedarf entlüften
  • Lampen und Leuchten abstauben, mit feuchtem Tuch abwischen - das Kabel nicht vergessen
  • Kühlschrank und Gefriertruhe abtauen und gründlich auswischen - bei der Gelegenheit außerdem die Haltbarkeit prüfen
  • Keller / Dachboden entrümpeln

Falls Ihr also noch nicht angefangen habt, wird es jetzt Zeit loszulegen. Das Ausmisten und Putzen schenkt einem hinterher eine gewisse Art von innerer Freiheit und Zufriedenheit. Von altem Ballast kann man sich so trennen, manche Dinge finden vielleicht woanders ein neues Zuhause.

Für alle Putzmuffel unter Euch haben wir noch einen letzten Tipp, um den Frühjahrsputz erträglicher zu machen: Dreht einfach Eure Lieblingsmusik auf und schmettert nebenbei mit, bis sich die Balken biegen. 

 

 

 

 

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