Mit der Wohnungsbauprämie (WoP) fördert der Staat Ihren Vermögensaufbau für Ihre Wohnwünsche mit einem Zuschuss von 10 % auf begünstigte jährliche eigene Einzahlungen, die sogenannten prämienbegünstigten Aufwendungen. Diese Förderung auf Ihren Bausparvertrag stärkt den Weg in die eigenen vier Wände – planbar, regelmäßig und auf wohnwirtschaftliche Ziele ausgerichtet. Erfahren Sie hier, ob Sie die gesetzlichen Voraussetzungen dafür erfüllen.
Wohnungsbauprämie
Wohnungsbauprämie – ein Plus für Ihren Eigenkapitalaufbau
Bausparen ist ein bewährter Weg, langfristig Eigenkapital für Ihre Wohnwünsche aufzubauen. Monatliche Einzahlungen schaffen eine solide Grundlage, die sich später zum Beispiel für den Kauf, Bau oder die Modernisierung einer Immobilie nutzen lässt. Die Wohnungsbauprämie kann Ihre Sparleistungen ergänzen. Sie ist ein staatlicher Zuschuss auf bestimmte Sparleistungen und kann damit Ihr Bausparguthaben erhöhen.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die staatliche Förderung sondern auch die Ausrichtung auf ein klares Ziel. Die Prämie ist daran geknüpft, dass das angesparte Guthaben wohnungswirtschaftlich genutzt wird – etwa für den Erwerb einer Eigentumswohnung, den Bau eines Hauses oder eine energetische Modernisierung. Auf diese Weise entsteht aus dem Konzept Bausparen mit Prämie ein Instrument, das Ihre Planung strukturiert.
Die Wohnungsbauprämie kann mit anderen Förderbausteinen, etwa der Arbeitnehmer-Sparzulage kombiniert werden. Während die Arbeitnehmer-Sparzulage auf förderfähige vermögenswirksame Leistungen gewährt werden kann, wird die Wohnungsbauprämie auf prämienbegünstigte eigene Einzahlungen in den Bausparvertrag gewährt.Wer die jeweiligen Voraussetzungen kennt und weiß, wann die Wohnungsbauprämie zu beantragen ist, kann diese Elemente gezielt kombinieren. So entsteht eine Förderstruktur, die Ihre eigenen Sparleistungen unterstützt, ohne den Überblick zu verlieren.
Rahmenbedingungen der Wohnungsbauprämie im Überblick
Die Wohnungsbauprämie unterstützt Ihre Einzahlungen in einen Bausparvertrag mit einem festen Prozentsatz. Gefördert werden 10% auf jährliche Einzahlungen von maximal 700 EUR für Ledige beziehungsweise maximal 1.400 EUR für Verheiratete – das entspricht einer Prämie von 140 EUR, wenn beide Partner die Höchstgrenze ausgeschöpft haben.
Voraussetzung für die staatliche Wohnungsbauprämie sind bestimmte Einkommensgrenzen. Maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen: Für Verheiratete darf es höchstens 70.000 EUR, für Ledige höchstens 35.000 EUR im Jahr betragen. Erfüllen beide Partner die Bedingungen, können sie jeweils prämienberechtigt sein und die Förderung für ihre Sparbeiträge nutzen.
Die Wohnungsbauprämie für Sparer:innen unter 25 Jahren
Wer unter 25 Jahren ist, kann die Wohnungsbauprämie als attraktives Einstiegsmodell für das Sparen nutzen. Denn dabei gilt eine Sonderregelung. Während alle anderen Sparer:innen die Prämie zwingend für wohnwirtschaftliche Zwecke verwenden müssen, haben unter 25-Jährige eine einmalige Wahlfreiheit: Schließen Sie Ihren Bausparvertrag vor ihrem 25. Geburtstag ab, können Sie einmalig nach der Mindestlaufzeit von sieben Jahren frei über das gesamte Guthaben inklusive staatlicher Prämien der letzten sieben Sparjahre verfügen. Ob das Geld dann in die erste eigene Wohnung, ein Auto oder eine Fernreise fließt, spielt keine Rolle. Diese Ausnahme macht einen Bausparplan für junge Erwachsene zu einer flexiblen Geldanlage mit staatlicher Hilfe - solange sie die Einkommensgrenzen berücksichtigen und die Wartezeit von sieben Jahren einhalten.
So wirkt sich Ihr Einkommen auf die Wohnungsbauprämie aus
Für die Berechnung der Wohnungsbauprämie gilt der folgende Bruttoarbeitslohn in EUR:
(Unter Berücksichtigung der für der dem Arbeitnehmer zustehenden Pausch- und Freibeträge unter der Voraussezung, dass keine anderen Einkünfte vorliegen.)
| zu versteuerndes Einkommen | Ohne Kind | 1 Kind | 2 Kinder | 3 Kinder | |
| Ledig | 35.000 EUR | 45.300 EUR | 62.100 EUR | 72.900 EUR | 83.300 EUR |
| Verheiratete / Lebenspartner (nur einer arbeitet) | 70.000 EUR | 86.300 EUR | 96.500 EUR | 105.900 EUR | 115.400 EUR |
| Verheiratete / Lebenspartner (beide arbeiten) | 70.000 EUR | 90.600 EUR | 101.800 EUR | 113.200 EUR | 124.800 EUR |
Stand 01.2025
Angaben: Steuerrechner des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) - Keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Tabellen und Angaben.
Die in der Tabelle angegebenen Beträge können sich im Einzelfall noch erhöhen, wenn höhere Abzüge (z.B. Versorgungs-Freibetrag, Werbungskosten oberhalb des Arbeitnehmer-Pauschbetrages, zusätzliche Sonderausgaben beispielsweise aufgrund eines kassenindividuellen Zusatzbeitragssatzes zur gesetzlichen Krankenversicherung, außergewöhnliche Belastungen) zu berücksichtigen sind.
Die angegebenen beträge können sich allerdings auch verringern, wenn noch weitere Einkünfte bestehen bzw. in der gesetzlichen Rentenversicherung die Beitragsbemessungsgrenze Ost anzuwenden ist.
Für nicht rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer (z.B. Beamte, Richter, Berufssoldaten) ergeben sich in der Regel niedrigere Werte.
Die Wohnungsbauprämie kann Ihre Einzahlungen in den Bausparvertrag ergänzen und so den Eigenkapitalaufbau unterstützen – sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Die Wohnungsbauprämie lässt sich in vielen Fällen mit der Arbeitnehmer-Sparzulage kombinieren. Besonders wichtig: Dabei sind die Zahlungen von vermögenswirksamen Leistungen die Voraussetzung für die Gewährung der Arbeitnehmer-Sparzulage. So entsteht zusätzliches Guthaben durch staatliche Förderungen, das Ihre eigene Sparleistung sinnvoll ergänzt.
Die Wohnungsbauprämie wird unter Beachtung gesetzlicher Vorgaben gewährt. Sie wissen, welche Einzahlungen begünstigt sind und unter welchen Bedingungen die Förderung gewährt wird. Das schafft Planungssicherheit und erleichtert es, Bausparen und Prämie frühzeitig in Ihre langfristige Wohn- und Finanzstrategie einzubinden.
So nutzen Sie die Wohnungsbauprämie Schritt für Schritt
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Wohnziel definieren
Überlegen Sie, welche wohnwirtschaftliche Maßnahme Sie langfristig verfolgen – etwa den Kauf einer Wohnung, den Bau eines Hauses oder die Modernisierung von Wohneigentum. Das Ziel bestimmt, wie Sie den Bausparvertrag später einsetzen.
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Prämienberechtigten Bausparvertrag abschließen
Schließen Sie einen Bausparvertrag ab, der die Grundlage für die Wohnungsbauprämie erfüllt. So kann zum Beispiel mit den Tarifen BHW WohnBausparen und BHW WohnBausparen Plus die Wohnungsbauprämie beantragt werden.
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Begünstigte Einzahlungen leisten
Regelmäßige Sparleistungen bilden die Grundlage für die Berechnung der Wohnungsbauprämie. Ob Sie neben der Wohnungsbauprämien-Förderung auch die Arbeitnehmer-Sparzulage beantragen, hängt von den Zahlungen von vermögenswirksamen Leistungen und den dort geltenden Einkommensgrenzen ab.
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Wohnungsbauprämie beantragen
Die Bausparprämie beantragen Sie jährlich über Ihre Bausparkasse. Sie müssen sonst weiter nichts veranlassen. Dann gilt: Sie erhalten die jährliche Prämie, sofern die Einkommensgrenzen erfüllt sind.
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Zweckbindung berücksichtigen
Die Förderung bleibt dauerhaft erhalten, wenn der Vertrag später für wohnwirtschaftliche Zwecke eingesetzt wird. Damit ist sichergestellt, dass die Prämie Ihren Weg zu Ihrem eigenen Wohnprojekt gezielt unterstützt.
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